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Seraina

10. November 2022

November 10, 2022 by Seraina Kommentar verfassen

Ihr Lieben da und dort

Schaut mal wie wunderwunderschön der Garten heute morgen aussah:

Ganz anders als gestern, als wir geerntet haben. Es war nass und gruselig, aber ehrlich gesagt, habe ich’s genossen.

Jula im Regen bei der aufwändigen Rosenkohl-Ernte
Wow!

Ihr habt heute viel tolles Gemüse erhalten und auch Pastorenbirnen. Offenbar wurde diese Birne von einem französischen Pfarrer im Wald gefunden und weitergezüchtet. Sie ist im Baselbiet sehr verbreitet. Ihre Besonderheit ist, dass sie im Herbst geerntet wird, und dann nach einer mehrmonatigen Lagerung üblicherweise im Dezember genussreif wurde. Dieses Jahr läuft alles etwas anders und sie wurde vorzeitig schon jetzt anfangs November genussreif. Mit einem Teil konnten wir noch Birnenschnitze zum Trocknen herstellen, die anderen kamen jetzt zu euch. Sie eignen sich hervorragend zum Dörren.

Es gibt ein sehr tolles Rezeptebuch, für welches ihr prädestiniert seid. Es heisst „Hofsaison“ von Claudia Schilling. Gerne stelle ich euch ein paar Rezepte, passend zum erhaltenen Gemüse, vor:

So, genug Inspiration! Viel Freude und Genuss wünschen wir euch allen von Herzen…

Eure Gärtner*Innen

Kategorie: Plauderei

3.11.2022

November 4, 2022 by Seraina Kommentar verfassen

Ahoi*

Gemütlich war das Erntedankfest letzten Samstag. Kurzes Danke sagen für die reiche Ernte beim Acker, leckere Gemüsesuppe und edle Hazelburger beim Hof, rundum fröhlich beschäftigte Kinder und dann die Band „Chatpître2“, eine tolle Entdeckung! Danke allen, die dabei waren. Es war lässig, ich freue mich auf’s nächste Mal!

In der ObZ ist gestern Donnerstag ein schöner Bericht über unser Projekt und unser Fest erschienen:

Die Woche stand gartentechnisch im Zeichen der Neubepflanzung der Tunnels, es wurden Portulak, Asiasalate, Rucola, Pak Choi, Nüsslisalat und Krautstiele gesetzt und Spinat gesät. Im Freiland waren wir diese Woche mit dem Rüebli-Ernten beschäftigt. In den nächsten Wochen steht noch mehr Ernten an: Rüebli, Pastinaken, Zuckerhutsalat.

Diese Woche habt ihr im Ernteanteil einer meiner absoluten Lieblinge erhalten. Es ist der Castelfranco-Salat. Seine Optik im Garten ist recht variabel, was aber typisch für viele Radicciosorten ist. Hier eine Fotoserie, was dabei alles Schönes herauskommen kann – alles dieselbe Sorte, Variegata Di Castelfranco:

Ich liebe alle Radicchio-Salate, insbesondere die Castelfrancos. Sie sind nicht nur die Winterköniginnen, weil sie so unglaublich dekorativ sind, sondern auch weil sie so aromatisch sind, wie kaum ein anderer Salat. Kein Exemplar sieht gleich wie ein anderes aus. Verschiedene Grün mit verschiedenen roten Sprenkeln und innen oft weiss mit rotem Gesprenkel, die einen locker, die anderen gekopft, die einen kurz und dick, die anderen dünn und lang, alle unglaublich lecker.

Warum diese Salate bei uns noch nicht bekannter geworden sind, bleibt ein Rätsel. Am bekanntesten aus der Familie der Wegwarten ist wohl der Endivien, der Cico rosso, dann noch der Zuckerhut. Sie gehören zu einer anderen botanischen Familie wie die Kopf-, Eichblatt-, Bataviasalate, die zu den Lattichsalaten zählen.

Die Art schmeckt in vielen Zubereitungformen – natürlich einfach als Salat, aber auch gekocht, angeröstet, im Risotto.

Rüebli (kleine oder beschädigte), Chinakohl, Castelfranco, Navets, Kürbis, Lauch, Kartoffeln, Radiesli (kleiner Ernteanteil von gestern)

Lasst es euch gut gehen und seid herzlich gegrüsst, Seraina

Kategorie: Plauderei

Gemüsetasche vom 27.10.2022

Oktober 27, 2022 by Seraina 1 Kommentar

Sali zämme

Kraftvolle Zucchettipflanzen verabschieden sich

Die unwahrscheinlich wuchsfreudigen Zucchettipflanzen neigen ihrem Ende zu und zeigen ihr „Gerüst“: Ein Gemälde, finde ich.

Umso grüner die Tasche:

Ein ausgepackter grosser grüner Ernteanteil von heute.

Nebst Chinakohl gibt es diese Woche auch zum 1. Mal wieder die schönen lilaweissen Herbstrüben/Mairüben.

In Frankreich sind sie als «navets» bekannt und ein beliebtes Gemüse in Eintöpfen. Hierzulande führen sie eher ein Schattendasein. Viele Leute kennen sie nicht, viele mögen sie nicht.

Auch ich liebte sie lange Zeit nicht gerade. Doch als ich mich mit ihnen befasste, wuchs meine Freude und eigentlich finde ich sie nun so richtig super! Darum versuche ich nun, sie Euch schmackhaft zu machen. Mairüben gehören zur Familie der Kreuzblütler, wie auch Radiesli, Rettich, Kresse, Rucola und alle Kohlsorten. Sie sind unkompliziert im Anbau und sehr frohwüchsig, sei es im April/Mai oder auch im Herbst. Im Mai sind wir sehr dankbar um diese einfache Kultur, die unsere Frühlingstasche bereichert, jetzt im Herbst sorgt sie für etwas Abwechslung.

Herbstrüben können nur kurz gelagert werden, sie sollten frisch gegessen werden.

Der Geschmack junger Rüben erinnert an Radiesli, sie sind aber milder im Geschmack.  Sie können roh (wie Radiesli) oder gekocht (milder) gegessen werden. Geschält (milder) oder ungeschält.

Hier ein paar Zubereitungsvorschläge:

Gewaschen, geschält und zerteilt werden die Herbstrüben meist gekocht und anschliessend püriert oder in Butter, Zucker und etwas Salz glasiert. Pürierte Rüben lassen sich auch zum Binden von Gemüsecrèmesuppen verwenden. Als Gemüsesalat schmecken sie ebenfalls vorzüglich: Dazu die Rüben in Scheiben schneiden und zusammen mit gescheibelten Rüebli kurz weichdämpfen. Dann in einer Weinessig-Olivenöl-Salatsauce mit fein geschnittenen Zwiebeln eine halbe Stunde ziehen lassen und lauwarm servieren.

Am Ende meines Arbeitstages habe ich eine schöne Entdeckung gemacht:

Unter einem Zwetschgenbaum lagen sehr viele heruntergefallene Zwetschgen und mindestens 5 Schmetterlinge flatterten emsig herum: Es waren Admirale. Dieser Edelfalter heisst auf lateinisch „Vanessa atalanta“ und ist ursprünglich eine südeuropäische Art, die als Wanderfalter Jahr für Jahr im Frühjahr nach Norden die Alpen überflog, dann in Mitteleuropa eine neue Generation zur Welt brachte, um dann im Herbst zur Überwinterung wieder zurück in den Süden zu ziehen. Für die 2000 bis 3000 Kilometer lange Strecke von Nordafrika oder Südeuropa bis zu uns brauchten die Falter etwa zwei Wochen.

Nur ausnahmsweise überwinterten einzelne Falter auch bei uns. Inzwischen ist das aber zur Regel geworden. Es hat sich eine eigenständige mitteleuropäische Population gebildet, Einflüge aus dem Mittelmeerraum gibt es kaum noch. Aber auch die Mitteleuropa-Admirale sind Wanderfalter, von denen manche im Laufe des Sommers bis nach Skandinavien ziehen. Im Herbst fliegen sie nach Süden, allerdings nicht mehr über die Alpen, sondern zum Beispiel an den Oberrhein, und überwintern dort.

Herzlich, und vorfreudig auf Samstag, Seraina

Kategorie: Plauderei

Gemüsetasche vom 21.10.2022

Oktober 21, 2022 by Seraina Kommentar verfassen

Liebe alle!

Unser Garten heute nachmittag, von Elisabeth aufgenommen.

Nach dieser sonnigen warmen Woche ist heute Freitag der Tag gekommen, an dem es sich richtig anfühlt, die beiden Tunnels zu räumen. Ade ihr lieben Tomaten! Wir haben noch ein letztes Mal gepflückt und hoffen auf eine schöne Nachreifung an einem wärmeren, trockeneren Ort, so dass wir noch 1-2 Mal Tomaten in der Tasche entdecken dürfen.

Seraina bei einer ihrer liebsten Arbeiten, Tunnel räumen

Nächste Woche werden wir die Grüngemüse für das Winterhalbjahr setzen: Nüsslisalat, Asiasalate, Rucola, Portulak, Pak Choi und Krautstiele. Auf der Webseite der Solimatt sind übrigens unter der Rubrik „Mitglied werden“ weitere Gemüse, die es im Winter (und auch für die anderen Jahreszeiten) gibt, aufgezählt.

Die gestrige Tasche war ja wieder prächtig!

Eine Augenweide war und ist diese Herbstfülle. Es gab grad mehrere Kohlräbli. Da sie etwas von Schnecken angeknabbert sind, haben wir alle verteilt. Vor dem heutigen Regen haben wir am Mittwoch bereits fleissig Rüebli ausgemacht. Eine Reihe auf dem Beet enthielt viele kleine Rüebli, da diese Reihe wohl nicht/kaum ausgedünnt worden ist. Von diesen haben wir in die Tasche gegeben, da sie weniger gut lagerfähig sind als die Grossen. Auch der Sellerie, den ihr erhalten habt, ist nicht perfekt, um eingelagert zu werden, er leidet an der Blattfleckenkrankheit (Septoria) oder/und an Sellerieschorf. Wo das Laub nicht mit den braunen Tüpfli befallen ist, kann das Kraut sehr gut für Suppen oder zum Würzen anderer Saucen verwendet werden, auch getrocknet. Die rostige Stelle an der Knolle einfach wegschneiden…

Sellerie mit etwas Schorf an Knolle
Kohlrabi, verziert von Schneckenfrass
Rüebli, kurz vor der Ernte

Wir freuen uns auf das gemeinsame Ernten und Sauerkraut machen morgen Samstag!

Ganz liebe Grüsse des Solimatt-Gartenteams

Kategorie: Plauderei

Gemüsetasche vom 6.10.2022

Oktober 6, 2022 by Seraina Kommentar verfassen

Ihr Lieben

Die sonnige Wochenmitte war ja prächtig. Nur trugen wir alle die falsche (zu warme) Hose… Wir waren zu acht – oder eigentlich zu neunt, wenn wir Hansjakobli dazu zählen (mehr zu ihm später)- auf dem Acker und haben richtig vorwärts gemacht.

Ein Blick auf den herbstlichen Garten heute Donnerstag morgen
Kleiner Ernteanteil von heute: Das Sommergemüse weicht dem Herbstgemüse & -obst
(2 Fenchel hätten noch aufs Bild sollen, wollten aber partout nicht)

Und so sind wir auch bereits mit Abräumen & Einlagern beschäftigt. Kürbisse und Kopfkohle sind bereits alle im Lager. Es hatte ein paar wenige aufgeplatzte oder abzurüstende Weiss- & Spitzkabis, die nicht lagerfähig sind und wir deshalb in den heutigen Korb gaben für erste Eintöpfe oder Kabissalate…

Mit dem Gertel ist ein Kopfkohl (im Bild Spitzkabis) ruckzuck abgehauen. Mühseliger ist dann der Transport der vielen schweren Harassen.

Nun endlich zu Hansjakobli:

Links Laika, in der Bildmitte besagter Hansjakobli.

Hansjakobli scheint uns vielleicht etwas kopflos oder ohne Bodenhaftung, aber seine Anwesenheit ist wichtig. Unser Garten hat nämlich regelmässig unerwünschte BesucherInnen: Rehe. Sie mögen die auch von mir heissbegehrten Zichoriensalate ungemein gern. Hansjakobli bewacht nun unsere Zuckerhutsalate, Cico Rosso und Castelfranco-Salate. Ausserdem soll das darüber gelegte Kulturschutznetz die Tiere abhalten und der von Marianne, Claudia und Martin montierte Elektrozaun.

Schadbild Rehfrass
Elektrozaun rundum unseren Acker

Und zu guter Letzt noch verschiedene liebe lustige Gestalten, die sich diese Woche auf dem Acker tummelten:

Mit lieben Grüssen, Seraina

Kategorie: Plauderei

Gemüsetasche vom 15.9.2022

September 15, 2022 by Seraina Kommentar verfassen

Sali zämme

Wieder ist eine Woche vergangen…

Blick auf unser Gemüseacker vom untersten Feldrand her. Im Bild ist gut zu erkennen, wie schön die Zuckerhut-Salate bereits gewachsen sind. Nebst hacken und frisch gesetzte Blumenkohle anhäufeln stand/steht die Woche im Zeichen des Mostens. Am Mittwoch wurden bereits einige Harassen Mostäpfel aufgelesen, morgen Freitag geht es weiter und am Samstag morgen wird gemostet.

In der heutigen Gemüsetasche hat es Lauch, Salat (im Bild Lollo rosso), Schnittmangold, Zuckermais, Bohnen, Zucchetti, ein Bund Peterli, Tomaten und Basilikum.

Habt ihr Schnittmangold auch so gerne wie ich? Ich habe ganz viele Lieblingsgemüse, und eines davon ist Schnittmangold (oder/und Krautstiel). Ich mag ihn am liebsten entweder in einer Wähe oder einfach als Gemüsebeilage. 

Wähe: Ich mache den Blitzteig: 75g Butter in 1 dl heissem Wasser schmelzen lassen, ein halber Teelöffel Salz dazu, 200g Mehl einrühren, fertig. Frisch zubereitet lässt dieser Teig sich ganz einfach ins Blech drücken. Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl in einer grossen Pfanne anbraten, Schnittmangold, gewaschen und abgetropft, dazugeben und 5 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Er fällt schön zusammen, wird gesalzen und gepfeffert und auf den mit gemahlenen Nüssen bestreuten Teig verteilt. Tomatenscheiben und gewürfelter Feta oder Nüsse oben drauf streuen, eventuell etwas Rahm als Guss verteilen. Und ab in den Ofen…

Gemüsebeilage: Wieder Zwiebeln und Knoblauch (oder auch Ingwer) in Olivenöl und in einer grossen Pfanne anbraten, Schnittmangold dazugeben, Deckel drauf. Nach 5-10 Minuten salzen, pfeffern und mit etwas Rahm verfeinern. Delikat! Auch hier passen Tomaten (zB auch gedörrte) und Feta dazu.

Auf jeden Fall bewahre ich den Schnittmangold und Krautstiel nie lange auf. Er braucht zu viel Platz im Kühlschrank, passt kaum in eine Tüte und wird nicht schöner. Er ist bei mir eigentlich immer das Erste, das weg muss…

Habt’s gut.

Herzlich, Seraina

Kategorie: Plauderei

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