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2. November

November 2, 2023 by Seraina Kommentar verfassen

Gugguseli*

Wir stecken in einer windigen und nassen Woche, Matschschuhe gehören nun zum Alltag.

Matschschuhe. Ich sehne mich nach Bodenfrost.

Unser Garten in herbstlicher Pracht:

Die Netze wehen im Wind…

Auf dem Bild sieht man die wehenden Kulturschutznetze, die wir tagsüber manchmal entfernen. So können die Wintersalatköpfe es sich etwas um den Kopf blasen lassen und der Boden ist offen, was die Mäuse nicht so mögen. Denn wir haben Bedrohung von oben und unten… Rehe und Mäuse.

Von Rehen geköpfte Zuckerhut-Salate

Das wird auch im heute erschienenen ObZ-Artikel erwähnt. Das Erntedankfest letzten Samstag war toll. Mit etwa 40 Körben war das Fest mit rund 40 Menschen sehr gut besucht, was uns ungemein gefreut hat. Der runde Tisch mit der Naturärztin Carol, dem Betriebsgruppenmitglied Navrina und der Solimatt-Initiantin Marianne war bereichernd und bestärkend. Die Stimmung unter den Leuten im Vorfeld und Anschluss toll und wir kamen beim Suppe essen sogar in den Genuss von Live-Musik. Danke an alle Beteiligten!

Vergangenen Montag morgen war das Feld noch einigermassen trocken und das haben wir genutzt. Wir haben ein Beet Lagerrüebli geerntet, ins Lager gebracht und unseren überwinternden Knoblauch gesetzt.

Auch wenn das Wetter meist grau war, war doch diese Arbeit schön farbig. Und danach hatten wir alle grosse Lust Rüebli zum Zmittag zu essen: Marianne hat eine feine Gemüsepfanne gezaubert mit grob geraffleten Rüebli, fein geschnittenem Lauch, Ingwer und Kurkuma. Dazu ein herrliches Hördöpfelmudipflundi (den meisten wohl eher bekannt als Kartoffelstock).

Auch der Korb von heute ist wieder prachtvoll farbig geworden. Die rotschaligen Kartoffeln sind von der Sorte Laura und eignen sich gut für oben genanntes Mudipflundi. Sie sind eher festkochend, aber doch sehr crèmig.

Radiesli, Kürbis, letzte Peperoni, Lauch, farbige Krautstiele, Radicchio trevisano, Endivien (glatt), bald letzte Tomaten und rotschalige Laura-Kartoffeln

Die Radiesli sind zum Teil von kleinen Schneckli angeknabbert oder vom vielen Wasser aufgeplatzt. Wir haben versucht, nur die schönsten Knollen in die Bünde zu packen. Die „schönsten“ heisst in diesem Fall all jene, die trotz Rüstarbeit noch genug hergeben. Wenn wir nur tadellose Radiesli hätten geben wollen, hätte es niemals genug Bünde gegeben. So war also die Frage „Radiesli oder keine Radiesli“ und da war die Antwort doch schnell klar.

Farbiger Krautstiel ist nicht winterhart, er friert ab bei Kälte. Bevor das passiert, essen wir ihn. Die Ernte war ein traumhaftes Farberlebnis, das ich euch nicht vorenthalten möchte:

Ich bin auch laufend sehr entzückt ab den ausladenden Federkohlpalmen und spüre grosse Vorfreude, wenn ich ihn anschaue. Wohl auch deshalb ist er sehr prominent auf diesem Bild.

Herbst ist meine Lieblingsjahreszeit. Es hat noch letzte Grüsse vom Sommer und das neue Herbst-/Wintergemüse taucht auf. Ich liebe die Kombinationen, die dann möglich sind.

So bieten sich diese Woche zum Beispiel ein Kürbis-Tomaten-Risotto oder eine Kürbis-Tomaten-Suppe an:

Und wenn du mal Lust auf Radiesli anders hast, probier mal das da:

Radiesli im Backofen

Die Blätter von den Radiesli abschneiden und beiseitestellen.

Die Radiesli mit 2 EL Sonnenblumenöl, der Dukkah-Gewürzmischung (oder Garam Masala oder andere getrocknete Kräuter) und dem Salz mischen, auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und in der Mitte des Ofens etwa 20 Minuten rösten.

Die Hälfte vom Radiesligrün fein schneiden und mit dem Sonnenblumenöl mischen.

150 g Frischkäse und 100 g Quark mischen, mit Salz und Pfeffer würzen und die Radiesli darauf anrichten!

Dazu selbstgebackenes Brot…

Alles Liebe euch, mummelt euch schön ein und zündet eine Kerze an.

Seraina

Kategorie: Plauderei

26. Oktober

Oktober 26, 2023 by Seraina Kommentar verfassen

Hallo Zusammen

So bin ich in die Woche gestartet – wie schön.

Morgenrot

Ansonsten sah es oft sehr grau aus und als ich heute Krautstiel, Rucola und Pakchoi im Tunnel pflanzte, prasselte der Regen aufs Dach.

Asiasalat
Krautstiel (Mangold)
Portulak (oben) & Rucola (unten)

Erst letzte Woche wurden die Tomaten aus dem Tunnel abgeräumt, schon kommen schon die Winterbewohner*innen.

Die letzten Tomaten reifen noch im Wohnzimmer nach und warten darauf, verteilt zu werden.
Den Peperoni und Auberginen ist es draussen auch zu kalt. – Auberginen gibt es diese Woche noch ein letztes Mal in Miniatur; zum Abschied nehmen… Peperoni bekommt ihr einige – die grünen könnt ihr entweder so verkochen oder drinnen nachreifen lassen.

Mit einer rosa-weissen Herbstrübe ist der Herbst auch namentlich wieder im Korb vertreten.
Ein FAME-Gspönli von mir schwört darauf, die Herbstrüben mit Zucker, Öl und Sojasauce in der Pfanne anzubraten…
Ich habe sie heute Abend als Suppe nach folgendem Rezept zubereitet:

Zutaten (4 Personen):
600g Herbstrübe (geschält, gewürfelt)
200g Kartoffel (geschält, gewürfelt)
4 Zwiebeln (geschält, gewürfelt)
1L Gemüsebouillon
1dL (Soja)rahm
Öl (zum andämpfen)
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Chili
Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, was ihr noch so zuhause habt)

  1. Zwiebeln und Kartoffeln im Öl andämpfen.
    Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Chili dazugeben.
  2. Herbstrüben und Bouillon dazu. 30min köcheln lassen.
  3. Rahm dazu und mit dem Pürierstab mixen (alternativ geht auch ein Kartoffelstampfer)
  4. Abschmecken. Hälfte der Kräuter einmischen, Rest zum garnieren.

Während ich hier schreibe köchelt die Suppe gerade auf dem Herd – ich finde sie klingt super lecker, mal sehen was sie geschmacklich kann:)

Die Rüebli sind, wie ihr seht, noch schön mit Erde bemantelt. Dies erstens weil sie so gut wie direkt aus der Erde kommen – Marianne hat sie am Dienstag geerntet. Zweitens, weil wir nicht wie Grossbetriebe eine riesige Waschanlage haben und drittens, weil der Dreck für die Karotte ein natürlicher Schutz ist, der sie länger lagerbar macht. Am besten also erst waschen, wenn ihr die Rüebli verabeiten wollt, dann trocknet sie im Kühlschrank weniger aus.

Radiesli, Endivie (frisée), Tomaten, Aubergine, Herbstrübe/Navet, Rüebli, Peperoni, Wirz, Lauch

Und so schlön farbig, sieht euer Korb trotz der grauen Woche aus.

Und noch ganz wichtig zum Schluss: kommt alle am Samstag ans Erntedankfest.
Wann: Samstag 28. Oktober, 11:00-15:00 Uhr
Wo: auf dem Feld: Baselmattweg, Niederdorf
Es gibt essen, Gespräche, Spazieren im Garten und gemütliches Beisammensein und Kennenlernen. Das Wetter soll laut Vorhersage trocken sein;)

Bis hoffentlich übermorgen in diesem schönen Garten. Jula

Kategorie: Plauderei

19. Oktober 2023

Oktober 19, 2023 by Seraina Kommentar verfassen

Endlich Regen und Einmummeln, darauf haben wir uns gefreut. Nun ist es soweit. Wir konnten ohne schlechtes Gewissen im Folientunnel arbeiten und sind auch schon gut voran gekommen.

Keine Tomaten mehr weit und breit, dafür kleine zarte Pflänzchen von Asiasalat, Portulak und Rucola:

Gross und klein reisst und schleppt Tomatenpflanzen raus
Endlich im Boden. Vor allem die vordersten Asiasalate waren des Wartens überdrüssig.

Draussen hört man das Wasser im Boden gluggern, vielleicht vertrinken auch ein paar Mäuse. Das wäre nicht schlecht, im Moment plagen sie uns wieder stark, indem sie Endivien und andere Wintersalate für uns ernten, das heisst unterirdisch die feisse Pfahlwurzel abfressen. Unterdessen versuchen wir sie zu dezimieren mittels Topcat-Fallen…

Aufgeräumt, nass und noch schön farbig: unser Acker heute früh.
Gemütlich auf dem Bänkchen: der heutige Korbinhalt.
Endivien glatt, Hirschzunge-Salätli, Topaz-Äpfel und Vita Bella – Kartoffeln (festkochend), Fenchel, Peperoni, Auberginen, Palmkohl (oben)
und Bush Delicata – Kürbis, bald letzte Tomaten, Rande … (unten)

Der Kürbis in eurem Korb ist ein „Bush Delicata“, ein feiner kleiner Kürbis, der sich für allerhand eignet. Entweder in einem Kürbisbrot, gefüllt aus dem Ofen oder geschnippelt im Curry wie fooby www.fooby.ch/de/rezepte/13866/geschmorter-delicata-kuerbis?startAuto1=0 empfiehlt. Ihr findet auf dem Internet viele andere rezepte (meist unter dem Namen „Delicata“). Die einen schreiben die Haut sei dünn und essbar, die anderen erzählen das Gegenteil. Ich denke, es kommt auf das Alter eures Exemplares drauf an und ihr merkt beim Halbieren oder spätestens beim Essen selber, ob eure Schale essbar ist oder eher zu zäh.

Frische Randen eignen sich hervorragend zum fein oder grob gerieben als Salat zu essen, eventuell mit einem Topaz-Apfel zusammen. Ich mache das jeweils lieber jetzt anfangs Saison als Ende Saison, wo die Randen dann bereits etwas ausgetrocknet sind vom Lager. Wenn du aber trotzdem Lust hast, die Rande gekocht zu geniessen, empfehle ich dir gerne die „Gebackenen Randen-Bällchen“ aus dem Hofsaison-Buch von Claudia Schilling:

Zwiebel und Knoblauchzehen nach Belieben fein hacken, die Rande (ca. 500g) grob reiben und alles zusammen in warmem Sesamöl 5 Minuten andünsten.

Die tags zuvor eingeweichten und nun gekochten Kichererbsen (ca. 250g) zusammen mit den Randen, 1/4 TL Kreuzkümmel, 3/4 TL Salz und 1 EL Tomatenpüree pürieren. 5 EL Leinsamenschrot mit der Masse vermischen und zugedeckt etwa 30 Minuten ziehen lassen. Dann etwa 16 baumnussgrosse Kugeln formen.

5-6 EL Sesam und Leinsamen mischen, die Bällchen drin wenden und mit etwas Olivenöl beträufeln. In der Mitte des Ofens etwa 15 Minuten bei 220°C backen.

Gebackene Randen-Bällchen

Endivien lässt sich im Übrigen auch sehr gut kochen, wie alle Wintersalate. Aber Achtung, er fällt dann stark zusammen. Mit Knoblauch und Zwiebeln angedünstet passt das wunderbar zu einem Risotto oder es lässt sich ein toller Gratin draus machen. Probiert aus, wenn euch die gekochte Variante anspricht.

Zu guter Letzt noch eine Bitte an euch: Die Jobs auf juntagrico sind bis Ende Jahr weitgehend leer. Ihr würdet uns viel Arbeit ersparen, wenn ihr eure Agenda zücken würdet und euch im Voraus für gewisse Arbeiten eintragen würdet. Es wäre mehr als Super, wenn wir uns nicht wöchentlich kurzfristig drum kümmern müssten! Danke herzlich an J., die schon einen Anfang gemacht hat.

Auf bald, liebe Grüsse, Seraina

Kategorie: Plauderei

12. Oktober 2023

Oktober 12, 2023 by Seraina 1 Kommentar

Die letzte Sommerwoche geht vorbei. Nächste Woche stehen wir wohl dick eingemummelt bei zwölf Grad zwischen den Beeten:) Ganz ehrlich, ich freue mich aufs einmummeln und auf den kühlen Wind im Gesicht.

Der frühmorgendliche Garten

Nachdem Marianne heute die Zucchettipflanzen endgültig abgeräumt hat, dürft ihr nun an meiner Liebe zu Tabellen und Listen teilhabe…

Für all diejenigen, die bei Tabellen die Augenverdrehen:
Mitte und Ende August wuchsen alle Zucchettis rund 2-3cm in die Länge pro Nacht bei schönem und warmem Wetter. Nur eine Woche später, als es gut 10 Grad abgekühlt hatte und die Sonne kaum noch schien, wuchsen sie lediglich 1cm pro Nacht.
Jezt, rund einen Monat später und mit fast zwei hellen Stunden weniger pro Tag, jedoch immer noch mit warmem Tagen und viel Sonnenlicht wachsen die lieben noch zwischen 1 und 2 Zentimeter pro Tag.
Sooo spannend:D

Der Schuppen auf dem Feld wird auch immer gemütlicher. Jetzt können wir in der Kaffeepause durch die neuen Fenster aufs Feld spienzle. Danke P. für deine Hilfe – wir freuen uns.

neue Fenster im Schuppen von aussen
… und von innen

Noch ein letztes Mal habt ihr diese Woche Tomaten im Korb. Wir haben auch einige halbreife geerntet, da es den Pflanzen am Samstag an den Kragen geht.
Alles was euch noch zu unreif ist, einfach in der Küche in eine Schale legen, denn Tomaten reifen wundervoll nach.

Das wunderlich grosse Ding, dass fast eine weitere Rübe erwarten lässt, ist der zarte Herbstkohlrabi Superschmelz.
Diese Sorte ist lagerfähig und locker doppelt so gross werden, wie jener in eurem Korb.
Der Superschmelz schmeckt wunderbar roh im Salat oder als Apéro. Das Hofsaison Buch schlägt ein Winterrollen vor:

Zutaten:

100g Rotkohl oder weisskohl
100g Kohlrabi Superschmelz
100g schwarzer Winterrettich
50g geröstete Erdnüsse
8 Reisblätter
1 EL schwarzer Sesam
1 Handvoll Kräuter eurer Wahl

4 EL Sojasauce
2cm frischer Ingwer
1/4 TL Wasabipaste

Zubereitung:
Gemüse in Feine Streifen schneiden und Erdnüssli hacken.
Reisblätter einzeln für etwa 10 Sekunden in lauwarmes Wasser tauchen und danach mit etwas Sesam bestreuen.
Von allen Zutaten (Gemüse und Erdnüsse) ein bisschen drauf und dann einrollen.

Sojasauce in eine Schüssel geben. Ingwer fein dazureiben, Wasabipaste beigeben und alles gut vermischen.
Winterrollen hineintunken

Und da gerade die erste Erkältungswelle umzugehen scheint, noch ein Tip, wie der Schwarze Winterrettich auch verarbeitet werden kann.
Schneidet den Deckel abschneidet und pult ein bisschen des Inhalts mit einem Teelöffel heraus. Dann mit Zucker auffüllen. Der Zucker reagiert mit dem Rettich und spätestens einen Tag später (vielleicht auch einige Stunden) habt ihr selbstgemachten Hustensirup.

Kürbis gibt es diese Woche zweierlei. Ihr habt je einen Schnitz im Korb, entweder Musquee de Provence oder Flat White Boer.
Ersterer ist eher faserig und leicht, schmeckt super lecker aus dem Ofen oder in einer Kürbissuppe. Damit die Suppe cremig wird am besten 1-2 Kartoffeln dazugeben.
Zweiterer ist fester und super für Currys, Eintöpfe oder Risotto.

Flat White Boer
Musquee de Provence

Viel Spass beim Ausprobieren!
Und vergesst nicht den Mitmachtag, dass diesen Samstag (14. Oktober). Wir brauchen helfende Hände, um den Tunnel winterready zu machen.

ein Herbstkorb mit Hauch vom Sommer

Hoffentlich sehen wir uns am Erntedankfest in zwei Wochen. Herzlich Jula

Kategorie: Plauderei

5. Oktober 2023

Oktober 5, 2023 by Seraina Kommentar verfassen

Heyhey
Für jene von euch, die morgens am liebsten lange im Bett eingekuschelt bleiben, ist es wohl immer noch Sommer, so heiss und sonnig sind die Nachmittage – mir frierten jedoch heute Morgen beim Salat ernten beinahe die Finger ab;)

Ich starte gleich mal mit zwei Save the Dates:
1. meldet euch für den Mitmachtag am Samstag 14. Oktober an. Dann werden die Tunnelkulturen abgeräumt – eine von Serainas Lieblingsaufgaben, wie sie mir an einem meiner ersten Arbeitstage verriet.
2. am Samstag 28. Oktober ist Erntedankfest auf der Solimatt. Ihr seid natürlich alle herzlich eingeladen und wir würden uns freuen viele von euren Gesichtern zu sehen.

Weil es mit den Tomaten bald vorbei ist, gab es diese Woche nochmal ziemlich grosszügig. Ich habe mit meinen übrigen Sugo gekocht:)

Sugo aus Solimatt-Tomaten

Was für eine Vielfalt der Korb diese Woche schon wieder brachte. Von allem ein bisschen und im Gesamten ziemlich viel. Ich auf jeden Fall habe extrem Freude.

Battaviasalat, Auberginen, Palmkohl, Karotten, Knoblauch, Herbstrübe, Fenchel, Tomaten, Peperoni, Gurken, Kabis und Kartoffeln

Und da es manchmal etwas braucht, um sich mit gewissen Gemüse anzufreunden, helfe ich mal wieder mit tollen Rezepten aus dem „Hofsaison“ Buch nach.

Viele fahren vielleicht nicht so auf die Herbstrübe ab. Sie ist scharf und herb und etwas ungewohnt im Geschmak – wie ein Riesenradiesli. Besonders nach der geschmacklichen Vielfalt der Sommermonate wirt sie etwas fad.
Mir hilft in Solchen Momenten immer ein Gedanke daran, wie toll es ist, dass die Herbstrübe uns durch den Winter bringt. Dass sie in einer Zeit, in der viele Gemüsesorten, die wir so verehren, langsam eingehen wunderschön gedeiht. Ein rosafarbenes Gemüse, mit Farbverlauf noch dazu. Und bevor Coop und Migros, die Regale auch im Winter mit Tomaten und Himbeeren füllten, noch bevor Kartoffeln überhaupt in Europa angekommen waren, war die Herbstrübe ein Hauptnahrungsmittel in der Schweiz. Die hübschen Blüten ziehen neben alle dem auch noch Bienen und Schmetterlinge an. Solche Gedanken lassen mich das sonderliche Gemüse immer in einem anderen Licht sehen.
Und damit die Herbstrübe auch im Gaumentest besteht Aber viel wichtiger wie die Einstellung dazu ist natürlichlich der Gaumen Test.

Schneidet dazu die Herbstrübe in ca. 1cm dicke Stücke.
Dann vermischt ihr zerstossene Pfefferkörner und Fenchelsamen mit Olivenöl und Salz und mariniert dann die Rübenscheiben damit.
Das lässt ihr einige Minuten einziehen und danach wirds angebraten.
Macht sich Wunderbar als Beilage oder in einem leckeren Gemüseburger.

Veggie Burger mit Herbstrüben-Schnitzel

Auch der Palmkohl ist euch vielleicht wenig bekannt. Er verdankt seinem Aussehen. Einige meinen, er ähnelt im Geschmack etwas dem Brokoli aber er köhlelt auch, wenn auch eher sanft.
Palmkohl ist eine Vitaminbombe und extrem vielfältig in der Zubereitung. Er ist sowohl roh in Salaten und Smoothies, als auch angedünstet zu Pasta oder in der Gemüsepfanne sowie in Suppen und Eintöpfen superlecker. Und natürlich macht er sich auch ganz wundervoll in der Mittwochs-Gemüsewähe;)
Ich persönlich finde Palmkohl auch deshalb eine tolle Pflanze, weil er beinahe zum Baum heranwächst und ich Blatt um Blatt ernten kann, ohne die Wurzeln auszureissen. So könnt ihr die ersten grossen Blätter verzehren, während noch viele weitere vor sich hinwachsen und wir wissen, dass sie uns sicher durch die ersten kalten Monate bringen werden.

Palmkohlpflanze
Palmkohl-Quiche

Und wenn ihr doch mal Lust habt uns oder eure Liebsten mit einer Mittwochs-Wähe zu überraschen:

Für diese Quiche wird eine Mischung aus 50g Käse, 3 Eiern und 5dl Rahm, Salz Pfeffer und Muskatnuss auf einem Kuchenteig verteilt und 150 davor angedünsteter Palmkohl spiralförmig hineingezogen. Garniert wird das ganze Mit Mandeln.
Der Ofen wird auf 220 Grad vorgeheizt, die Quiche wird dann aber 20 Minuten bei nur 180 Grad gebacken.

Ich selbst stehe nicht so auf so viel Rahm und Eier und würde alternativ den Palmkohl mit etwas Wirz oder Kabis andünsten, dann ca. 100-200 ml Sojarahm dazugeben, salzen, pfeffern und vielleicht obendrauf einige Scheiben Tomaten oder Zucchini für die Farbe und ab in den Ofen.

E Guete.

Verabschieden möchte ich mich diese Woche mit zwei etwas überdimensionalen Kreationen.

Riesenzucchetti
überreife Gurke

Ups, die wurden wohl übersehen;)
Herzlich und bis nächste Woche

Jula

Kategorie: Plauderei

28. September 2023

September 28, 2023 by Seraina Kommentar verfassen

Einmal diese Woche hatte ich behauptet, ich wolle nun noch die Sonne geniessen gehen. Als Jula und ich dann in der heissen Sonne vor uns hinkochten, beim Lauch ernten, wusste ich, dass es ein Fehlentscheid gewesen war. Nichts von geniessen, zu heiss.

Weite Teile des Felds schleichen sich bereits ab 14 Uhr in den Schatten. Der Schatten ist mindestens um diese Uhrzeit nach wie vor „the place to be“ (für uns).

herbstliche Pracht

Nur im Tunnel, besonders ganz links, ist es gar nicht prächtig. Dort möchte ich lieber die Augen schliessen. Es ist komisch weisslich gräulich dürr und bringt praktisch nur noch Kuriositäten hervor. Spätestens in 2 Wochen machen wir dort sauber.

Echter Mehltau bringt die Gurken zum Absterben
Kuriositäten der mangelversorgten Gurkenpflanzen

Auch die Tomaten strotzen nicht mehr vor Vitalität und die Früchte fühlen sich morgens bei der Ernte ungewohnt und unangenehm kühl an. Sicherlich gefallen ihnen die (teilweise empfindlich) kühlen Nachttemperaturen auch nicht mehr so sehr.

Dafür sind Asiasalate, Winterkopfsalate, Rucola, Koriander, Pak Choi und Krautstiel auf dem Vormarsch und wachsen freudig ihrer Pflanzzeit im Tunnel entgegen.

Auch in der Tasche herbstelt es nun definitiv stark.

Tomaten, Radiesli, Kürbisschnitz, Fenchel, Gürkli, Lauch, Peperoncini, Peperoni, Aubergine(n) und Bataviasalat

Es ist die reichste Zeit. Fülle des Sommers und Herbstes, besser geht es kaum und besser kommt es nimmer.

Dasselbe gilt für eure Arbeitseinsätze 🙂 Wer noch nicht (genug) hat, kommt bald noch! Im Winter wirds enger und unangenehmer…

Ps. Radieslikraut bereichert, fein geschnitten, deinen Salat. Oder kurz angedünstet, auch fein geschnitten, mit Zwiebeln und Knoblauch, dein Risotto oder deine Pasta.

Ich bin dann mal weg. Dank an Jula und Marianne. Bis in 3 Wochen!

von Herzen, Seraina

Kategorie: Plauderei

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