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Kristin Metzner

Endlich Regen…

Mai 8, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

… gab es in dieser Woche und wir konnten die Zeit davor und danach optimal nutzen, um unsere to-do-Liste abzuarbeiten und um viele Arbeiten genau zum richtigen Zeitpunkt zu erledigen!

Vor dem Regen:

  • Ersten Satz Buschbohnen säen
  • Zuckermais säen
  • Gesätes walzen
  • Kefen jäten
  • Stützgerüst für Kefen aufstellen
  • Rüebli jäten
  • Ernten
Während des Regens – Mittagessen und sich wahnsinnig über den Niederschlag freuen!!!

Nach dem Regen:

  • Blumenkohl und Kohlrabi jäten
  • Schnittmangold jäten und all die fiesen Quecken und Winden entfernen
Die wollen alle auch in die Erde!

Puppe vom Marienkäfer
Hallo Holzbiene

Beim Ernten ist mir diese Woche eine grosse Vielfalt an Insekten begegnet… ich bin so richtig in Stress gekommen, dass nicht ohne Ende Insekten in den Kisten landen!

Auf dem Koriander, den wir im Tunnel haben stehen lassen und der jetzt prächtig blüht, hat sich während des Regens eine blauschwarze Holzbiene ausgeruht. Sie ist die Wildbiene des Jahres 2026, gilt in der Schweiz als gefährdet und auf den ersten Blick liesse sich auch vermuten, es könnte eine Hummel sein, so gross wie sie ist. Dank des Klimawandels ist sie immer öfters anzutreffen und lässt sich oft schon hören, bevor sie ins Blickfeld kommt… sie brummt wirklich laut. Die Holzbiene ist alleine unterwegs und ein meist friedfertiges Wesen. Gesammelt werden Pollen und Nektar an verschiedenen Pflanzen, wobei sie sehr gerne Schmetterlings-, Lippen- und Korbblütler anfliegt. Fördern lässt sie sich durch das Liegenlassen von trockenem Totholz an einem sonnigen Platz, denn darin nagen die Weibchen mit Hilfe ihrer Beisswerkzeuge ihre bis zu 30cm langen Nisthöhlen. Meist in dem gleichen Holz, in dem das Weibchen selbst geschlüpft sind! Also das Totholz so lange liegen lassen, bis es komplett unterhöhlt ist…


Vor allem auf den weissen Radieschen (Eiszapfen) haben wir schwarze Flecken und Deformationen beim Ernten entdeckt. Dies hat uns natürlich sofort zum Diskutieren gebracht, was denn der Auslöser sein könnte und ich habe dann auch gleich noch mein wissendes Netzwerk aktiviert, um mehr herausfinden zu können. Und ja, das Netzwerk funktioniert wirklich gut… danke! Vermutlich handelt es sich dabei um die Rettichschwärze. Eine Pilzerkrankung, die auf feuchten und kalkreichen Böden oder wiederholtem Anbau auf den gleichen Flächen vorkommt. Die Sporen überdauern nämlich im Boden. Spannend ist, dass die weissen Sorten stärker infiziert werden. Unser Fazit: Anbaupausen unbedingt einhalten und vielleicht auf weisse Sorten in Zukunft verzichten.

Rettichschwärze an den Eiszapfen

Beim Jäten vom Schnittmangold, ist mir mal wieder aufgefallen, wie stark doch die Wurzelausläufer (Rhizome) der Gemeinen Quecke sind. Hierzulande auch Schnürgras genannt, handelt es sich um ein sehr hartnäckiges, ausdauerndes Wurzelunkraut, aus dem sogar noch aus den kleinsten Rhizomstückchen wieder neue Pflanzen wachsen können.

Doch dank des Regens und der Grabgabel konnte ich viele Pflanzen mitsamt des Rhizoms aus dem Boden ziehen. Die Ende der Wurzelausläufer sind so hart und spitzig, dass sie gefühlt durch alles hindurch wachsen können und ich schon während meiner Laufbahn in vielen Kartoffeln schöne Tunnel geschaffen durch die Quecke entdecken konnte.

Gemeine Quecke mit ihren harten und spitzigen Rhizomenden

Eine wunderschöne und feine Vielfalt auf dem Feld und…

… im Korb

  • Radieschen
  • Rhabarber aus Balsthal
  • Schnittlauch
  • Schnittsalat
  • Salat
  • Rucola
  • Frühlingszwiebeln
  • Knoblauch frisch
  • Winterrettich
  • Randen

Rezept

Crumble mit Rhabarber

Für die Streusel braucht es:

  • 100g Mehl
  • 30g zarte Haferflocken
  • 30g Mandeln oder Nüsse gehackt
  • 80g kalte Butter
  • 90g Rohzucker
  • 1 Prise Salz

Für die Rhabarberschicht braucht es:

  • +/- 400g Rhabarber geputzt gewogen
  • 30g Zucker
  • 10g Speisestärke oder Puddingpulver
  • wer mag Vanille gemahlen

Für die Streusel alle trockenen Zutaten sowie die kalte Butter in Stückchen mit der Küchenmaschine, Knethaken oder von Hand zu Streuseln verarbeiten. Die Streusel im Kühlschrank lagern, während das Obst vorbereitet wird.

Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Rhabarber putzen und in 1-2 cm große Stück schneiden. Mit Zucker, Stärke und Vanille mischen. In eine leicht gefettete, ofenfeste Form geben.

Die Streusel über dem Obst verteilen. Crumble rund 30-35 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind.

Schmeckt direkt aus dem Ofen, lauwarm oder abgekühlt… pur, mit Vanillesosse, Schlagrahm oder Vanilleeis! Mmmmmh…


Ein schönes Wochenende euch allen, rhabarbärige Grüsse Kristin

Kategorie: Plauderei

Hallo Mai, hallo Wonnemonat!

Mai 1, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

Ich bin gespannt, ob uns dieser Mai noch etwas von den Eisheiligen spüren lässt… jedenfalls habe ich wieder etwas gelernt! Und zwar: der Ursprung des Mais liegt im althochdeutschen ‚winnimanod‘ (Weidemonat), da in dieser Zeit traditionell das Vieh auf die Weide getrieben wurde. Erst im Laufe der Zeit wurde daraus der Wonnemonat, die Zeit des Frühlingserwachens und der Frühlingsgefühle.

Diese Woche konnten wir jedenfalls auch im noch April den Frühling voll und ganz geniessen und viele Arbeiten erledigen. Die Winterkefen stehen jetzt in voller Blüte und werden uns bald mit feinen Schoten versorgen. Jedes Mal ist es so eine grosse Freude an ihnen vorbei zu laufen und all diese schönen Blüten zu bestaunen!

Was für eine Blumenpracht!!!
Die ein oder andere Kefe zeigt sich langsam!

Im April hat es so wenig geregnet, dass wir schon fleissig Bewässern mussten. Vor allem die neu gesetzten Pflanzen hatten es nötig, da diese noch nicht so tief gewurzelt haben, um an den feuchteren Boden zu kommen. Auch die Bise und die starke Sonnen der letzten Tage haben dazu beigetragen, dass die Pflanzen etwas leidend ausgesehen haben. Genau im richtigen Moment konnten wir das Wasser vom Hof wieder anschliessen und nun stehen alle Pflanzen wieder gut da.

Ausserdem konnten wir gleich auch noch unseren Waschplatz das erste Mal im Wascheinsatz testen… sehr praktisch!

Nun ist es wirklich ein Waschplatz…

Diese Woche haben wir Brennnesseljauche mit frisch geschnittenen Brennnesseln, Regenwasser und etwas Steinmehl (dieses neutralisiert den Geruch) angesetzt. Das ganze Gemisch darf nun gären, bis es eine schöne dunkle Farbe angenommen hat und nicht mehr schäumt. Dann ist die Jauche fertig. Danach wird die Jauche 1:20 mit Wasser verdünnt zum Einsatz auf den Beeten kommen.

Angesetzte Brennnesseljauche

Neben unserem Kompost ist die Jauche eine wertvolle, umweltfreundliche Ergänzung, um den Pflanzen Nährstoffe zukommen zu lassen. Durch ihren pflanzlichen Ursprung enthält sie quasi alle wichtigen Nährstoffe und Spurenelemente, die unsere Pflänzchen brauchen und das in einem ausgewogenen Verhältnis. Brennnesseljauche eignet sich zur Stärkung und Kräftigung der Pflanzen, zur Ernährung der Pflanzen, zum Angiessen von Setzlingen und auch zur Verbesserung des Bodens. Neben Brennnesseln gibt es noch viele anderen Jauchen: Beinwell, Schachtelhalm, Kamille, Fenchel, und und und.


Abernten, um Platz für die Neuankömmlinge zu schaffen.

Gemüsiger Korbinhalt in der Kalenderwoche 18

  • Krautstiel
  • Lauch
  • Kohlrabi
  • Schnittsalat
  • RucolaAsiaPortulak
  • Frühlingszwiebeln
  • Knoblauch frisch
  • Fenchel
  • Rüebli

Rezeptvorschlag

Rüebli-Dip für vier Personen

Ofen auf 200 Grad vorheizen. 500g Rüebli und eine Zwiebel schälen. Rüebli in ca. 1cm grosse Würfel schneiden, Zwiebel grob hacken und alles auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen. Zwei Esslöffel Olivenöl, Salz und wenig Pfeffer dazumischen. Das Ganze etwa 30min in der Mitte des Ofens backen. Dann aus dem Ofen heraus nehmen und etwas abkühlen lassen. 300g Rüebli mit der Zwiebel in ein Mixglas geben, restlichen Rüebli beiseite stellen.

Eine Dose weisse Bohnen abspülen und abtropfen lassen. Die Bohnen mit drei EL Wasser und zwei EL Olivenöl zu den Rüebli geben, fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dip anrichten und mit den beiseite gestellten Rüebli sanieren. Wer mag reibt noch wenig Zitronenschale darüber.


Reminder

Mitmachtag am 09.05.2026 von 10:00 bis 13:00

Wir werden Tomaten, Auberginen und Peperoni im Folientunnel setzen. Auch ausserhalb des Tunnels gibt es genug zu tun, falls es eng werden sollte…

Bringt euer Picknick, so dass wir nach getaner Arbeit noch gemütlich zusammen sitzen können.

Kategorie: Plauderei

Hallo alle zusammen

April 23, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

Am Mitmachtag am vergangenen Samstag wurde fleissig gepflanzt, gegraben, geschottert, gemäht, gebaut, gemulcht, geplaudert, genossen und noch vieles vieles mehr getan. Herzlichen Dank für eure Hilfe und Unterstützung – es hat total Spass gemacht!

Ein wirklich gutes Team!
Am Mitmachtag gesetzte Kohlrabi

So schön zu sehen, wie die Kinder zusammen spielen, den ein oder anderen Unfug anstellen, sich über den wachsenden Fenchel freuen, selbst zum Baustellenleiter werden, die grossen Kinder wie selbstverständlich nach den kleinen Kindern schauen und wie ihre Augen leuchten als dann das Eis rund um den neuen Waschplatz gegessen werden konnte. 

Standesgemässe Einweihung des Waschplatzes… 😉

Momentan ist der grosse Tunnel eine volle Pracht mit all den kräftigen Blättern und dem saftigen Grün und ich werde etwas wehmütig, wenn ich daran denke, dass wir den grössten Teil nächste Woche schon abernten werden und dann den Rest eine Woche später, um für die WärmeliebhaberInnen Platz zu schaffen. Die ersten Gurken sind schon gesetzt und in gut zwei Wochen folgen dann Tomaten, Auberginen und Peperoni. 

Sieht bald ganz anders aus und…
… der erste Schritt ist schon getan.

In den grossen Körben hat es diese Woche Winterblumenkohl. Eigentlich sollten in allen Körben welche liegen, leider ist der grösste Teil der Pflanzen im Winter erfroren. Marianne und ich sind am Ueberlegen, wie wir das im nächsten Winter vermeiden können und träumen von kleinen Minitunneln auf dem Feld. Nun hoffe ich, dass die am Mitmachtag gesetzten Blumenkohle fleissig wachsen werden und es dann im Sommer in allen Körben welche hat.

Auch findet ihr diese Woche zwei frische Knobläuchchen in den Körben. Leider haben nicht nur wir, sondern anscheinend auch die Zwiebelfliegen Knoblauch gern und so haben sie fleissig Eier gelegt und nun verkümmert eine Pflanze nach der anderen. Deswegen abernten und hoffen, dass nicht noch mehr Zwiebelfliegen ihren Weg aus dem Boden zum restlichen Knoblauch finden. Auch am Winterlauch, der noch auf dem Feld steht finden sich nun Frassspuren von Schädlingen und so werden nächste Woche die letzten Winterlauche ihren Weg in die Körbe finden. 

Da steckt ein wirklich unerwünschter Gast seinen Kopf aus dem Knoblauch!

Korbinhalt in dieser Woche

  • Krautstiel
  • Lauch
  • Kohlrabi
  • Radieschen
  • Salatkopf
  • AsiaPortulakMix
  • Rucola
  • Frühlingszwiebeln
  • Knoblauch frisch
  • festkochende Kartoffeln
  • Winterrettich

Ein Rezept für die Verarbeitung von Rucola findet ihr diese Woche als Beilage im Korb.

Sonnengewärmte Grüsse, Kristin


Kategorie: Plauderei

Zum Kuckuck nochmal!

April 16, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

Heute am Morgen haben wir doch tatsächlich den Kuckuck gehört – den Frühlingsboten und Schicksalskünder… Marianne beim Abpacken und ich beim ersten Mal Salatköpfe ernten in dieser Saison. Da musste ich dann doch kurz in die Tasche greifen und sie kräftig schütteln. Kenne ich doch den Brauch und wohl auch Aberglaube schon seit meiner Kindheit. Angeblich soll es ja dafür sorgen, dass das Geld das ganze Jahr über nicht ausgeht! 😉 

Salate ernten mit Kuckucksgesang im Hintergrund

Diese Woche haben wir für die Körbe auch Frühlingszwiebeln geerntet, was eine gewisse Ausdauer und Feinfühligkeit erfordert hat, da der nasse Boden die Pflänzchen nicht so einfach hergeben wollte und die Wurzeln in den Horsten sich gegenseitig gehalten haben. Dank einiger helfender Hände und netten Gesprächen war die Arbeit dann doch schnell geschafft und wir konnten am Schluss viele prächtige Bünde in die Kiste legen!

Die Frühlingszwiebeln, auch Lauchzwiebeln, Winterheckenzwiebeln oder Schaftzwiebeln genannt, haben auf dem Feld überwintert und sind die letzten Wochen fleissig gewachsen. Angeblich wurden Lauchzwiebeln schon ca. 2000 v. Chr. in China angebaut. Via Russland kamen sie dann im 17. Jahrhundert nach Europa.

Trotz des nassen Bodens konnte ich diese Woche auch noch die Kefen nachsäen und nun hoffe ich, dass diese bald keimen, so dass es viel feine Kefen zum Pflücken und Verspeisen geben wird. Ein Teil der Kefen wurde auch noch gejätet, was sicher zum schnellerem Wachstum der zarten Pflänzchen beiträgt. Dadurch wird nämlich nicht nur die Konkurrenz entfernt, sondern es kommt auch Sauerstoff und Luftstickstoff in die Erde. Den Stickstoff können die Kefen dank der Symbiose mit einem Bakterium als Nährstoff aufnehmen.

Kefe ‚Norli‘

Letztes Wochenende hat Marianne einen grossen Teil der Beete maschinell bearbeitet und nun kann der erste grosse Satz an Setzlingen bald in die Erde… Salat, Fenchel, Kohlrabi, Blumenkohl und Brokkoli warten darauf am Mitmachtag gesetzt zu werden.

Und auch die ersten Zucchini sollen bald im kleinen Tunnel gepflanzt werden. Wir haben uns bewusst gegen Bändligewebe entschieden und wollen versuchen, die Zucchini in Mulch aus Grassilage zu setzen, um der Bodenflora Gutes zu tun. 


Diese Woche in euren Körben

  • Federkohl grün und/oder rot
  • RucolaAsiaPortulakMix
  • Schnittlauch
  • Frühlingszwiebeln
  • Knoblauch frisch
  • Rüebli
  • Randen
  • ein Säckli aus dem solimattVorrat

Falls die Frühlingszwiebeln nicht schon roh in Ringe geschnitten im Salat, auf dem Teller oder in der Gemüsepfanne landen, hier noch ein Rezept für ein leckeres Antipasto. 

Gebratene Frühlingszwiebeln 

Frühlingszwiebeln

2 EL Olivenöl

Etwas Salz

Etwas Balsamico

Etwas Olivenöl

Zuerst die Frühlingszwiebeln putzen, dann das Grüne nach etwa 10-15 cm abschneiden und die Zwiebeln (je nach Größe) längs halbieren oder vierteln. In etwas Olivenöl bei kleiner Hitze anschmoren, bis die Schnittflächen goldbraun sind. Wenden und die übrige Oberfläche anschmoren.In einem Teller oder auf einer Platte anrichten, mit Salz bestreuen, etwas Balsamico dazu und dann noch mit Olivenöl beträufeln. Das Ganze eine Weile durchziehen lassen. 

Das übrig gebliebene Grün in dünne Ringe schneiden und anderweitig verwenden.


Nun wünsche ich euch eine schöne Restwoche und freue mich darauf, die ein oder andere Person am Mitmachtag kennenlernen zu dürfen.

Gemüsigherzliche Grüsse, Kristin

Kategorie: Plauderei

Willkommen Vollfrühling

April 10, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

Letzte Woche haben wir trotz vieler vieler Lagen Kleider noch durch und durch gefroren und nun kratzt doch schon tatsächlich der erste Sonnenbrand im Nacken. 
Alle Obstbäume rund um die solimatt-Flächen herum blühen in voller Pracht und der Löwenzahn lässt mit seinen Blüten die Wiesen gelb und satt erleuchten. 

Phänologisch gesehen, bedeutet dies, dass wir nun im Vollfrühling (April/Mai) angekommen sind. Die Apfelblüte gilt neben der Fliederblüte als der Indikator für das Erreichen des Vollfrühlings. Nun befindet sich die Pflanzenentwicklung in vollem Gange, viele unserer heimischen Laubbäume (zum Beispiel Stieleiche und Hainbuche) treiben und entfalten ihre Blätter, Maiglöckchen blühen bald, der Kuckuck ruft und all dies lässt uns immer wieder kurz innehalten und geniessen. 

Die Vegetation explodiert!

Für uns im Gemüse bedeutet dies, dass wir Abschied nehmen von den wertvollen Wintergemüsen, um Platz für die neuen Gemüsekulturen zu schaffen. Auch heisst es, sich nun in etwas Geduld zu üben… die Lagerbestände sind fast aufgebraucht und die Kulturen draussen brauchen noch Zeit, bis sie erntebereit sind. Das typische Frühjahrsloch, das bei allen DirektvermarkterInnen und GemüsegärtnerInnen mit einer gewissen Unruhe verbunden ist, hat es doch in den Läden schon Spargel, Erdbeeren, neue Kartoffeln, Rhabarber und co!

Ton in Ton gemeinsam am Wachsen!

Wir gehen mit den Jahreszeiten, passen uns dem Rhythmus der Natur an und so nutzen wir voller Motivation, Freude und Schwung die Energie des Frühlings für die Erledigung unserer ellenlangen to-do Liste… Beete abräumen, Wege mähen, Kompost für die Starkzehrer ausbringen, Bodenbearbeitung wo nötig, Lagerbestände aufbrauchen und durchsortieren, die letzen Blätter und Knospen von Federkohl- und Rosenkohl ernten, Setzlinge pflanzen, Direktsaaten säen, jäten, hacken, wässern, Tunnel für die ersten Zucchinisetzlinge vorbereiten, und, und, und. 

Wie schön, dass sich der Frühling zwischendurch auch einfach mal geniessen lässt!!!

Tschüss Feder- und Rosenkohl
Blütensprossen vom roten Federkohl

Diese Woche im Gemüsekorb

  • Krautstiel
  • Federkohl grün und/oder rot
  • Blütensprossen (flower sprouts) von Rosen- und Federkohl
  • Rucola
  • Schnittsalatmischung
  • Koriander
  • Frühlingszwiebeln
  • Knoblauch frisch
  • Lauch
  • Winterrettich
  • Sellerie
  • Kartoffeln festkochend (vitabella)

Zwei leckere Rezepte zur Verarbeitung einiger Beilagen eures Korbinhaltes findet ihr diese Woche direkt im Korb.

Bei wem die Kartoffelmaus wohl gelandet ist?

Kategorie: Plauderei

Hallo zusammen

April 2, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

Die letzten Tage war der Frühling kurz still gestanden, Säerei und Pflanzerei haben dadurch eine Pause eingelegt und somit konnten wir uns dem Kompost und der baldigen Kürbis/Zucchiniparzelle widmen.

Kürbisse und Zucchini sind Starkzehrer und brauchen für ihr Wachstum viele Nährstoffe. Aus diesem Grund haben Marianne und ich auf der Parzelle Kompost ausgebracht, der zu einem späteren Zeitpunkt maschinell in den Boden eingearbeitet wird. Beeindruckend wie viele Regenwürmer sich im Kompost getummelt haben und fast unvorstellbar, wie viele Milliarden – für uns mit blossem Augen unsichtbare – Lebewesen am Verrottungsprozess noch beteiligt sind. Weil sich im Haufen eben viele Bewohner tummeln, vermehren und fleissig die Abfälle verwerten, wird das Ganze sehr warm (bei passender Mischung und Feuchtigkeit). Nebenbei werden durch die hohen Temperaturen gleich noch Unkrautsamen keimunfähig gemacht und Pflanzenkrankheiten abgetötet. 

Fleissige Helferlein

Diese Woche im Gemüsekorb

  • Krautstiel
  • Federkohl grün und rot
  • Randen bunt
  • Rüebli
  • Sauerkraut
  • bunter Schnittsalat
  • Rucola
  • gelbe Zwiebeln aus dem Schönthal

Noch eine Rezeptidee dazu

Randenpesto

  • Randen bevorzugt rot
  • Knochlauchzehe(n)
  • Baumnüsse/Pinienkerne/Sonnenblumenkerne
  • Parmesan oder Sbrinz
  • Rucola
  • Olivenöl
  • wer mag etwas Zitronenabrieb
  • Salz

Randen im Dampfdruckkochtopf weichkochen oder alternativ im Backofen in Vierteln geschnitten mit etwas Olivenöl und Salz bei 200°C ca. 45 min backen. In der Zwischenzeit Nüsse/Kerne in einer Pfanne rösten. Wenn die Randen abgekühlt sind, diese mit Nüssen/Kernen, Olivenöl, gepresstem Knoblauch, geschnittenem Rucola, Zitronenabrieb und geriebenem Käse in einem Mixglas mixen. Mit Salz abschmecken. 

Mit Pasta serviert und dazu ein feiner Schnittsalat… wird nicht alles Pesto gebraucht, eignet es sich auch bestens als Brotaufstrich.

Buon appetito!


Save the date

Mitmachtag am 18.04.2026 von 10:00 – 13:00 

An diesem Tag möchten wir uns der Infrastruktur des Ortes widmen: Verbesserung des Aussensitzplatzes und eine neue Waschstelle für das Gemüse. Nehmt euer Mittagessen mit, so dass wir dann dann gerade den neuen Sitzplatz einweihen können! 😉

Ein weiteres fleissiges Helferlein

Frühlingsmarkt in Waldenburg am 02.05.2026

Es braucht noch neue Mitglieder in der solimatt! Am Frühlingsmarkt möchten wir deshalb Werbung machen und brauchen dabei noch eure Unterstützung. Wer hat Zeit und schreibt sich gleich für einen Einsatz im juntagrico ein?

Kategorie: Plauderei

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