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Hallo zusammen!

Oktober 30, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

Anzuchtplattenturm

Da steht er die Tage nun vor mir dieser Turm aus QuickPots (Anzuchtplatten für Setzlinge) und mein Hirn fängt an zu rechnen… 90 Platten aufwärts, denn irgendwo stehen ja sicher noch diverse vergessen gebliebene rum… mit je 54 Vertiefungen… und irgendwann Ende August waren ja tatsächlich mal alle gleichzeitig belegt, so dass wir mit Kisten und Saatschalen improvisieren mussten und dann waren sie teilweise auch mehrfach belegt… minus der Zahl an Samen, die nicht gekeimt sind, obwohl wir diese Saison eine sehr gute Keimrate hatten… und teilweise liegen ja auch mehrere Samen in einer Vertiefung… nun ja, jetzt nicht zu kompliziert werden… jedenfalls komme ich grob und schnell gerechnet auf die Zahl 6500! Und ich finde diese Zahl also sehr eindrücklich – 6500 Setzlinge, die seit Ende Juni bei uns auf der solimatt gewachsen sind. Samen, die alle in unseren Händen lagen, Keimlinge und Setzlinge die wir mit grosser Sorgfalt gepflegt und gehegt haben, Pflänzchen die von vielen fleissigen Händen in die Erde gesetzt wurden, Pflänzchen, denen gute Worte zugeflüstert wurden in Anbetracht ihres Daseins unter der Hitze und Gemüse, dass schlussendlich in den Körben gelandet ist oder noch landen wird. Da huscht ein sehr zufriedenes Lächeln über meine Lippen, ich bin stolz auf uns und dann kann es auch schon wieder weiter gehen mit den letzten Setzlingen, die im grossen Tunnel darauf warten, von uns gesetzt zu werden!

Marianne setzt Krautstiel, ich Portulak
Einfach nur wunderschön!

Während wir im Tunnel am Setzen waren, wurden auch fleissig Baumnüsse aufgelesen. Diese dürfen nun noch im Heizraum nachtrocknen und lassen sich im Winter dann in den Körben finden.

Ein Teil der grünen Tomaten, der am letzten Mitmachmorgen geerntet wurde, ist an der Wärme wunderbar nachgereift, so dass wir die Gelegenheit genutzt haben, eine Ladung davon in den Dörrofen zu geben. Nun hat es feine getrocknete Tomaten für den Wintervorrat.

Ebenfalls habe wir beim Ernten vom Knollensellerie die schönen Herzblätter gesammelt, um diese zu trocknen und sie so haltbar zu machen.


Neben dem Setzen, Sammeln und Konservieren liegt unser Fokus weiterhin beim Ernten des Lagervorrats. Neben einer beeindruckend guten Ausbeute Süsskartoffeln, sind nun auch kleine Knollensellerie und riesige Superschmelz abgeerntet.

Als nächstes sind dann die Randen an der Reihe, da diese einen Frostschaden bekommen können, welcher zu einer Schwarzfärbung der Randen im Inneren der Frucht führen kann.

Stechgabel im Dauereinsatz

Gemüsekorb in der KW 44

  • Endivien
  • Castelfranco
  • Petersilie glatt/kraus
  • Majoran
  • Peperoni oder Aubergine
  • Rettich
  • Schnittmangold
  • Rüebli

Rezept

Geschmorte Endivie

  • Endivie glatt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 40g Pinienkerne
  • 40g Kapern gesalzen oder eingelegt
  • 100g Rosinen, in Wasser eingeweicht
  • 10 schwarze Oliven
  • 2EL Olivenöl
  • 1 Prise Salz
  • Saft einer Zitrone
  • Chili nach Belieben

Falls die Kapern gesalzen sind, dann diese zuerst entsalzen (in kaltes Wasser einlegen und mehrmals das Wasser wechseln.).

Vom Endivien Strunk und nicht schöne Blätter entfernen. Die schönen Blätter je nach Grösse halbieren oder in Streifen schneiden und dann waschen. Die geschnittenen Blätter drei Minuten in Salzwasser blanchieren, abseihen und gut abtropfen lassen.

Währenddessen den Knoblauch (ganz), Rosinen, Kapern, Pinienkerne und Oliven in Olivenöl in einer Pfanne anbraten. Wenn das Ganze duftet und etwas knusprig ist, den Knoblauch entfernen.

Endivienblätter gut vom restlichen Wasser ausdrücken. Danach die Blätter mit in die Pfanne geben, mitbraten und mehrmals wenden. Mit Salz, Zitronensaft und wer mag mit Chili abschmecken. Die Endivie sollte weich sein und schön vom Olivenöl glänzen.

Eine neapolitanische Beilage, die zu vielem gegessen werden kann und auch kalt oder lauwarm fein mit Brot schmeckt. In manchen Rezepten werden zur Endivie noch Sardellenfilets hinzugefügt, um das Aroma zu verstärken.

Jedenfalls… buon appetito!


Der Wind letztes Wochenende hat an der Folie vom Tunnel seine Spuren hinterlassen – ein grosses Dankeschön an Philipp fürs Flicken!

Herbstliche Grüsse an alle, Kristin

Kategorie: Plauderei

Zeit, die Ernte einzufahren!

Oktober 15, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

Wow wow wow – knappe zwei Wochen weg und so viel hat sich in dieser Zeit auf dem Feld verändert! Es ist erstaunlich, wie viele Kulturen nochmal richtig gewachsen sind und sich nun voller Kraft und Schönheit meinen Augen präsentieren. Ich bin beeindruckt, dankbar und erstaunt, wie viele Kulturen sich von der Hitze und des damit verbundenen Stress des Sommers erholt haben und dann auch noch die Trockenheit der letzten Wochen so gut überstanden haben (teilweise haben wir einzelne Kulturen nochmal bewässern müssen)

Umso schöner war es, dass wir am vergangenen Samstag bei Regen zusammen arbeiten und Erntedank feiern konnten! Dank vieler fleissiger MithelferInnen konnten wir am Morgen trotz des herbstlichen Wetters einige Arbeiten von unserer Wandtafel streichen.

Die ganze Kürbisernte ist eingefahren, die Tomaten konnten ein letztes Mal geerntet und dann abgeräumt werden, Schnittsalat, Rucola und Peterli wurden vom Beikraut befreit und prächtige Spitzkohle warten nun im Kühler darauf, beim nächsten Mitmachtag zu Sauerkraut verarbeitet zu werden.

Nach getaner Arbeit gab es dann sehr sehr feine Pizza aus dem Holzofen von Francesco mit dem Gemüse und eingemachtem sugo vom Feld und Mehl und Käse vom Hof Baselmatt. Mmmhhh… einfach nur unglaublich lecker.


Im Korb findet ihr diese Woche Brokkoli der neu gezüchteten Bio-Sorte Rasmus. Sie hat einen milden und feinaromatischen Geschmack. Wir haben mit Absicht einige Blätter mit geerntet, denn diese passen wunderbar in eine herbstliche minestra und dadurch dass der Strunk kräftig und nicht verholzend ist, lässt dieser sich ebenfalls gleich mitverarbeiten.

Nach der Haupternte bildet diese Sorte viele Seitentriebe, die wir nun fortlaufend als Sprossenbrokkoli ernten werden können.


Momentan stehen viele Beete im Zeichen der Kohlgemüse. Schon erstaunlich wie gross die Vielfalt an Farben, Formen und Geschmacksrichtungen dieser ist. Sie gehören wie Radieschen, Rettich und Rucola zur Familie der Kreuzblütler. Die Kohlgemüse werden nach dem Teil der Pflanze, den wir verzehren, unterteilt in: Kopf- und Blattkohle, Blüten- und Knospenkohle und zuletzt Stängel- und Knollenkohle.

Die Starkzehrer Kohlgewächse sind einem grossen Krankheits- und Schädlingsdruck ausgesetzt und deshalb ist es wichtig, dass die Anbaupausen eingehalten werden und sie nicht mit frischem Mist gedüngt werden. Zusätzlich kommen bei uns noch Kulturschutznetze zum Einsatz, um den Einsatz von biologischen Pflanzenschutzmitteln möglichst gering zu halten.

Ich finde, der Mehraufwand hat sich definitiv gelohnt!


Inhalt Gemüsekorb in der KW 42

  • Endivien frisée
  • Schnittsalatmischung mit Rucola
  • Petersilie glatt/kraus
  • Koriander
  • Tomaten
  • Chili
  • Frühlingszwiebel
  • Radieschen
  • Chinakohl
  • Federkohl grün/rot
  • Brokkoli
  • Rüebli
  • Peperoni
  • Kürbis
  • Kohlrabi je nach Depotstelle
  • Aubergine je nach Depotstelle
  • Zucchini je nach Depotstelle

Rezept

Chinakohl-Lasagne (für 4 Personen)

  • 1 Chinakohl
  • 2 Zwiebeln, klein geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst oder klein gehackt
  • Bratöl
  • 250g Frischkäse nature
  • Petersilie
  • 200g Vollrahm
  • 2 Eier
  • 4 EL Sonnenblumenkerne, angeröstet
  • 9 Lasagneblätter
  • Salz
  • Pfeffer gemahlen
  • Echter Kümmel oder Kreuzkümmel nach Belieben

Den Chinakohl in ganz feine, dünne Streifen schneiden und zusammen mit den Zwiebeln und den Knoblauchzehen fünf bis zehn Minuten in etwas Bratöl anschwitzen (erst nur das Weiße vom Chinakohl, später das Hellgrüne des Chinakohls mit hineingeben).

Die Petersilie fein hacken und mit dem Frischkäse verrühren, salzen und pfeffern. Die Sahne und die Eier verquirlen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Wer Kümmel (vielleicht auch Kreuzkümmel) gerne hat, würzt auch noch damit.

Eine Auflaufform einfetten, anschließend einen kleinen Schuss von dem Sahne-Eiergemisch hinein geben und drei Lasagneblätter darauf verteilen. Dann die Hälfte der Kohlmasse, wieder drei Lasagneblätter, andere Hälfte der Kohlmasse, weitere 3 Lasagneblätter und obenauf den Guss aus Sahne und Eiern in die Auflaufform geben.

Zum Schluss Frischkäse und Sonnenblumenkernen darauf geben und alles bei ca. 200°C für etwa 30 Minuten im Ofen backen, bis die Oberfläche schön gebräunt ist!


Liebe Grüsse, Kristin

Kategorie: Plauderei

Sonnige Freitagsgrüsse vom Feld

September 25, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

Schon fast wieder eine Woche vorbei… diese Woche haben wir uns bis jetzt vor allen mit der Pflege diverser Kulturen beschäftigt. Keimender Spinat wurde von Winden und Disteln befreit, bei den Rüebli und beim Endivien wurde das Beikraut entfernt, so dass diese wieder etwas mehr Raum und Luft haben und der Palmkohl wurde auch gejätet, um ihn anschliessend mulchen zu können. Auch war die Radhacke viel im Einsatz – vor allem bei den Wintersalaten und beim Lauch, um den Boden zu lockern und um die Kulturen zum Wachsen anzuregen.


Am letzten Mitmachtag haben wir uns vor allem dem Sichermachen des oberen Feldes gewidmet. Rehe lieben es im Herbst aufs Feld zu kommen und die Herzblätter aus den Wintersalaten zu fressen. Um dies zu verhindern, haben wir alle Wintersalate oben gepflanzt und nun ist das obere Feld durch neue Türen und Tore hoffentlich definitiv rehsicher. Nur nicht vergessen, am Feierabend alles zu schliessen…


Diese Woche findet ihr die erste Zichorie der Saison im Korb. Als Eingewöhnung in die ‚Bittersaison‘ starten wir gleich mal so richtig bitter. Catalogna/Blattzichorie mit ihren löwenzahnähnlichen Blättern gilt nämlich als die bitterste aller Zichoriensalate. Die im Salat enthaltenen Bitterstoffe sind verdauungsfördernd und auch die Vitamine und Mineralstoffe machen Catalogna zu einem wertvollen und gesunden Gemüse. Catalogna ist nicht winterhart, blüht blau und hat eine vergleichsweise lange Kulturdauer. Wie alle Zichoriensalate stammt die Blattzichorie von der Wegwarte ab.

Die zarten Herzblätter können als Salat, aber auch so wie die gröberen Blätter gekocht oder kurzgebraten werden. Ein Rezept dazu findet sich weiter unten.


Im kleinen Tunnel wachsen nun fleissig die definitiv letzt gesäten Pflänzchen dieser Saison für den Anbau im Tunnel über den Winter und in den Frühling hinein. Dazu zählen Portulak, verschiedene Asiasalate, Pak Chor, Tatsoi, Rucola, diverse Winterkopfsalate, Krautstiel und Koriander.

Koriander
Portulak
Tatsoi
Asiasalat – dicht gesät durch Kinderhand 😉
Winterkopfsalat Tremont
Winterkopfsalat Valdor

In der KW 37 im Korb zu finden

  • Endivien frisée
  • Catalogna
  • Petersilie glatt/kraus
  • Basilikum
  • Tomaten
  • Chili
  • Bohnen
  • Lauch
  • Kohlrabi und/oder Fenchel
  • Peperoni und/oder Gurke
  • Aubergine je nach Depotstelle
  • Rüebli in den grossen Körben

Rezept

Catalogna-Pasta mit Pinienkernen (für 2 Personen)

  • 350g Catalogna
  • 175g Orecchiette
  • Salz
  • 2EL Pinienkerne
  • 1/2 Zitrone
  • 3EL Olivenöl
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Parmesan

Vom Catalogna den Wurzelansatz wegschneiden und den Salat waschen. Catalogna längs halbieren, schöne Blätter abtrennen, Herzen wiederum längs halbieren. Pasta, Blätter und Catalognaherzen in Salzwasser 13–15 Minuten köcheln lassen. Währenddessen Pinienkerne in einer Pfanne leicht rösten und die Zitrone auspressen. Pasta und Catalogna abgiessen und abtropfen lassen. Zurück in die Pfanne geben. Mit Öl und Zitronensaft mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Anrichten und mit Pinienkernen bestreuen. Parmesan darüberreiben. Wer mag noch etwas frische oder getrocknete Chili darüber!

Buon appetito!


Zuletzt noch eine kleine Erinnerung:

10.10. Solimatt-Erntedank – 9:00-12:00 Mitmach-Morgen anschliessend Pizza aus dem Holzofen von Francesco mit Gemüse von uns; ein Dessert darf sehr gerne mitgebracht werden.

Bitte meldet euch bis 04.10. im juntagrico oder per mail (gartenteam@solimatt.ch) an, so dass wir besser die Teigmenge planen können! Ihr dürft auch ’nur‘ zur Pizza kommen… 😉


Gemüsige Grüsse und schöne Herbstferien, Kristin

Kategorie: Plauderei

Hallo Herbst!!!

September 10, 2026 by Kristin Metzner 1 Kommentar

Hallo Gummistiefel, Faserpelz, Mütze, Stricksocken und lange Hose! Nach einer gefühlten Ewigkeit in kurzer Arbeitshose war es gestern dann soweit… über das taunasse Feld in Gummistiefeln laufen und so richtig spüren, dass der Herbst nun kommt. Wunderschön und doch etwas wehmütig bin ich. Der Setzlingstisch ist nun wirklich leer, die letzten Sommersalate wachsen, die Gurkenpflanzen verabschieden sich und die Gedanken schweifen manchmal schon in Richtung Saisonplanung 2027.


Letze Woche haben wir einen Teil der Buschbohnen mit dem Fadenmäher gemäht. Wir haben uns für das Mähen des Krauts entschieden, da so die Wurzeln der Pflanzen im Boden bleiben. An den Wurzeln von Bohnen (und auch den Wurzeln anderer Leguminosen) sitzen kleine Knöllchenbakterien (siehe Bild), die die Fähigkeit besitzen, elementaren Stickstoff aus der Luft zu fixieren und in pflanzenverfügbares Ammonium umzuwandeln. Dadurch müssen Bohnen nicht mit Stickstoff gedüngt werden und durch das Einarbeiten/Belassen der Ernterückstände/Pflanzen an Ort und Stelle wird der gebundene Stickstoff im Boden frei und steht diesem dann zur Verfügung.

Wurzeln einer Buschbohnenstaude mit Knöllchenbakterien

Pinker und gelber Krautstiel an einer Pflanze – wie ist das möglich?

Immer wieder denke ich mir: Jetzt habe ich mir doch so Mühe beim Säen vom Krautstiel gegeben, wirklich nur ein Korn pro Mulde abgelegt und jetzt wachsen da doch wieder mehrere Pflänzchen – wieso!? Des Rätsels Lösung: Krautsielsamen sind botanisch gesehen ein Knäuel aus mehreren Blüten beziehungsweise Samen und bei genügend Feuchtigkeit keimen meist alle Samen aus dem Knäuel.

Grün grün grün sind alle meine Farben – mit ein paar Farbtupfern!

Diese Woche findet ihr in euren Körben die letzten Fellenberg-Zwetschgen dieses Jahres und die ersten Hauszwetschgen. Hauszwetschgen sind deutlich kleiner als Fellenberger, fest im Fruchtfleisch und würzig-aromatisch im Geschmack. Sie eignen sich wunderbar zum Dörren und wir hoffen nächste Woche die Zeit zum Ernten und zum Rüsten zu finden, so dass wir von den feinen Aromen etwas mit in den Winter nehmen können. Wer Zeit und Lust zum Ernten und/oder Rüsten hat – gerne bei uns melden.

Links Hauszwetschge, rechts Fellenberg-Zwetschge

Der Korbinhalt in der KW 37

  • Salat
  • Rucola
  • Frühlingszwiebeln
  • Zucchini
  • Krautstiel bunt
  • Petersilie glatt/kraus
  • Basilikum
  • Tomaten
  • Peperoni/Gurke/Aubergine/Rondini/Bush delicata je nach Depotstelle
  • Rüebli und Schnittlauch in den grossen Körben

Rezept

Gebratene Bergkäse-Nockerl auf Krautstiel mit Zitronenbutter (für zwei Portionen)

Bergkäse-Nockerl:

  • 30g Butter
  • 1 Schalotte oder kleine Zwiebel, grob gehackt
  • 1 EL Peterli, gehackt
  • 1 EL Thymian, gehackt
  • 100g altbackenes Weissbrot, gehackt
  • 2 Eier
  • 100g Bergkäse, gerieben
  • 1dl warme Milch
  • Salz, Pfeffer und Muskat
  • Bratbutter oder Bratöl

Zitronenbutter:

  • 25g Butter
  • 15g Hasel- oder Baumnüsse, grob gehackt
  • 1/2 EL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer

250g Krautstiel mit Blättern

Zitronenzesten zum Garnieren

Die Schalotte/Zwiebel in der Butter dünsten. Vom Herd nehmen und Kräuter, Brot, Eier und Käse beigeben. Alles gut vermischen und so viel Milch dazugeben, dass die Masse gut formbar ist. Mit Salz, Muskat und Pfeffer würzen und 15min ruhen lassen.

Mit den Händen oder mit zwei Löffeln ovale Nockerl (Klösschen) formen und in knapp kochendem Salzwasser 10 min ziehen lassen. Herausnehmen, abtropfen und erkalten lassen. Danach längs halbieren und in der Bratbutter oder dem Bratöl goldbraun braten. Warm stellen.

Für die Zitronenbutter die Butter schmelzen, Nüsse darin rösten und mit Zitrone, Salz und Pfeffer würzen.

Krautstiel in Blätter und Stengel trennen, in Stücke schneiden und separat in gesalzenem Wasser kochen.

Krautstiel auf Teller verteilen, Nockerl darauf anrichten. Zitronenbutter aufschäumen lassen, darüber verteilen. Mit den Zitronenzesten garnieren.

Guten Appetit!


Lieben Gruss, Kristin

Kategorie: Plauderei

Während…

August 20, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

…sich am Mittwoch zu früher Morgenstunde im Folientunnel ein schön anzusehender Kartoffelkäfer und eine perfekt getarnte Grüne Reiswanze auf einem Auberginenblatt zu einem gemütlichen Morgenplausch und vielleicht auch zu einem anschliessendem gemeinsamen Mittagessen an zarten Blüten der Aubergine treffen – tut sich auf und rund um das Feld einiges!

(Anmerkung: die invasive Grüne Reiswanze ist die letzten Jahre dank der Klimaerwärmung immer öfters in unseren Breitengraden anzutreffen, saugt Pflanzensaft und sorgt somit für Folgeschäden in vielen verschiedenen Gemüsekulturen. Im Gegensatz zu der heimischen Stinkwanze ist diese sattgrün und hat weisse Schwielen auf dem Rückenschild. Die Nymphen sehen in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien sehr unterschiedlich aus.)

So viele fleissige Hände sind unterwegs!

Zwei Paar Hände ernten feine Bühler Zwetschgen für den Korb. Diese werden am Nachmittag wiederum von anderen Händen verlesen und in Schachteln abgefüllt.

Junge und jung gebliebene Hände ernten und bündeln krause und glatte Petersilie. Unser Petersilienbeet hat die letzten Wochen trotz der Hitze konstant für Kräuternachschub in den Körben gesorgt! Nun gehen die ersten Stöcke in Blüte… zum Glück haben wir schon wieder neue Petersilie ausgesät, die dann im Tunnel wachsen darf und im Winter für den Vitamin C-boost auf unseren Tellern sorgen wird.

Andere Hände ernten viele verschiedene Tomaten, bunten Krautstiel und mit viel Geduld Busch- und Stangenbohnen. Diese Kulturen haben in den letzten Wochen ordentlich Ertrag gegeben.

Bei den Dauerthemen Bewässern und Jäten zeigen wiederum weitere Hände vollen Einsatz.

Und nochmals andere Hände befreien die noch zarten Lagerrüebli von diversen Beikräutern, so dass sie nach dem Regen fleissig wachsen können und hoffentlich eine schöne Ernte geben werden.

So unglaublich dankbar sind wir für all diese fleissigen und ausdauernden Hände mit denen wir gestern so viel geschafft haben und immer wieder schaffen!

Und nun kann ich mich etwas zurücklehnen, blog schreiben und mit grosser Demut dem wunderbaren Geräusch des Regens draussen lauschen!

Noch schnell weit über 1000 Lauchpflanzen in den Boden bevor der lang ersehnte Regen kommt.
Nicht nur wir freuen uns, dass die ersten Wintersalate endlich im Boden sind.

Diese Woche im Korb

  • Zucchini
  • Krautstiel bunt
  • Petersilie glatt/kraus
  • Basilikum
  • Tomaten
  • Lauch
  • Peperoni
  • Gurken
  • Bohnen
  • Zwetschgen
  • Peperoni/Zuckermais/Aubergine je nach Depotstelle
  • Frische Zwiebelchen in den grossen Körben

Herzliche Grüsse, Kristin

Kategorie: Plauderei

Buongiorno a tutti

August 7, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

Endlich endlich endlich konnten wir am Montag am Abend dabei zuschauen, wie das lang ersehnte Gewitter und der damit noch mehr ersehnte Regen auf das Feld zugezogen sind… wirklich wunderschön war das! Das Licht, die Luft, der Wind, die Farben und die Erleichterung und die Dankbarkeit in mir drin!

Und dann kam es und hat sich von seiner beeindruckendsten Seite gezeigt – ein richtig starkes Sommergewitter und wir mittendrin. Auf einmal war Wasser überall und hat im Schopf sogar eine kleine Überschwemmung hinterlassen.

Am Dienstag hat es dann auch noch geregnet und so konnten die Pflanzen, der Boden und wir wieder etwas aufatmen. Den Pflanzen merke ich es an – sie sind die letzte Tage gewachsen und auch der Boden ist schön frisch. Und auch wir sind wieder motivierter und zuversichtlicher für die Herbstkulturen.

Nun hoffe ich sehr, dass die nächsten warmen Tag nicht so heftig werden und die neu gepflanzten Setzlinge gut durch die nächste Woche kommen. Und noch mehr hoffe ich, dass es bald wieder regnet…


Im Setzfieber – Catalogna und im Hintergrund Sommersalate

Diese Woche hat es im Korb wieder mal Salat! Die meisten Salate haben stark unter der Hitze und der Trockenheit gelitten – sind nicht viel gewachsen, teilweise zäh geworden, haben sich matt verfärbt oder sind gleich nach oben geschossen. Umso mehr freut es mich, dass es dennoch welche im Korb hat! Von über 400 gesetzten Salaten haben etwa ein Drittel überlebt…

Spannend ist, dass es Sorten gibt, die besser durch die letzten Wochen gekommen sind und sich sogar richtig schön entwickelt haben. Das heisst für uns für die nächste Saison: auf diese Sorten setzen!


Störche haben uns einen Besuch abgestattet.

Der letzte Mitmachtag stand ganz im Zeichen des Erntens. Tomaten, Gurken, Zucchini, Auberginen und vor allem viele Bohnen haben wir geerntet und wurden dabei von Störchen beobachtet, die den Weg auf die Wiese oberhalb des Tunnels gefunden haben… was es dort wohl feines zum Essen gab!?

Fein findet ein Reh anscheinend auch unsere Bohnen. Ganz schön frech finde ich das! Zum Glück hat es so viele Pflanzen, dass es wohl kaum ins Gewicht fallen sollte.


Diese Woche im Korb

  • Salat
  • Zucchini
  • Krautstiel
  • Petersilie glatt/kraus
  • Tomaten
  • Rüebli
  • Gurke/Rondini/Bush delicata je nach Depotstelle
  • Aubergine/Peperoni je nach Depotstelle
  • Bohnen in den kleinen Körben
  • Zuckermais in den grossen Körben

Bush delicata ist ein Kürbis, der schon früh im Jahr geerntet werden kann. Ich finde ihn sehr fein und bin gespannt auf eure Meinung!


Ganz viel prächtige Setzlinge warten darauf gepflanzt zu werden! Auch sonst gibt es viel zu tun… wer hat am Montag (ab 6:30) oder am Mittwoch (ab 6:30 oder ab 18:00) Zeit zum Helfen? Meldet euch bei mir oder Marianne, falls ihr kommt, so dass wir besser planen können.

Allerliebste Grüsse, Kristin

Kategorie: Plauderei

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