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Verein Solimatt

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Plauderei

Hallo alle zusammen

Juli 18, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

Bei der Hitze der letzten Woche war ich wirklich dankbar, dass ich mich im etwas kühleren Schopf der Aussaat der Herbst- und Winterkulturen widmen konnte, während Marianne vollen Einsatz beim Bewässern zeigte.

Kaum vorstellbar, an den Winter, Zuckerhut, Federkohl und co zu denken, während ich mich gleichzeitig wie in Südfrankreich fühle mit dem Ausblick auf braune Wiesen und sich verfärbende Buchen am Hang gegenüber. Auch der stets präsente Wind im Nacken, erinnert mich an meine Zeit in Marseille und verstärkt enorm den Trockenheitsstress der Kulturen.

Dennoch stehen mittlerweile über 70 quick pots im Schopf, im kleinen Tunnel und auf dem Setztisch draussen. Wenn alles keimt, dann kommen die nächsten Wochen nochmal weit über 3500 Setzlinge in den Boden… in der Hoffnung, dass diese dann unter guten Bedingungen wachsen können und uns eine üppige Ernte im Herbst und Winter bescheren werden.

Einiges haben wir auch nochmals nachgesät oder in der Planung umgeändert, um Ausfälle und Erntelücken die durch die Trockenheit entstanden sind, vielleicht so umgehen zu können. Zum Beispiel haben wir Randen in quick pots gesät, da diese sich in diesem Jahr direkt im Freiland gesät richtig schwer tun. So gibt es dann hoffentlich doch noch einen Wintervorrat an Randen.

Im Vordergrund Randen, die wir normalerweise direkt säen.
Viele Schmetterlinge kommen beim Bewässern zum Trinken…
…während Marianne vollen Einsatz zeigt!

Diese Woche hat es in den grossen Körben die ersten Tomaten. Was für eine Freude!!! Und das Schönste ist: die Stöcke hängen richtig voll, so dass es bald viele Tomaten für alle geben sollte.


Brokkoli, der eigentlich noch Seitentriebe machen sollte, dies aber nicht tut.
Am Limit: Rotkabis

Korbinhalt KW 29

  • Salat
  • Zucchini
  • Rondini je nach Depotstelle
  • Petersilie glatt/kraus
  • Gurke
  • Krautstiel in den kleinen Körben
  • Tomaten in den grossen Körben
  • Bundrüebli
  • Basilikum
Erste Tomaten… Pink Tiger, Flonda, Black Cherry und co

Rezept

Zucchetti-Sahne-Sauce

  • 350g Zucchetti, grob geraffelt
  • eine Zwiebel, fein gehackt
  • 3 EL Olivenöl
  • 250g Rahm oder Alternative
  • 0,5L Gemüsebrühe
  • 1 Bund Peterli, fein gehackt
  • Zitronenabrieb
  • Salz, Pfeffer und Muskatnuss

Zwiebeln in heissem Öl bräunen, Zucchini zufügen und mitbraten. Die Brühe hinzufügen, kurz aufkochen lassen und anschliessend weiterköchelnd. Rahm hinzufügen, nochmals aufkochen lassen und dann reduzieren lassen, bis die Sauce dickflüssig ist. Petersilie hinzufügen und mit Zitronenabrieb, Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Mit Pasta servieren.


Sommerliche Grüsse, Kristin

Kategorie: Plauderei

Morgenstund hat Gold im Mund…

Juli 4, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

… oder doch der doch der frühe Vogel fängt den Wurm!? Jedenfalls hat sich das frühe Aufstehen in der heissen Woche definitiv für uns gelohnt und wir wurden mit manch magischen Sonnenaufgangmomenten belohnt!

Nachdem die Pflanzen die Hitzewoche mit Beschattung, Bewässerung, Sonnenbrand und verlangsamten Wachstum zumeist dennoch gut überstanden haben und wir unsere Arbeitszeiten in die frühen Morgen- und späten Abendstunden verlegt haben, waren wir diese Woche wieder vermehrt in unserem gewöhnlichen Rhythmus unterwegs.

Buschbohne mit Sonnenbrand

In den letzten Tagen konnten wir fast alle Setzlinge, die im Schopf, im kleinen Tunnel und auf dem Setzlingstisch die letzte Woche geduldig mit uns auf das Setzen warten mussten in den Boden bringen. Am Donnerstag hatten wir beim Feierabendjäten noch Hilfe von vielen fleissigen Händen… DANKE! So können nun diverse Kohle, Salate, Fenchel, Romanesco, Blumenkohl und co fleissig wachsen, um bald die Körbe zu bereichern.

Vor Kurzem noch so klein und nun schon bereits gesetzt – Salat und Lauchzwiebeln.

Weiterhin konnten wir diese Woche noch alle Schläuche, die wir zum Bewässern benutzen, mit Geka-Kupplungen ausstatten, so dass das Bewässern nun wie am Schnürchen laufen sollte.

Ein etwas anderes Stillleben

Die Schwalbenschwanzraupen, die sich verpuppt haben, sind nun nacheinander am Schlüpfen. Und es ist so eine grosse Freude, ihnen einen kurzen Moment der Aufmerksamkeit zu schenken und zu beobachten, wie sie sich für ihren Abflug bereit machen und dann zack… sind sie weg.

Momentan hat es auch viele Schachbrettfalter auf dem Feld. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft wurde diese Art an den Rand des Aussterben gebracht, da sie ein charakteristischer Falter der Magerwiesen ist. Seine Raupe ernährt sich von Süssgräsern – darunter die Aufrechte Trespe, eine bestandsbildende Art der Kalk-Magerwiesen. Interessant ist, das eine halbe Hektare dieser Gebiete ausreichen, um eine Schachbrettfalterpopulation zu erhalten.

Schachbrettfalter auf einer blühenden Zichorie, die überwintert hat .

Das Ernten am Mittwoch ist eine meiner liebsten Arbeiten. Dann kann ich voll und ganz die grosse Vielfalt bewundern, die es auf dem Feld hat. So viele Pflanzen, die dort wachsen und so viele verschiedene Sorten, die es bei den einzelnen Arten gibt. Auch bei den Zucchini gibt es eben nicht nur grün oder gelb.

Auch sehe ich, wie sich die verschiedenen Kulturen entwickelt haben und wie sich unsere Pflegemassnahmen auf die Kulturen auswirken.

Zucchinivielfalt…
… die nicht nur wir köstlich finden!
Das Jäten der Rüebli hat sich gelohnt.

Korbinhalt KW 27

  • Zucchini
  • Petersilie glatt/kraus
  • Gurke
  • Schnittmangold/Krautstiel/Kohlrabi je nach Depotstelle
  • Bundrüebli
  • Kirschen
  • Basilikum in den grossen Körben

Rezept

Zucchetti-Tätschli mit Joghurtdip

Dip

  • 300g Joghurt griechische Art nature
  • 1/2 TL Salz
  • wenig Pfeffer
  • 1/2 Bund Minze oder Peterli grob gehackt

Tätschli

  • 700g Zucchetti, grob geraspelt
  • 1 TL Salz
  • 200g Feta, fein zerbröckelt
  • 70g Mehl
  • 1/2 Bund Dill oder Peterli, grob gehackt
  • wenig Pfeffer
  • 1 EL Bratöl

Für den Dip alle Zutaten mischen.

Zucchetti in ein Sieb legen, mit Salz mischen und etwas 15min ziehen lassen. Dann die Zucchini gut ausdrücken und mit allen Zutaten mischen (ausser Rapsöl). Aus der Masse ca. 15 Tätschli formen. In einer Bratpfanne im heissen Öl portionenweise beidseitig beidseitig je ca. zwei Minuten ausbacken. Auf Haushaltspapier abtropfen lassen und mit dem Die servieren.


Allerliebste Grüsse, Kristin

Kategorie: Plauderei

Juhuuu die Kirschen sind reif!!!

Juni 18, 2026 by Kristin Metzner 1 Kommentar

So lässt es sich gut pausieren!

Basler Adlerkirsche, Gelterkinder, Läubler, Rote Lauber, Schauenburger, Kordia und noch viele andere Kirschsorten mehr wachsen auf den Wiesen und Weiden rund um die solimatt. So eine schöne Vielfalt, so wahnsinnig fein und unterschiedlich im Geschmack! Was für ein unglaublich grosses Glück, dass die Früchte bis jetzt von der Kirschessigfliege verschont geblieben sind und wir dank vieler helfender und ausdauernder Hände euch diese Woche zum zweiten Mal eine Auswahl in den Korb geben können!

Ernterei – mal effizient, mal kinderfreundlich, mal beides gleichzeitig.
Nach der Ernte kommt das Verlesen.

Den Brokkoli, den wie am ersten Mitmachtag in diesem Jahr gesetzt haben, wird nun erntereif und die ersten davon liegen in einigen Körben. Nur scheinen sie sich nicht so ganz entscheiden zu können, ob sie nun Blumenkohl, Brokkoli oder beides sein möchten und sind so divers in ihrer Erscheinungsform. Das Saatgut scheint nicht sehr formstabil gewesen zu sein. Ich bin gespannt, wie sich die Seitentriebe der verschieden Pflanzen entwickeln werden.


Noch ein grosses Dankeschön an an alle die am letzten Mitmachtag zum Helfen gekommen sind! Wir waren fleissig und konnten an diesem Morgen viele Arbeiten erledigen. Das Jäten der Rüebli hat sich definitiv gelohnt, sie sind seitdem nochmal ordentlich gewachsen und gestern konnten wir die ersten davon ernten.

Im Tunnel sind nun auch alle Tomaten hoch gebunden und die ein oder andere Frucht hängt schon an den Pflanzen. Auch konnten wir am Mitmachtag das Stützgerüst für Auberginen und Peperoni aufbauen, die letzten Kefen ernten, die Kürbisse von den Schneckenkrägen befreien und vieles mehr.

Diese Woche haben Marianne und ich noch viel Zeit in die Kulturenpflege investiert. Buschbohnen, Schnittmangold, Rüebli, Zuckermais, Süsskartoffeln und Kräuter wurden von den Beikräutern befreit und haben nun wieder mehr Platz und Luft zum Wachsen.


Im kleinen Tunnel sind die letzten Tage richtig viele Anzuchtplatten eingezogen! Bald kommt die letzte Lieferung Setzlinge von der Oberen Wanne (DANKE für diese wunderbaren Pflanzen) und ab jetzt wir für die Anzucht der Setzlinge verantwortlich. Jetzt heisst es doch tatsächlich schon wieder an den nächsten Winter denken… und roten und grünen Federkohl und Palmkohl säen. Verrückt, oder? Zum Glück hat es da auch diese lauschige Hitzen im Tunnel und den Fenchel, Salat, Blumenkohl und co – und lässt mich so noch voll und ganz im Sommer sein . 😉


Unser Korb in der KW 25

  • Salat
  • Rettich
  • Zucchini
  • Kräuter
  • Blumenkohl und/oder Brokkoli
  • Gurken je nach Depotstelle
  • Schnittmangold je nach Depotstelle
  • Rüebli
  • Kirschen

Der Rettich im Korb ist so richtig schön scharf! Das gibt einen ordentlichen Schub Senföle, die entzündungshemmend und antibakteriell sind. Mit Zürcher Markt und Ostergruss rosa findet ihr im Korb zwei Vorsommer/Sommerrettiche, die ProSpecieRara-Sorten sind. Grob geraffelt mit etwas Oel, Salz, Essig und Kräutern schmecken diese einfach unglaublich lecker auf einem Butterbrot.

Wem der Rettich zu scharf ist, der salzt ihn, lässt ihn Wasser ziehen und tupft ihn dann ab.

Liebe Grüsse, Kristin

Kategorie: Plauderei

Liebe alle

Juni 4, 2026 by Kristin Metzner 1 Kommentar

Nun haben wir Menschen und der Pflanzplatz einen Kälte- und einen Hitzeeinbruch mit einem rasanten Übergang überstanden und am Sonntag stand ich daheim dann absolut fassungslos am Fenster… Hagel und zwar was für einer! Noch nie habe ich solch grosse Hagelkörner (walnussgross) gesehen und das Ganze wollte gar nicht mehr aufhören. Und schon bald die erlösende Nachricht: kein Hagel in der Baselmatt!!! Ich war und bin immer noch so dankbar, dass wir verschont geblieben sind und fühle mit denjenigen mit, die es erwischt hat! Eine Horrorvorstellung…

Die Kürbisse haben den Kälteeinbruch gut überstanden.

Diese Woche war das Wetter äusserst wüchsig und alle Setzlinge, die in letzter Zeit in den Boden gekommen sind, sind gut angewachsen und wortwörtlich explodiert. Auch das Gesäte ist am Keimen und Gedeihen und so mancher Stress meinerseits bei gesäten und nicht keimen wollenden Rüebli und Peterliwurzeln ist vergessen.

Die Pastinaken haben leider wirklich nicht gut gekeimt, so haben wir nochmals gesät und jetzt heisst es wieder sich in Geduld üben und abwarten – Pastinaken sind Dunkelkeimer, haben eine schlechte Keimrate und brauchen zwei bis vier Wochen, bis sie sich zeigen.

Wir haben uns in dieser Woche vor allem zwei Dingen gewidmet: Kulturpflege und professionelle Kefenernterei (24.9kg!). Grossen Dank an alle, die beim Kefen ernten geholfen haben – eine Kefe lässt sich dann doch immer wieder finden! 😉

Rüebli, Peterliwurzeln, Buschbohnen, Blumenkohl, Lauch, Schnittmangold freuen sich nun über aufgelockerten Boden und weniger Konkurrenzdruck seitens der Beikräuter. Die Tomaten konnten wir auch schon ausgeizen und nach oben ziehen.

Lieblingsbeschäftigung – Rüebli jäten
Lieblingsbeschäftigung meinerseits – Kefen ernten und dabei Raritäten ausfindig machen.

Ein Überbleibsel vom Winter sind die Lauchpflanzen im Anzuchtbeet, die nun kurz vor der Blüte sind. Wir haben diese mit Absicht stehen lassen, da wir einerseits die Blüten so schön finden, aber vor allem weil wir damit den vielen Insekten eine Nahrungsquelle bieten möchten, die im und ums Feld unterwegs sind.

Manch eine wartet auf die Geburt (Kuh hinten links), wir warten auf die Lauchblüte und die Wildbienen.
Schwalbenschwanzraupen in sämtlichen Altersstadien – sie gedeihen prächtig!

Korbinhalt in der KW 23

  • Radieschen
  • Salat
  • Fenchel
  • Kohlrabi
  • Kefen
  • Gurken in den grossen Körben

Rezept

Kohlrabisuppe mit Kefen (für 2 Personen) nach Annemarie Wildeisen

  • 1 Kohlrabi
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 EL Butter
  • 1 dL Weisswein
  • 3 dL Gemüsebouillon
  • 2 dL Milch
  • 100g Kefen knackig gegart
  • 2-3 EL Olivenöl
  • 1 1/2 EL geriebener Sbrinz
  • Salz und Peffer
  • 1 dL Rahm
  • 1 Prise Muskat
  • 4 Scheiben Baguette oder anderes Brot

Das (zarte) Grün der Kohlrabi abschneiden, hacken und auf die Seite legen. Die Kohlrabi schälen (vielleicht geht es auch ohne schälen!?), danach in Scheiben und dann in Stäbchen schneiden.

In einer Pfanne Butter erhitzen, Zwiebel darin glasig dünsten, Kohlrabi und evtl. auch etwas Kohlrabigrün beifügen und mitdünsten. Weisswein dazu giessen und fast vollständig einkochen lassen. Dann Bouillon und Milch dazu und Suppe zugedeckt bei kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Kohlrabi gut weich sind.

Gegarte Kefen quer in feine Streifen schneiden und die Hälfte davon beiseite stellen. Den Rest der Kefen mit dem Olivenöl in einen hohen Becher geben und mit dem Pürierstab mixen. Sbrinz unter die Paste mischen und dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Suppe sehr fein pürieren. Rahm beifügen, Suppe erneut aufkochen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Baguettescheiben in Toaster rösten. Mit Kefenpaste bestreichen. Suppe anrichten und mit Kefenstreifen und Kohlrabigrün garnieren. Suppe zusammen mit den Kefen-Brötchen servieren.


Die ersten Zucchini gibt es diese Woche an der GV zum Abendessen und nächste Woche reicht es vielleicht dann schon für alle im Korb. Wie schön, dass der Korb nun Schritt für Schritt etwas reichhaltiger wird.

Von der prachtvollen Blüte…
…zur strahlenden Frucht.

Euch allen ein schönes Wochenende und vielleicht bis bald an der GV oder am Mitmachtag, Kristin

Kategorie: Plauderei

Hallo zusammen

Mai 21, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

Nachdem es ja letzte Woche noch kalt und regnerisch war, wurde es diese Woche mit jedem Tag ein bisschen wärmer und bei jedem Gang vorbei an den bepflanzten Beeten freue ich mich über die nun rasch wachsende Pracht. Jetzt gibt es wieder mal richtig viel zu tun!

Kefe ‚Norli‘ in voller Blütenpracht

Unser Hauptaugenmerk Anfang der Woche: den grossen Tunnel bepflanzen. Und juhu – endlich sind alle Tomaten, Auberginen und Peperoni gesetzt, Tomaten und Gurken sogar schon von vielen fleissigen helfenden Händen (danke danke danke!) hoch gebunden und nun heisst es wiederum warten, warten und nochmals ein bisschen warten, bis dann die ersten feinen Tomaten genascht werden können und ich die von mir heiss geliebte parmigana auf dem Teller vor mir habe. Ach, wie ich mich freue!!! 

Auch sehr freue ich mich über die Sortenvielfalt in unserem Tunnel… in den letzten Jahren habe ich schon (vor allem bei den Tomaten) viele Sorten kennen und schätzen gelernt und doch staune ich immer wieder, wie viele Sorten es gibt, die ich nicht kenne. Weltweit gibt es laut Experten über 10.000 verschiedene Sorten Tomaten – eine enorme Vielfalt! Wahrscheinlich sind es noch viel viel mehr, da viele Sorten gar nicht registriert sind. Die meisten unserer Sorten sind von ProSpecieRara und auf deren Internetseite lässt sich wirklich viel Spannendes über die einzelnen Sorten erfahren. 

Vorher ganz leer und wild…
… und dann alle schön in der Reihe!

Einen grossen Dank an Arthur für die Geduld beim Knacken der Baumnüsse!!! Sie stammen von den Nussbäumen grad neben der solimatt.


Der kleine aber feine Korbinhalt dieser Woche

  • Radieschen/Ostergruss/Mairüben
  • Salat
  • Fenchel
  • Randen
  • Kefen in einigen Körben
  • Baumnüsse und/oder Dörrbohnen

Da es (noch) nicht so viele Kefen hat, haben wir uns entschieden, die Kefen jeweils immer nur in einen Teil der Körbe zu geben. So kommt dann doch eine ordentliche Portion zusammen und sie lassen sich voll und ganz geniessen.


Was tun mit riesigen Randen?

Wie wäre es mit einer Wähe mit grob geraffelten Randen und Kartoffeln und noch Zwiebel dazu? Das Gemüse dünste ich kurz an und würze schon mal kräftig. Das Rezept für den Wähenteig nehme ich immer aus dem tiptopf. Für ein eckiges Backblech braucht es einfach die doppelte Menge und alles andere mache ich nach Lust und Laune… wichtigste Zutat für mich: viel Kümmel. 😉 Dazu ein feiner Salat… mmmh!!!


Bis bald, liebe Grüsse, Kristin

Kategorie: Plauderei

Endlich Regen…

Mai 8, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

… gab es in dieser Woche und wir konnten die Zeit davor und danach optimal nutzen, um unsere to-do-Liste abzuarbeiten und um viele Arbeiten genau zum richtigen Zeitpunkt zu erledigen!

Vor dem Regen:

  • Ersten Satz Buschbohnen säen
  • Zuckermais säen
  • Gesätes walzen
  • Kefen jäten
  • Stützgerüst für Kefen aufstellen
  • Rüebli jäten
  • Ernten
Während des Regens – Mittagessen und sich wahnsinnig über den Niederschlag freuen!!!

Nach dem Regen:

  • Blumenkohl und Kohlrabi jäten
  • Schnittmangold jäten und all die fiesen Quecken und Winden entfernen
Die wollen alle auch in die Erde!

Puppe vom Marienkäfer
Hallo Holzbiene

Beim Ernten ist mir diese Woche eine grosse Vielfalt an Insekten begegnet… ich bin so richtig in Stress gekommen, dass nicht ohne Ende Insekten in den Kisten landen!

Auf dem Koriander, den wir im Tunnel haben stehen lassen und der jetzt prächtig blüht, hat sich während des Regens eine blauschwarze Holzbiene ausgeruht. Sie ist die Wildbiene des Jahres 2026, gilt in der Schweiz als gefährdet und auf den ersten Blick liesse sich auch vermuten, es könnte eine Hummel sein, so gross wie sie ist. Dank des Klimawandels ist sie immer öfters anzutreffen und lässt sich oft schon hören, bevor sie ins Blickfeld kommt… sie brummt wirklich laut. Die Holzbiene ist alleine unterwegs und ein meist friedfertiges Wesen. Gesammelt werden Pollen und Nektar an verschiedenen Pflanzen, wobei sie sehr gerne Schmetterlings-, Lippen- und Korbblütler anfliegt. Fördern lässt sie sich durch das Liegenlassen von trockenem Totholz an einem sonnigen Platz, denn darin nagen die Weibchen mit Hilfe ihrer Beisswerkzeuge ihre bis zu 30cm langen Nisthöhlen. Meist in dem gleichen Holz, in dem das Weibchen selbst geschlüpft sind! Also das Totholz so lange liegen lassen, bis es komplett unterhöhlt ist…


Vor allem auf den weissen Radieschen (Eiszapfen) haben wir schwarze Flecken und Deformationen beim Ernten entdeckt. Dies hat uns natürlich sofort zum Diskutieren gebracht, was denn der Auslöser sein könnte und ich habe dann auch gleich noch mein wissendes Netzwerk aktiviert, um mehr herausfinden zu können. Und ja, das Netzwerk funktioniert wirklich gut… danke! Vermutlich handelt es sich dabei um die Rettichschwärze. Eine Pilzerkrankung, die auf feuchten und kalkreichen Böden oder wiederholtem Anbau auf den gleichen Flächen vorkommt. Die Sporen überdauern nämlich im Boden. Spannend ist, dass die weissen Sorten stärker infiziert werden. Unser Fazit: Anbaupausen unbedingt einhalten und vielleicht auf weisse Sorten in Zukunft verzichten.

Rettichschwärze an den Eiszapfen

Beim Jäten vom Schnittmangold, ist mir mal wieder aufgefallen, wie stark doch die Wurzelausläufer (Rhizome) der Gemeinen Quecke sind. Hierzulande auch Schnürgras genannt, handelt es sich um ein sehr hartnäckiges, ausdauerndes Wurzelunkraut, aus dem sogar noch aus den kleinsten Rhizomstückchen wieder neue Pflanzen wachsen können.

Doch dank des Regens und der Grabgabel konnte ich viele Pflanzen mitsamt des Rhizoms aus dem Boden ziehen. Die Ende der Wurzelausläufer sind so hart und spitzig, dass sie gefühlt durch alles hindurch wachsen können und ich schon während meiner Laufbahn in vielen Kartoffeln schöne Tunnel geschaffen durch die Quecke entdecken konnte.

Gemeine Quecke mit ihren harten und spitzigen Rhizomenden

Eine wunderschöne und feine Vielfalt auf dem Feld und…

… im Korb

  • Radieschen
  • Rhabarber aus Balsthal
  • Schnittlauch
  • Schnittsalat
  • Salat
  • Rucola
  • Frühlingszwiebeln
  • Knoblauch frisch
  • Winterrettich
  • Randen

Rezept

Crumble mit Rhabarber

Für die Streusel braucht es:

  • 100g Mehl
  • 30g zarte Haferflocken
  • 30g Mandeln oder Nüsse gehackt
  • 80g kalte Butter
  • 90g Rohzucker
  • 1 Prise Salz

Für die Rhabarberschicht braucht es:

  • +/- 400g Rhabarber geputzt gewogen
  • 30g Zucker
  • 10g Speisestärke oder Puddingpulver
  • wer mag Vanille gemahlen

Für die Streusel alle trockenen Zutaten sowie die kalte Butter in Stückchen mit der Küchenmaschine, Knethaken oder von Hand zu Streuseln verarbeiten. Die Streusel im Kühlschrank lagern, während das Obst vorbereitet wird.

Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Rhabarber putzen und in 1-2 cm große Stück schneiden. Mit Zucker, Stärke und Vanille mischen. In eine leicht gefettete, ofenfeste Form geben.

Die Streusel über dem Obst verteilen. Crumble rund 30-35 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind.

Schmeckt direkt aus dem Ofen, lauwarm oder abgekühlt… pur, mit Vanillesosse, Schlagrahm oder Vanilleeis! Mmmmmh…


Ein schönes Wochenende euch allen, rhabarbärige Grüsse Kristin

Kategorie: Plauderei

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