… gab es in dieser Woche und wir konnten die Zeit davor und danach optimal nutzen, um unsere to-do-Liste abzuarbeiten und um viele Arbeiten genau zum richtigen Zeitpunkt zu erledigen!
Vor dem Regen:
- Ersten Satz Buschbohnen säen
- Zuckermais säen
- Gesätes walzen
- Kefen jäten
- Stützgerüst für Kefen aufstellen
- Rüebli jäten
- Ernten

Nach dem Regen:
- Blumenkohl und Kohlrabi jäten
- Schnittmangold jäten und all die fiesen Quecken und Winden entfernen



Beim Ernten ist mir diese Woche eine grosse Vielfalt an Insekten begegnet… ich bin so richtig in Stress gekommen, dass nicht ohne Ende Insekten in den Kisten landen!
Auf dem Koriander, den wir im Tunnel haben stehen lassen und der jetzt prächtig blüht, hat sich während des Regens eine blauschwarze Holzbiene ausgeruht. Sie ist die Wildbiene des Jahres 2026, gilt in der Schweiz als gefährdet und auf den ersten Blick liesse sich auch vermuten, es könnte eine Hummel sein, so gross wie sie ist. Dank des Klimawandels ist sie immer öfters anzutreffen und lässt sich oft schon hören, bevor sie ins Blickfeld kommt… sie brummt wirklich laut. Die Holzbiene ist alleine unterwegs und ein meist friedfertiges Wesen. Gesammelt werden Pollen und Nektar an verschiedenen Pflanzen, wobei sie sehr gerne Schmetterlings-, Lippen- und Korbblütler anfliegt. Fördern lässt sie sich durch das Liegenlassen von trockenem Totholz an einem sonnigen Platz, denn darin nagen die Weibchen mit Hilfe ihrer Beisswerkzeuge ihre bis zu 30cm langen Nisthöhlen. Meist in dem gleichen Holz, in dem das Weibchen selbst geschlüpft sind! Also das Totholz so lange liegen lassen, bis es komplett unterhöhlt ist…
Vor allem auf den weissen Radieschen (Eiszapfen) haben wir schwarze Flecken und Deformationen beim Ernten entdeckt. Dies hat uns natürlich sofort zum Diskutieren gebracht, was denn der Auslöser sein könnte und ich habe dann auch gleich noch mein wissendes Netzwerk aktiviert, um mehr herausfinden zu können. Und ja, das Netzwerk funktioniert wirklich gut… danke! Vermutlich handelt es sich dabei um die Rettichschwärze. Eine Pilzerkrankung, die auf feuchten und kalkreichen Böden oder wiederholtem Anbau auf den gleichen Flächen vorkommt. Die Sporen überdauern nämlich im Boden. Spannend ist, dass die weissen Sorten stärker infiziert werden. Unser Fazit: Anbaupausen unbedingt einhalten und vielleicht auf weisse Sorten in Zukunft verzichten.

Beim Jäten vom Schnittmangold, ist mir mal wieder aufgefallen, wie stark doch die Wurzelausläufer (Rhizome) der Gemeinen Quecke sind. Hierzulande auch Schnürgras genannt, handelt es sich um ein sehr hartnäckiges, ausdauerndes Wurzelunkraut, aus dem sogar noch aus den kleinsten Rhizomstückchen wieder neue Pflanzen wachsen können.
Doch dank des Regens und der Grabgabel konnte ich viele Pflanzen mitsamt des Rhizoms aus dem Boden ziehen. Die Ende der Wurzelausläufer sind so hart und spitzig, dass sie gefühlt durch alles hindurch wachsen können und ich schon während meiner Laufbahn in vielen Kartoffeln schöne Tunnel geschaffen durch die Quecke entdecken konnte.


… im Korb
- Radieschen
- Rhabarber aus Balsthal
- Schnittlauch
- Schnittsalat
- Salat
- Rucola
- Frühlingszwiebeln
- Knoblauch frisch
- Winterrettich
- Randen

Rezept
Crumble mit Rhabarber
Für die Streusel braucht es:
- 100g Mehl
- 30g zarte Haferflocken
- 30g Mandeln oder Nüsse gehackt
- 80g kalte Butter
- 90g Rohzucker
- 1 Prise Salz
Für die Rhabarberschicht braucht es:
- +/- 400g Rhabarber geputzt gewogen
- 30g Zucker
- 10g Speisestärke oder Puddingpulver
- wer mag Vanille gemahlen
Für die Streusel alle trockenen Zutaten sowie die kalte Butter in Stückchen mit der Küchenmaschine, Knethaken oder von Hand zu Streuseln verarbeiten. Die Streusel im Kühlschrank lagern, während das Obst vorbereitet wird.
Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Rhabarber putzen und in 1-2 cm große Stück schneiden. Mit Zucker, Stärke und Vanille mischen. In eine leicht gefettete, ofenfeste Form geben.
Die Streusel über dem Obst verteilen. Crumble rund 30-35 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind.
Schmeckt direkt aus dem Ofen, lauwarm oder abgekühlt… pur, mit Vanillesosse, Schlagrahm oder Vanilleeis! Mmmmmh…
Ein schönes Wochenende euch allen, rhabarbärige Grüsse Kristin
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