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Seraina

1. August 2024

August 1, 2024 by Seraina Kommentar verfassen

Mit dem Wissen von 17mm Regen fuhr es sich heute sehr gut nach Hause. Der frisch gepflanzte Lauch (die nächsten 1000 durfte ich mit der Hilfe von 4 anderen Händen anpacken – danke), die frisch gepflanzten Salate und vieles andere war ganz bestimmt ausserordentlich dankbar für das Wasser. Es ist nicht sehr viel Wasser, doch jetzt genau richtig, da zwar weiter unten noch viel Wasser gespeichert ist, aber die oberen Erdschichten ausgetrocknet waren.

Lauch pflanzen unter erschwerten Bedingungen (Boden hart, Luft heiss, Sonne stark)

Der Lauch wurde anfangs Mai auf einem Stück Beet dicht in 6 Reihen gesät. Es nennt sich „Anzuchtbeet“. So können junge Läuche am besten heranwachsen (in einer Saatschale gelingt es nicht gut). Wenn sie knapp bleistiftdick sind, gräbt man sie aus und verpflanzt sie so nacktwurzlig wie sie dann sind und schön tief für einen weissen Schaft auf ihren Endabstand (40 cm Reihenabstand, in der Reihe 15 cm Abstand von einander).

Die unten zu sehenden Salatsetzlinge sind die ersten selbst bei uns angezogenen Zöglinge der Saison. Vor 4 Wochen habe ich sie in einer Saatschale ausgesät, vor 2 Wochen in eine Multitopfplatte pikiert. So sind sie zu wunderschönen kräftigen Pflänzchen herangewachsen.

frisch gepflanzter Lattichsalat vor rotem Krautstiel vor blühendem Lauch
im Vordergrund blüht der Mais, im Hintergrund braut sich etwas zusammen
im Tunnel sind die Wege schmal geworden, da die Pflanzen derart gewachsen sind

Die Tomatenernte hat nun begonnen, laufend reifen die Früchte. Ebenso sind die Zucchetti nun voll im Saft und dürften uns in den nächsten Wochen eine noch grössere Ernte bescheren. Wir haben nicht nur die klassischen grünen Zucchetti, sondern auch hellgrün gestreifte, gelbe und die runde von Nizza. Auch erste Auberginen gab es diese Woche, es hat für alle Depots ausser Depot Liestal und Niederdorf gereicht. Diese 2 Depots werden wir nächste Woche berücksichtigen. Anstelle einer Aubergine erhielten diese 2 Depots Buschbohnen.

Einige von euch haben eine ungewöhnliche Aubergine dazu erhalten. Grün, klein, rund und gestreift. Manchmal bereits leicht orange verfärbt… Es ist die äthiopische Aubergine „Rosso di Napoli“. In Afrika ist sie das 3. meist gekochte Gemüse… hier weitgehend unbekannt.

Aubergine „Rosso di Napoli“

Soweit ich weiss haben alle im Tomatenschäleli noch ein Exot bekommen, nämlich ein winzig kleines Gürkli: die Melothria oder mexikanische Minigurke oder Cucamelon. Cucamelon passt perfekt, da sie wie ganz kleine Wassermelonen aussehen. Sie ist knackig und leicht säuerlich.

Der Korbinhalt dieser Woche:

Schnittmangold, Salat, Buschbohnen (oder eben Aubergine), Dill, Gurken, Tomaten und eine Cucamelon, frische Zwiebeln und Zucchetti

Auf eure Mithilfe bei der Gartenarbeit sind wir weiterhin dringend angewiesen, bitte schreibt euch ein oder meldet euch bei uns für eine andere Zeit.

Herzlich, Seraina

Kategorie: Plauderei

25. Juli 2024

Juli 25, 2024 by Seraina Kommentar verfassen

Blick auf den sommerlichen Acker

Am schönsten sind die Mörgen und die Abende. Aber wir sind (auch) am Tag auf dem Acker. Die Sonne ist stark und ein Ausweichen gibt es nicht. Heute habe ich rund 1000 Winterläuche gepflanzt und fest angegossen. Sicherlich keine Wohltat, bei dieser Wärme aus dem Erdreich gerissen und umgepflanzt zu werden. Sorry…

in 3 Reihen mit ca. 15 cm Abstand auf 26m 1000 Läuche gepflanzt. Lauchstreich Nummer 1 erledigt.

Es gibt viel zu tun, hauen wir ab!

Willst du statt abhauen lieber helfen? Gerne! Es gibt Rüebli und Randen zu jäten und auszudünnen und mehr Lauch zu setzen. Zum Beispiel. Ich habe am kommenden Mittwoch und Donnerstag am Vor- und/oder Nachmittag Jöbbli auf juntagrico ausgeschrieben und wäre dankbar, ihr würdet kommen.

Lernt euer Gemüse kennen und erledigt eure Arbeit, so lange ihr nicht an den Fingern oder Füssen frieren müsst dabei!

Nun ein Quiz:

1. Gibt es etwas anderes als Tomaten auf diesem Bild? 2. Wenn ja, was und wo? 3. Sind die Tomaten reif?

Leider müsst ihr auf einen Blattsalat verzichten diese Woche. Sie sind noch so klein, locker und leicht, dass wir sie lieber noch wachsen lassen. Stattdessen könntet ihr ein Tsatziki machen (griechischer Gurkensalat) oder Rüeblisalat. Ein paar Kräuter habt ihr bekommen, ein Blatt/Stiel Stangensellerie, krauser Peterli und Basilikum.

Gurken haben wir bereits im Überfluss. Wenn dir 2 Gurken zu viel des Guten sind, probiere doch mal das grüne Ketchup aus:

2 Salatgurken in Würfel schneiden, 1 Zwiebel, 1-3 Knoblauchzehen und 1 Chili, wenn gewünscht, fein hacken und in Öl etwa 5 Minuten andünsten.

80 g brauner Zucker beigeben und leicht karamellisieren lassen.

1 dl Apfelessig, 1 TL Senfkörner, 1 TL Salz und beliebig schwarzer Pfeffer aus der Mühle beigeben und zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 25 Minuten weich köcheln lassen. Ein paar Zweige Basilikum beigeben und pürieren. 1/4 TL Agar-agar gut darunter rühren, nochmals 2 Minuten köcheln lassen und in die noch warmen Gläser füllen & sofort verschliessen.

Grünes Ketchup: Hält sich ungefähr 1 Monat.

Ps. Auch lecker mit Green Zebra Tomaten statt Gurken! Bald kommen welche in den Korb…

Korb dieser Woche: Peterli, Basilikum, Stangensellerie, Zucchetti, Gurken, Krauststiele, Pfälzer Rüebli und orange Rüebli, eingemachte Buschbohnen im Glas und frische Buschbohnen

Wie gesagt, leider salatlos. Aber der nächste Blattsalat kommt bestimmt… 🙂

Sehen wir uns auf dem Acker?

Ich hoffe es und schicke euch viele liebe Grüessli, Seraina

Auflösung des Quiz:

  • 1. Ja
  • 2. Unten 3 Auberginen der Sorte Rosso di Napoli oder auch „äthiopische Aubergine“ genannt.
  • 3. Ja, es ist die grüne Sorte „Green tiger“

Kategorie: Plauderei

18. Juli 2024

Juli 18, 2024 by Seraina Kommentar verfassen

Blick auf den Acker am blühenden Gewürzfenchel vorbei

Der Sommer ist da…

Zucchetti & erste reife Tomaten
erste grössere Menge Buschbohnen (& Zucchetti & letzte Kefen)
soviele Gurken an einer Pflanze!

…und wir sind am Wintergemüse pflanzen. Unter den Netzen auf dem Bild ganz oben sind bereits Kopfkohle wie Rot-, Weiss-, Spitzkabis und Wirz sowie Rosenkohl am wachsen. Seit heute sind auch die grünen und roten Federkohle und der Palmkohl in der Erde. Wegen diversen Kohlschädlingen wie zB Erdfloh, Kohlweissling oder/und Weisse Fliegen schützen wir diese Kulturen mit einem Kulturschutznetz vor Schädlingsbefall. Sieht nicht sehr schön aus, aber macht seinen Job. Irgendwann haben die Pflanzen unter dem Netz kaum mehr Platz und wir sind es leid auf die Netze zu schauen, so dass wir dann -gegen Ende der Saison- das Netz durch regelmässige Spritzungen mit biologischen Pflanzenschutzmitteln ersetzen.

Just in time steht der neue Anzuchttunnel. Die letzten Setzlinge der Saison ziehen wir selber an. Dank einigen Mitgliedern, die letzten Samstag tatkräftig auf dem Solimatt-Acker standen, ist dieser Traum nun wahr geworden: eine optimale Herberge für unsere Sprösslinge! Grosses Dankeschön an Marianne, mit (fast) allen Fäden in der Hand und die anpackenden Mitglieder!

Auf dem letzten Bild zu sehen sind frisch pikierte Winter- und Sommersalate im neuen Folientunnel schneckensicher aufgehängt. Die Ablagen werden sich weiter füllen in den nächsten Tagen…

grosser Ernteanteil mit Basilikum, Salaten, Schnittmangold, ersten Tomaten, Buschbohnen, Kefen, Gurken(schlange), Knollensellerie, Rüebli und Klaräpfel.

Geniesst den Sommer…

Alles Liebe, Seraina

Kategorie: Plauderei

11. Juli 2024

Juli 11, 2024 by Seraina Kommentar verfassen

Ein Unwetter in Niederdorf verursachte eine Überschwemmung: Innerhalb von 30 Minuten regnete es 17mm, was für den schon sehr durchtränkten Boden zuviel war: Der vordere Teil unseres Gemüsefeldes wurde überschwemmt.

Salat im See

Der Schaden war zum Glück gering, es war einfach wiedermal tagelang total unmöglich den Boden bearbeiten zu können.

In den kurzen Schönwetter-Fenstern konnten Herbstkohlrabi, Spitzkabis und Wirz gesetzt werden. Die Beete mussten allerdings von Hand für die Pflanzung vorbereitet werden, da der Boden dermassen nass war. Zwischendurch war es irgendwann auch mal möglich nächste Sätze Randen und Buschbohnen zu säen.

Der 1. Satz Buschbohnen, den wir vor 10 Wochen gesät haben, trägt erste Bohnen. Die kleine Ernte reichte für unsere grossen Ernteanteile. Sehr viel grösser wird die Ernte leider kaum werden, da die Schnecken einen grossen Teil der Pflanzen verspiesen haben (wie auch schon erwähnt).

Herzlichen Dank an die vielen grossen und kleinen Helfer. Es war toll und wir freuen uns auf nächste Male.

Schneckenkrägen waschen
Kisten verräumen
Kefen ernten
Der grosse Ernteanteil beinhaltete Rüebli, Knackerbsen, Chioggiaranden, Knoblauch, ein Glas Sugo, Gurke, Kefen, Mairüben, Buschbohnen, Krautstiele und 4 Salate

Das gibt ja wiedermal ein Festessen nach dem anderen…

Geniesst & passt auf euch und einander auf.

Bis zum nächsten Mal, Seraina

Kategorie: Plauderei

22. Juni 2024

Juni 21, 2024 by Seraina Kommentar verfassen

Der Sommer hat nun richtig Schwung bekommen und alles wächst kräftig vor sich hin. Vielleicht geht es euch wie mir: Ich kann die ersten Gurken, Zucchetti und Tomaten kaum erwarten.

blühende Gurkenpflanze

Bis es soweit ist und wir dann auch die ganze Fülle des Sommers geniessen dürfen, müssen wir uns noch etwas gedulden. Das merken wir auch unserem Korbinhalt an. Die Ernte von Frischgemüse ist noch klein, aber fein. Lagergemüse hilft die Wartezeit zu überbrücken…

Kirschen, Kopfsalat, Blumenkohl, letzte Radiesli, gelbe Rande, Navets (Mairüben), Zwiebeln und Knoblauch, Rüebli

Wir haben versucht allen einen schönen Blumenkohl (oder Broccoli) zu geben. Dazu haben einige einen 2. weniger hübschen Blumenkohl bekommen. Essen kann man ihn ja trotzdem, zB püriert und mit Rahm verfeinert als Suppe.

Blick auf den Acker am verhaltenen Donnerstag vormittag
Morgenstimmung beim Salat ernten
Knollensellerie
Rüebli
Rotkohl im dicken Roggenmulch gepflanzt
Rotkohl nun mit Kulturschutznetz vor Schadinsekten geschützt
Blauschwarze Holzbiene mit schönen „Pollenhösli“ an Kefenblüte
bei leichtem Nieselregen habe ich Rüebli gesät

Wir hacken Unkraut weg, da und dort und überall, jäten, säen Randen, Rüebli, Gurken, häufeln Rüebli mit Erde an (mit der Radhacke), damit sie nicht grün werden beim Krautansatz, häufeln Zuckermais für einen besseren Stand an, ernten Knoblauch, bereiten Beete vor, verteilen Mulch, setzen, giessen gesetzte Pflanzen an, geizen die Tomaten aus, binden sie auf, wickeln die Gurken um die Schnur und ernten Kirschen! Die Woche geht immer schnell vorbei…

Und nun ist wieder Regen angesagt, gar nicht mal schlecht für das Frischgesäete und Frischgepflanzte. Unten drin ist der Boden aber nach wie vor sehr feucht.

Ich wünsche euch viele feine Menüs und ein tolles Wochenende!

Lg, Seraina

Kategorie: Plauderei

14. Juni 2024

Juni 14, 2024 by Seraina Kommentar verfassen

frisch gepflanzter Salat, roter Krautstiel und Schnittmangold links vom knospenden Lauch

Das Wetter war gütig diese Woche und wir haben es genossen, viel Kulturpflege zu machen. Die Auflösung des Quiz ist: Rüebli! Inzwischen habe sie schon weniger Konkurrenten, die mit ihnen um Licht und Nährstoffe buhlen, aber ein paar Stunden Feinarbeit gibt es dort noch. Auch feine Läuchli, Schnittmangold, Zuckermais, Sellerie haben wir jäten & hacken können.

Lauchanzucht vorher
Lauchanzucht nachher

Diese junge Lauchpflänzli werden auf dem Beet relativ dicht angezogen. Wenn sie ungefähr bleistiftdick sind, werden sie vereinzelt und in einem Endabstand von ca. 15 cm auf 3 Reihen verteilt gepflanzt.

Im Tunnel stand das erste Ausgeizen der Seitentriebe bei den Tomaten an. Die Pflanzen scheinen nun gut angewachsen und legen wohl bald kräftig los mit ihrem Wachstum.

Wir müssten diverse Beete für weitere Saaten und Bepflanzungen vorbereiten, doch der noch sehr nasse Boden lässt es kaum zu. Diese Woche konnte der Boden etwas abtrocknen, aber es hat bei weitem nicht gereicht und regnet nun bereits wieder rein. Wir werden sehen…

Broccoli (oder Blumenkohl), Navets, Kohlrabi 2. Qualität, Fenchel, Radiesli und roter Bataviasalat

Lust auf Broccoli-Pastasalat?

Natürlich passt auch ungefähr jedes andere Gemüse, roh oder gekocht, gut.

Pasta al dente kochen und kalt abspülen.

Broccoli in kleine Röschen teilen, einen Apfel in kleine Würfel schneiden. 50g Hüttenkäse mit 4 EL Joghurt nature, 2 EL kaltgepresstem Öl, Apfelessig nach Belieben (1-3 EL), Salz und Pfeffer mischen. 4 EL Studentenfutter grob hacken und alles miteinander vermengen. Zugedeckt ca. 30 Minuten ziehen lassen.

Broccolistiel aufbewahren und bald für nächste Gemüsepfanne verwenden.

Wir haben Montags und Mittwoch wieder Gartentage ausgeschrieben und freuen uns auf eure Mithilfe!

herzlich, Seraina

Kategorie: Plauderei

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