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Plauderei

30. November 2023

November 30, 2023 by Seraina 1 Kommentar

Unser Garten heute früh

Wie schön ist der Winter da! Die letzten Tage knusperte es wenigstens am Morgen und die Winterkulturen standen gstabig auf dem Acker. Später am Vormittag waren wieder Matschschuhe angesagt, auch gestern. Wobei gestern ab dem frühen Nachmittag nur noch Schatten auf dem Feld war (der Wald steht im Weg) und die Salate (anders als der Boden) bereits wieder gstabig wurden. Während Jula die Schulbank drückt, haben Marianne und ich das schöne Wetter genossen und alle Wintersalate inklusive Chinakohl abgeerntet. Die bevorstehenden Minusgrade würden ihnen kaum Freude bereiten. Das gab eine beträchtliche Menge Harassen, die wir mit Auto und Anhänger zum Kühlraum transportiert haben.

noch vor der gestrigen Ernte: minimaler Frostschutz (und Rehfrassschutz) auf den Wintersalaten
gestern bei strahlendem Sonnenschein am Zuckerhut ernten
Der Garten gestern vormittag
gefrorene Erntereste (Randenblätter)
Lauch. Er verharrt eisern…
Winterkopfsalat. Auch ihm tut die Kälte nichts an und im Frühjahr wächst er munter zu einem Kopf heran. Inshallah.
Nach getaner Arbeit glücklich, müde und erdig auf dem Heimweg.

An trüberen Tagen sind wir nun bereits wieder viel am planen und am das kommende Gartenjahr besprechen. Wie können wir unsere Abläufe optimieren, welche Kulturen wollen wir mehr oder weniger anbauen, brauchen wir einen Anzuchttunnel, um Setzlinge besser betreuen zu können bis zur Pflanzung oder/und ziehen wir allenfalls gewisse Setzlinge selber an, wollen wir mehr Land bewirtschaften, auf wieviele Körbe möchten wir nächstes Jahr kommen…

Winterlauch, Palmkohl, Chinakohl, Cicorino rosso, Kürbis und Äpfel

Im Korb erhält ihr diese Woche wieder Palmkohl. Diese Lokalsorte heisst „Nero di Toscana“ und stammt aus Florenz und Umgebung. Sie war mit der Lebensweise der armen Bäuerinnen und Bauern verbunden. Sie kochten daraus die typische „Ribollita“ (Wiedergekochtes) oder eine „Minestra di pane“ (Brotsuppe). Andernorts wurde Palmkohl oft nur als Zierpflanze angebaut. Doch Palmkohl (und Federkohl) sind die Spitzenreiter unten den Kohlsorten, was Vitamine und Mineralstoffe betrifft. Ihr Gehalt an Vitamin A, C, K, Folsäure, Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen und Omega-3-Fettsäuren übertrifft der vieler anderer Kohlsorten. Ausserdem enthält er viele gesunde Ballaststoffe, antioxidativ wirkende sekundäre Pflanzenstoffe und hat einen hohen Chlorophyllgehalt.

Verwendung

Fein geschnitten, mit Knoblauch und Oliven gedünstet und auf eine getoastete Scheibe Brot gelegt, ergibt er eine köstliche „Bruschetta“.

Oder spricht dich mehr ein Winter-Fried-Rice an?

Zuerst Basmatireis kochen.

Dann Palmkohl (oder Federkohl) von der Blattrippe wegschneiden und in Stücke zupfen. Diese etwa 5 Minuten in Salzwasser blanchieren. Chinakohl und Lauch in Ringe schneiden. Sesamöl in Wok/Pfanne warm werden lassen, die Gemüse und 1/4 TL Koriandersamen etwa 5 Minuten unter Rühren anbraten.

Den Reis, 4 EL Sojasauce und 3 EL Erdnüssli beigeben und etwa 5 Minuten fertig braten.

Zum Schluss 2 Eier mit 1 EL Sesamöl verquirlen und in einer beschichteten Pfanne zu Rührei braten und mit dem Fried Rice vermischen. Nach Belieben Limettenschnitze dazu servieren.

Ps. Der Fried Rice schmeckt auch kalt gut: einfach mit 2 EL Essig mischen und als Salat servieren.

Couscous-Chinakohl-Quiche

Ich stehe weder besonders auf Couscous noch auf gekochten Chinakohl, aber eine „Couscous-Chinakohl-Quiche“ gluschtet mich nun definitiv doch.

Eine Springform mit (natürlich selbstgemachtem) Kuchenteig belegen, den Rand gut andrücken und gemahlene Mandeln auf dem Kuchenboden verteilen.

500 g Chinakohl in feine Streifen schneiden und in der warmen Butter etwa 5 Minuten andämpfen. 50 g Couscous und 3 EL Rosinen beigeben, mit Salz und Pfeffer würzen und etwas abkühlen lassen.

4 dl Milch, 3 Eier, 1 Briefchen Safran, 1 TL Salz und Pfeffer gut verrühren, mit dem Couscous-Chinakohl vermengen und auf dem Teigboden verteilen. 5 frische Datteln entsteinen, halbieren und auf dem Gemüse verteilen.

Auf der untersten Rille bei gut 200 Grad etwa 40 Minuten backen, leicht auskühlen lassen und noch warm servieren.

Allora, vi lascio, geniesst den Schnee, wenn er auch inzwischen etwas pflotschig ist…

Hebets warm & gmüetlich

Härzlich, Seraina

Kategorie: Plauderei

23. November 2023

November 23, 2023 by Seraina Kommentar verfassen

Hallihallo

Die Tage werden kürzer und wir sind auch seltener auf dem Feld. Ein bisschen was gibt es jedoch immer zu tun.
Da kalte Nächte gemeldet waren, haben wir diese Woche die Maschinen reingenommen und die Kürbisse zugedeckt – beide stehen nicht auf Frost. Auch der restliche Zuckerhut hat Schutz durch ein Vlies bekommen. Der Frost kam dann aber doch nicht.

regnerischer Garten – trotzdem noch in Fülle

An Bildern fehlt es diese Woche leider ein bisschen, da es oft zu gruusig war, um das Handy zu zücken und meine Hände auch ein bisschen zu kalt, um es zu bedienen. (Es hat sogar einmal ganz kurz ein kleines bisschen geschneit gestern).

Trotzdem haben wir für die Körbe und das Lager geerntet. Die ersten Zuckerhute (Zuckerhüte?) sind in Kisten gewandert, ebenso wie die letzten Randen.

Diese Randen wurden nicht wie die anderen per Direktsaat gesät, sondern waren nach dem Ausdünnen der gesäten Beete übrig und wurden auf ein freies halbes Beet verpflanzt. (Ausdünnen bedeutet, dass nur so viele Pflänzchen stehengelassen werden, dass jedes ausreichend Abstand zum Nächsten hat. So erhält man eine vernünftige Grösse des Gemüses). Leider hatten auch die Mäuse Freude an den Knollen, es bleibt aber trotzdem noch was für uns:)

Im Korb gibt es diese Woche Herbstkohlrabi…

roh mag ich ihn am liebsten
zum Beispiel mit feinem Sössli dazu

… Karotten, Kartoffeln, Zwiebeln, Palmkohl, Randen …

halbierte dunkle Rande

… und einen feinen Castelfranco Salat.

eurer sieht ungefähr so aus
dieselbe Sorte könnte aber auch so aussehen

Der Castelfranco zählt zu den Radicchios. Er ist eine eigene Sorte und wie auf den Bildern zu sehen ist, ist sein optisches Aussehen extrem variabel. Ähnlich auch in der Zubereitung; er schmeckt wunderbar würzig im Salat – dafür am besten in feine Streifen schneiden und zum Beispiel mit Nüssen und Orangen oder anderen Früchten anreichern. Auch in allen anderen Salatvarianten, die euch einfallen ist er wunderbar zu geniessen.
Im Internet finden sich auch zahlreiche Rezepte, in denen er verkocht wird, aber Seraina meint dieser Salat ist „viel z fein zum verkoche“. Eher der Radicchio trevisano (rot/weiss, länglich) eignet sich dafür.
Also, gutes Geniessen!


Hier der Korb dieser Woche. Ich wünsche euch eine gute Woche.
Herzlich, Jula

Kategorie: Plauderei

16. November 2023

November 16, 2023 by Seraina Kommentar verfassen

Grüezi mitenand

Gestern begleitete Aprilwetter mit wechselndem Regen & Sonnenschein unser Ernten. Immer wieder zeigte sich ein prächtiger Regenbogen. Nicht nur am Himmel ist es ab und zu farbig, auch am Boden ist es neben Matsch noch farbig an gewissen Stellen:

Matschgabel und farbige Ernteresten von einem Randen- und Lauchbeet
bildhübsche Herbstpfütze auf dem Hofplatz
Stimmungsvolles Novemberbild Richtung Oberdorf

Der Lauch auf dem Foto wurde diese Woche aus seinem Netz ausgepackt, endlich sehen wir ihn richtig! Es ist eine grosse Freude und er hat sich innert 2 Tagen auch schon beträchtlich nach oben ausgestreckt, jetzt wo er in Freiheit ist. Die Sommersalate rechts davon sind heute, als etwa letzter Gruss vom Sommer, in euren Körben gelandet. Viele sind klein und fein geblieben, besser werden sie nicht mehr. Wir hoffen ihr freut euch ab dieser Delikatesse.

Der Korb beinhaltet noch weitere Delikatessen:

Knoblauch, Lauch, der erste Federkohl, der erste Knollensellerie, Winterrettiche und Herbsträbe, Butternusskürbis und Sommersalätli

Nicht alle haben einen Butternusskürbis, rund die Hälfte der Körbe hat einen Potimarron (auch bekannt als „kleiner oranger Knirps“, Uchiki Kuri oder Red Kuri) erhalten. Grundsätzlich sind beide mit Schale essbar. Beim Potimarron verhilft die Schale einer Suppe sogar zu einer kräftigeren Farbe. Je nach Menü passt es besser oder schlechter, beim Butternuss die Schale dranzulassen. Auf alle Fälle braucht sie etwas länger, um weich zu werden als das Fruchtfleisch.

Die Herbsträben und Winterrettiche, die ihr erhalten habt, sind von minderer Lagerqualität, das sie etwas münkelig sind. Deshalb gaben wir sie nun raus und hoffen ihr freut euch über die paar Raspel in eurem Salat.

Frisch geerntete Knollensellerie sind noch sehr saftig (im Lager verlieren sie kontinuierlich Wasser) und eignen sich hervorragend für Selleriesalat! Deshalb empfehle ich euch wärmstens jetzt einen Selleriesalat zu machen.

Obwohl ich grundsätzlich im Herbst und Winter lieber warm esse und gekochtes Gemüse bevorzuge, lege ich euch noch meine andere rohe Leibspeise ans Herz:

Federkohlsalat

Schon alleine die Zubereitung macht glücklich:

Federkohlblätter ab der Blattspreize rupfen und fein schneiden. Dann die fein geschnittenen Blätter mit den Händen gut durch kneten (das ist der schönste und wichtigste Teil der Arbeit): das Grün beginnt wunderschön zu leuchten und duften und wird sehr bekömmlich und weich. Nun fügt ihr nach Belieben fein geschnittene Datteln oder Rosinen, geröstete Kerne oder Nüsse bei und eure liebste Salatsauce.

Es hat noch letzte freie Plätze für das Sauerkraut einmachen am Samstag 2. Dezember 2023! 🙂 Natürlich sind auch Kinder herzlich willkommen!

Schreibt euch ein, machen wir einen tollen Anlass daraus!

Von Herzen, Seraina

extracooler Spitzkabisblatttschäpper

Kategorie: Plauderei

9. November

November 9, 2023 by Seraina Kommentar verfassen

Hallo Zusammen
Nach diesem wunderschön sonnigen Mittwoch, muss ich den Blog einfach mit einem Blauhimmel-Herbstbild beginnen.

herbstlich winterlicher Nussbaum vor dem Hof

Unter den Füssen bleibt es nass, aber wir konnten die trockenen (und sogar sonnigen) Stunden zum ernten nutzen: Randen, Sellerie und Rüebli sind diese Woche ins Lager gewandert.

Randenmonster
hochmotiviertes Ernten
Randenvielfalt in 4 Sorten

Wir haben dieses Jahr Randen in vier Sorten angebaut. Im Korb habt ihr diese Woche eine Rande der Sorte Chioggia. Sie ist pink von aussen und rosa-weiss von innen (beim Backen/Kochen geht das pink traurigerweise verloren). Weiter gibt es eine weisse („Albina Vereduna“), eine klassische dunkelrote („ägyptische Plattrunde) und eine gelbe („Golden) Sorte.

Chioggia Rande

Auch im Korb findet ihr diese Woche Pak Choi. Die Blätter extrem brüchig, grün und alles in allem ähnelt er ein bisschen dem Krautstiel.
Er ist vielseitig zu verarbeiten in Gratins, Gemüsepfannen oder einer Lasagne.
Aber auch im Winter muss es manchmal schnell gehen. Deswegen habe ich euch ein Pasta Rezept mit Pak Choi herausgesucht:

Zubereitung:
500g Pasta mit Pflanzenöl in eine Pfanne geben und mit einer Knoblauchzehe und einer Zwiebel (beide fein gehackt) mischen.
Pak Choi (ca. 300g) in feine Streifen schneiden und dazugeben.
9dl Gemüsebouillon und 1dl Sojarahm (o.ä.) dazugeben und gut rühren.
Das ganze bei mittlerer Hitze köcheln lassen – gelegentlich rühren nicht vergessen – bis die Pasta al dente sind.
Zum Schluss nach Lust und Laune mit etwas Pesto und Parmesan garnieren oder auch einfach mit Olivenöl, Pfeffer und Salz geniessen.
übrigens: der Pak Choi kann natürlich durch weiteres Gemüse ergänzt werden – Wirz beispielsweise passt super.

Und nun schon wieder ein Safe the Date von mir: am Samstag 2. Dezember von 10:00-15:00 Uhr machen wir einen Sauerkraut-Aktionstag. Gemeinsam verarbeiten wir den Spitzkabis zu Sauerkraut. Schreibt euch für diesen Einsatz ein; das wird sicher lustig.

Endivie glatt (manche haben Frisée), Rotkohl, Rande (Chioggia), Kartoffeln, Zwiebeln, letzte Tomaten, Karotten, Äpfel (Boskop), Chili, Selleriekraut, Pak Choi

Die allerletzten Tomaten für dieses Jahr. Wer noch grüne im Korb hat, kann sie entweder im Wohnzimmer nachreifen lassen oder zu einem Chutney verarbeiten.

Die Äpfel sind von der Sorte Boskop. Alles ungespritzt und von ewig alten Bäumen vom Hof. Mega lecker fürs Backen aber auch roh:)

Viel Spass beim kochen.
Herzlich Jula

Kategorie: Plauderei

2. November

November 2, 2023 by Seraina Kommentar verfassen

Gugguseli*

Wir stecken in einer windigen und nassen Woche, Matschschuhe gehören nun zum Alltag.

Matschschuhe. Ich sehne mich nach Bodenfrost.

Unser Garten in herbstlicher Pracht:

Die Netze wehen im Wind…

Auf dem Bild sieht man die wehenden Kulturschutznetze, die wir tagsüber manchmal entfernen. So können die Wintersalatköpfe es sich etwas um den Kopf blasen lassen und der Boden ist offen, was die Mäuse nicht so mögen. Denn wir haben Bedrohung von oben und unten… Rehe und Mäuse.

Von Rehen geköpfte Zuckerhut-Salate

Das wird auch im heute erschienenen ObZ-Artikel erwähnt. Das Erntedankfest letzten Samstag war toll. Mit etwa 40 Körben war das Fest mit rund 40 Menschen sehr gut besucht, was uns ungemein gefreut hat. Der runde Tisch mit der Naturärztin Carol, dem Betriebsgruppenmitglied Navrina und der Solimatt-Initiantin Marianne war bereichernd und bestärkend. Die Stimmung unter den Leuten im Vorfeld und Anschluss toll und wir kamen beim Suppe essen sogar in den Genuss von Live-Musik. Danke an alle Beteiligten!

Vergangenen Montag morgen war das Feld noch einigermassen trocken und das haben wir genutzt. Wir haben ein Beet Lagerrüebli geerntet, ins Lager gebracht und unseren überwinternden Knoblauch gesetzt.

Auch wenn das Wetter meist grau war, war doch diese Arbeit schön farbig. Und danach hatten wir alle grosse Lust Rüebli zum Zmittag zu essen: Marianne hat eine feine Gemüsepfanne gezaubert mit grob geraffleten Rüebli, fein geschnittenem Lauch, Ingwer und Kurkuma. Dazu ein herrliches Hördöpfelmudipflundi (den meisten wohl eher bekannt als Kartoffelstock).

Auch der Korb von heute ist wieder prachtvoll farbig geworden. Die rotschaligen Kartoffeln sind von der Sorte Laura und eignen sich gut für oben genanntes Mudipflundi. Sie sind eher festkochend, aber doch sehr crèmig.

Radiesli, Kürbis, letzte Peperoni, Lauch, farbige Krautstiele, Radicchio trevisano, Endivien (glatt), bald letzte Tomaten und rotschalige Laura-Kartoffeln

Die Radiesli sind zum Teil von kleinen Schneckli angeknabbert oder vom vielen Wasser aufgeplatzt. Wir haben versucht, nur die schönsten Knollen in die Bünde zu packen. Die „schönsten“ heisst in diesem Fall all jene, die trotz Rüstarbeit noch genug hergeben. Wenn wir nur tadellose Radiesli hätten geben wollen, hätte es niemals genug Bünde gegeben. So war also die Frage „Radiesli oder keine Radiesli“ und da war die Antwort doch schnell klar.

Farbiger Krautstiel ist nicht winterhart, er friert ab bei Kälte. Bevor das passiert, essen wir ihn. Die Ernte war ein traumhaftes Farberlebnis, das ich euch nicht vorenthalten möchte:

Ich bin auch laufend sehr entzückt ab den ausladenden Federkohlpalmen und spüre grosse Vorfreude, wenn ich ihn anschaue. Wohl auch deshalb ist er sehr prominent auf diesem Bild.

Herbst ist meine Lieblingsjahreszeit. Es hat noch letzte Grüsse vom Sommer und das neue Herbst-/Wintergemüse taucht auf. Ich liebe die Kombinationen, die dann möglich sind.

So bieten sich diese Woche zum Beispiel ein Kürbis-Tomaten-Risotto oder eine Kürbis-Tomaten-Suppe an:

Und wenn du mal Lust auf Radiesli anders hast, probier mal das da:

Radiesli im Backofen

Die Blätter von den Radiesli abschneiden und beiseitestellen.

Die Radiesli mit 2 EL Sonnenblumenöl, der Dukkah-Gewürzmischung (oder Garam Masala oder andere getrocknete Kräuter) und dem Salz mischen, auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und in der Mitte des Ofens etwa 20 Minuten rösten.

Die Hälfte vom Radiesligrün fein schneiden und mit dem Sonnenblumenöl mischen.

150 g Frischkäse und 100 g Quark mischen, mit Salz und Pfeffer würzen und die Radiesli darauf anrichten!

Dazu selbstgebackenes Brot…

Alles Liebe euch, mummelt euch schön ein und zündet eine Kerze an.

Seraina

Kategorie: Plauderei

26. Oktober

Oktober 26, 2023 by Seraina Kommentar verfassen

Hallo Zusammen

So bin ich in die Woche gestartet – wie schön.

Morgenrot

Ansonsten sah es oft sehr grau aus und als ich heute Krautstiel, Rucola und Pakchoi im Tunnel pflanzte, prasselte der Regen aufs Dach.

Asiasalat
Krautstiel (Mangold)
Portulak (oben) & Rucola (unten)

Erst letzte Woche wurden die Tomaten aus dem Tunnel abgeräumt, schon kommen schon die Winterbewohner*innen.

Die letzten Tomaten reifen noch im Wohnzimmer nach und warten darauf, verteilt zu werden.
Den Peperoni und Auberginen ist es draussen auch zu kalt. – Auberginen gibt es diese Woche noch ein letztes Mal in Miniatur; zum Abschied nehmen… Peperoni bekommt ihr einige – die grünen könnt ihr entweder so verkochen oder drinnen nachreifen lassen.

Mit einer rosa-weissen Herbstrübe ist der Herbst auch namentlich wieder im Korb vertreten.
Ein FAME-Gspönli von mir schwört darauf, die Herbstrüben mit Zucker, Öl und Sojasauce in der Pfanne anzubraten…
Ich habe sie heute Abend als Suppe nach folgendem Rezept zubereitet:

Zutaten (4 Personen):
600g Herbstrübe (geschält, gewürfelt)
200g Kartoffel (geschält, gewürfelt)
4 Zwiebeln (geschält, gewürfelt)
1L Gemüsebouillon
1dL (Soja)rahm
Öl (zum andämpfen)
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Chili
Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, was ihr noch so zuhause habt)

  1. Zwiebeln und Kartoffeln im Öl andämpfen.
    Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Chili dazugeben.
  2. Herbstrüben und Bouillon dazu. 30min köcheln lassen.
  3. Rahm dazu und mit dem Pürierstab mixen (alternativ geht auch ein Kartoffelstampfer)
  4. Abschmecken. Hälfte der Kräuter einmischen, Rest zum garnieren.

Während ich hier schreibe köchelt die Suppe gerade auf dem Herd – ich finde sie klingt super lecker, mal sehen was sie geschmacklich kann:)

Die Rüebli sind, wie ihr seht, noch schön mit Erde bemantelt. Dies erstens weil sie so gut wie direkt aus der Erde kommen – Marianne hat sie am Dienstag geerntet. Zweitens, weil wir nicht wie Grossbetriebe eine riesige Waschanlage haben und drittens, weil der Dreck für die Karotte ein natürlicher Schutz ist, der sie länger lagerbar macht. Am besten also erst waschen, wenn ihr die Rüebli verabeiten wollt, dann trocknet sie im Kühlschrank weniger aus.

Radiesli, Endivie (frisée), Tomaten, Aubergine, Herbstrübe/Navet, Rüebli, Peperoni, Wirz, Lauch

Und so schlön farbig, sieht euer Korb trotz der grauen Woche aus.

Und noch ganz wichtig zum Schluss: kommt alle am Samstag ans Erntedankfest.
Wann: Samstag 28. Oktober, 11:00-15:00 Uhr
Wo: auf dem Feld: Baselmattweg, Niederdorf
Es gibt essen, Gespräche, Spazieren im Garten und gemütliches Beisammensein und Kennenlernen. Das Wetter soll laut Vorhersage trocken sein;)

Bis hoffentlich übermorgen in diesem schönen Garten. Jula

Kategorie: Plauderei

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