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Seraina

Hallo zämme

Dezember 18, 2025 by Seraina Kommentar verfassen

Einsam und verlassen und etwas kahl liegt unser (oder nun nur noch euer) Acker da. Aber so einsam ist er gar nicht, denn unten drin ist mächtig was los. Und kahl ist es auch nur oben, was fruchtfolgetechnisch einfach so rauskam letzte Saison. Auf dem „neuen“ unteren Acker wächst /steht nämlich noch einiges. Und dort wo mehr als nur eine zarte Gründüngung oder zarte Winterkefen gedeihen, der Boden bedeckter ist, tummeln sich die Mäuse. Und dann sieht es zum Beispiel so aus:

Wurzeln abgefressen, umgelegt.

Sind sie unsere geheimen Erntehelferlein? Mag sein… Wäre nicht nötig gewesen, Ernten geht nämlich besser mit aufrecht stehenden Pflanzen.

Wunderschön, so eine Rosenkohlpflanze, nicht?

Der reiche Weihnachtskorb präsentiert sich ausgebreitet in etwa so:

Kartoffeln, Federkohl violett & grün, Rüebli, Kürbis, Rotkohl, Rosenkohl, Zichoriensalate (im Bild Zuckerhut und Cico rosso), Nüsslisalat und Rucola.

Menu 1 könnte ungefähr so aussehen:

In dieser himmlischen Gemüsewähe wurde Palmkohl verwendet. Anstelle von Palmkohl bietet sich bei euch der Federkohl an. Sofern ihr für einmal auf den rohen, gekneteten Federkohlsalat oder die Federkohlchips verzichten mögt…

Ich empfehle euch den Nüsslisalat und den Rucola bald zu essen anstatt ihn aufbewahren zu wollen. Jetzt ist er ganz frisch und am schönsten. Schöner wird er nicht mehr!

Anders die Rüebli, die Kartoffeln, der Rotkabis, sie lassen sich problemlos im Kühlschrank einige Tage oder eher Wochen lagern. Am besten in einem Plastiksäggli, vor dem Austrocknen geschützt. Vermutlich haben die einen oder anderen noch ein Stück Sellerie, Pastinake oder eine Rande im Kühlschrank und das ist gut so, denn der nächste Korb kommt erst am 8. Januar. Zur Not gibt’s dann eben mal ein Fondue oder Spaghetti mit einer im Sommer eingemachten Tomatensauce, okay?

Meine Lieben, ich verabschiede mich nun auch im Blog von euch. Lasst es euch gut gehen, lasst euch das Gemüse der Solimatt schmecken, belebt die Solimatt und lauft mir doch mal über den Weg, irgendwann, irgendwo.

Bis dann, von Herzen

Seraina

Kategorie: Plauderei

Sali mitenander

Dezember 11, 2025 by Seraina Kommentar verfassen

Euer Korbinhalt (der kleine Ernteanteil) ausgebreitet:

Boskoop-Äpfel, Castelfranco-Salate, Portulak, Rüebli, Cico rosso, Pastinake und Palmkohl

Dienstag morgen um 8 Uhr: Nebelsuppe in Niederdorf.

Mittwoch morgen um 8 Uhr:

Che bello!

Verlassen und abgeerntet liegt es da, das obere Gemüsefeld. Das untere Gemüsefeld ist noch reich mit Lauch und Kohlen bestückt, knapp sichtbar links im unteren Bilddrittel die dunkelgrüne Reihe. Es ist auch wirklich sehr ruhig geworden. Fast nur noch die Mäuse sind täglich aktiv…

Nun haben wir die letzten Zuckerhüte an Lager genommen und Cico rossos und Castelfrancos für die Körbe geerntet. Es bleiben nur noch ein paar Salatköpfe für nächste Woche und dann hat es oben wirklich kaum mehr was als kleine, zarte Frühlingszwiebeln und frisch gekeimte Winterkefen (die dann im Frühling erntereif werden).

Kurz vor meinem Abgang ist noch eine neue Hilfskraft auf den Hof gekommen:

ein oranger Fiat

Bisher ist er noch ohne Namen. Das wird sich sicher noch ändern… Ich wünsche ihm einen guten Start und auf seinem Lebensweg viele schöne Transporte oder Transporte mit viel schönem, schmackhaftem Gemüse. Schade für mich ist er so spät gekommen…

Alles Liebe für die kommende Woche und bis zum nächsten und letzten Mal!

Seraina

Kategorie: Plauderei

Guetenobe alli

Dezember 4, 2025 by Seraina Kommentar verfassen

Und wieder ist eine Woche rum. Dicker Nebel begrüsste uns am Mittwoch morgen in der Solimatt. Doch noch am Vormittag drückte die Sonne zaghaft durch den Nebel und bescherte uns irgendwann noch einige wärmende Sonnenstrahlen.

Gartenausblick im noch dichten Nebel
Winterlich schön, still und verlassen.

Inzwischen kommt vieles aus dem Lagerraum und nur ein kleiner Teil noch frisch vom Feld. Genau das ist auch mit ein Grund, warum wir von Januar bis und mit März nur alle 2 Wochen abpacken. Danach ist das Wachstum wieder rasanter und eine wöchentliche Ernte angebracht. Der letzte Korb dieses Jahres erhält ihr am Donnerstag 18. Dezember, der erste im neuen Jahr am Donnerstag 8. Januar 2026 und ab dann zweiwöchentlich. Anhand der Abpack- und Ausfahrdaten könnt ihr auf juntagrico.solimatt.ch jederzeit nachschauen, wann es wieder eine Gemüselieferung (zu machen) gibt.

Nüsslisalat schneiden im Folientunnel

Nebst dem wunderschönen Nüsslisalat hattet ihr (mit kleinem Ernteanteil) heute folgendes im Korb: Weisskabis, Lollo rosso-Salat, Knoblauch, Schwarzer runder Winterrettich, Äpfel (Boskoop), Chioggia-Randen (vielleicht auch eine gelbe Rande) und eine Umfrage.

Die Chioggia-Rande ist eine interessante, alte italienische Sorte. Aussen ist sie leuchtend hellrot, innen hat sie abwechselnd weisse und rote Ringe. Sie eignet sich vor allem für eine rohe Verzehrung, da die Ringe beim Kochen leider verlaufen.

Die Äpfel eignen sich sehr zum Verkocht werden, sei es zu Apfelmus oder auch eine Apfelwähe. Ich aber reibe sie auch gerne mit der Röstiraffel in mein Müesli…

Der Schwarze Winterrettich sieht super aus, wenn ihr die Schale dran lässt und dünne Scheiben schneidet. Zum Beispiel auf ein Butterbrot oder auf einen Flammenkuchen. Der feine schwarze Rand sieht sehr apart aus!

E guete mit allem und bis zum nächsten Mal!

Mit liebem Gruss, Seraina

Kategorie: Plauderei

Guggugg

November 27, 2025 by Seraina Kommentar verfassen

Zum Start in den Erntetag erhielten wir gestern garstiges Winterwetter. Mir konnte es nichts anhaben, ich war gut eingekleidet, inklusive warmen Stiefeln. Nebst Bächen über das eben erst abgeerntete Pastinakenbeet begleitete uns heiteres Schneetreiben in den Morgenstunden. Wenig oberhalb des Ackers wurde der Wald schön weiss, bei uns unten blieb alles Braun und Grün und vor allem nass.

Schneefall zum Erntetag
Überschwemmung auf dem kürzlich geräumten Pastinakenbeet

Ertrunkene Mäuse habe ich nicht entdeckt, aber wieder sind mir ein paar Mäuse in die Fallen. Nebst ganzen Rosenkohlpflanzen legen sie gerade Chinakohle und Rosso di Verona- & Grumolo-Salate um. Letztere würden Ende Winter schöne Rosetten bilden, die wir ernten und geniessen könnten.

Zuckerhut, Kürbis, Süsskartoffeln, Chinakohl und violetter & grüner Federkohl.

Die grossen Ernteanteile erhielten noch etwas Broccoli, einen Weisskabis und 2 Castelfranco-Salätli.

Süsskartoffeln haben wir dieses Jahr zum 1. Mal angebaut und die Ernte der süssen Knollen war eine grosse Freude. Was auch immer ihr damit anstellt, ich liebe sie als Ofengemüse. Kürbis kann auch grad mit rein und dazu wahlweise einen Federkohl-, Chinakohl- oder Zuckerhutsalat. Für alle die es vergessen haben oder die neu dabei sind, schreibe ich gerne nochmals mein Federkohlrezept auf:

Federkohlsalat Das Blatt ab der Blattspreite reissen und ohne die Blattspreite (die kannst du für deine nächste Gemüsepfanne aufbewahren) in ganz feine Streifen schneiden. Diese Streifen ausgiebig von Hand kneten, sie werden dabei ganz knallig leuchtig und es entströmt ein feiner Duft. Kerne oder Nüsse rösten, leicht abkühlen lassen, und Datteln oder Ähnliches fein schneiden und beides zugeben. Mit einer feinen Sauce anrichten und geniessen!

PS. Zuckerhut-Salat ist auch für fast alle schmackhaft, wenn geröstete Kerne/Nüsse und Apfel- oder Orangenstücke zugefügt werden!

Herzliche Grüsse, Seraina

Kategorie: Plauderei

Guete Daag

November 20, 2025 by Seraina 1 Kommentar

Mittwoch morgen, knapp -5°C

Ein frostiger Morgen wie aus dem Bilderbuch empfing uns gestern Mittwoch. Die Schönheit kaum zu übertreffen, allenfalls mit einer sommerlichen Üppigkeit. Beides sehr verschieden, aber beides sehr betörend.

Eisblumen auf Tunnelfolie

Einige Stunden später endete dieser schöne Wintertag dann so:

viel Matsch, schwere Stiefel 🙂
ein Beet Lauch nun abgeräumt

Das meiste Lagergemüse ist nun im Kühler. Einige Gemüse verharren draussen und warten auf eine Ernte oder auf längere, mildere Tage. Die Zuckerhut-Salate zum Beispiel sind noch draussen, einige sind noch nicht fertig gewachsen, der Oktober war einfach zu kühl. Ebenso ist der Broccoli klein geraten aus diesem Grund. Aber besser kleiner Broccoli als kein Broccoli…

Winterlauch und Rosenkohl bleiben fix draussen und vor allem der Lauch wächst dann ab Mitte Januar kräftig.

frisch aufgesetzter Kompost

Viele Gemüseabfälle sowie Schafsmist vom Nachbar hat Arthur in den letzten Wochen laufend zu einer wunderschönen Kompostmiete aufgeschichtet. Der Anblick dieser freut uns jeweils sehr, natürlich auch weil wir den Wert dessen in unserem Boden wissen.

1. Korbbild
2. Korbbild

Euer Gemüse präsentiert sich wieder wunderschön, wenn es auch nicht so viel ist. Vielleicht habt ihr noch Rüebli, Randen oder was auch immer von den letzten Wochen zum aufbrauchen.

Cico rosso (oder Radicchio), Krautstiele, Lauch, Palmkohl, Boskoop-Äpfel, Broccoli (ausser Hölstein, dort dafür mehr Äpfel) und Knollensellerie.

Den Salat würde ich gerade so geniessen, mit dem Krautstiel, dem Palmkohl und dem Lauch würde ich eine Gemüsewähe machen, den Broccoli zu Penne rigate essen, mit dem Sellerie eine Suppe kochen (dazu frisch gebackenes, noch warmes Brot) und die Äpfel ins Müesli raffeln. Tiptop, alles weg. Reicht mir persönlich ungefähr 2 Tage. Wem es auch so geht und wer Lust auf mehr frisches, nahes, faires, biologisches Gemüse hat, darf jetzt auf einen grossen Ernteanteil wechseln! Ich kann das sehr empfehlen für Gemüsevielfrasse oder Gruppen/Familien ab 3 Personen. Mehr von diesem Gemüse = weniger krank. Versprochen. Allenfalls zu kombinieren mit täglicher ausgiebiger Frischluftzufuhr inklusive Bewegung.

Viele liebe Grüsse von eurem Gemüsevielfrass Seraina

Kategorie: Plauderei

Hallo zämme

November 13, 2025 by Seraina Kommentar verfassen

Zu diesem Glück kamen die Bezügerinnen und Bezüger des grossen Ernteanteils heute:

Castelfranco-Salat, Herbstkohlrabi Superschmelz, Rotkabis (oder Wirz), Kartoffeln, Asiasalate, Pastinake (beschädigte, nicht lagerfähige), Zuckerhut, Randen, Knoblauch, Lauch

Jene, die vor ein paar Wochen Rotkabis erhalten haben, haben nun Wirz erhalten und umgekehrt. So dass nun alle einmal einen schönen Wirz ab Feld aus dem Korb nehmen durften…

Rotkabis haben wir noch mehr an Lager, vom Wirz war es das schon wieder in etwa.

Wie ich auch schon erwähnt habe, finde ich selber Asiasalat eigentlich am besten auf der „Anggeschnitte“, mit etwas Kräutersalz. Natürlich können die verschiedenen Blätter auch einem Salat beigefügt oder sehr kurz gedünstet werden.

der Schönste: Castelfranco
dreierlei Asiasalate

Der Castelfranco-Salat ist für mich das höchste der Gefühle. Er ist so wunderschön und jedes Exemplar so einzigartig, aber vor allem schmeckt er einfach so unvergleichlich gut.

Pastinaken. Sie sehen aus wie zu gross geratene, bleiche Rüebli. Sie sind vor allem wegen ihrer Süsse vielleicht nicht jedermanns/jedefraus Sache. Dennoch können sie sehr schmackhaft sein, versucht es selbst. Theoretisch sollten unsere Pastinaken auch nicht allzu süss sein, denn offenbar verhilft ihnen der Frost zu mehr Süsse und den hatten sie noch nicht. Da die Mäuse unsere Ernte wegzuknabbern drohten, holten wir sie bereits aus dem Boden und lagern sie nun sicher im Kühlraum.

Die arg angestochenen oder „rostigen“ Exemplare können wir nicht einlagern, deshalb bekommt ihr jetzt diese. Es gibt etwas Rüstaufwand je nach Exemplar, aber alle sollten einiges brauchbares Fruchtfleisch erhalten.

PASTINAKEN-OFEN-SALAT

Pastinake & Äpfel in Würfel schneiden, mit Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen. Gut 15 Minuten in der Mitte des Backofens backen. Baumnusskerne grob hacken, auf den Pastinaken- & Apfelwürfeln verteilen und einige Minuten fertig backen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Feigen in Scheibchen schneiden und aufs Blech geben.

Sauce: Eine Zwiebel fein hacken, mit dem Öl nach Wahl, Quittenessig (wenn du das hast) oder anderem Essig, etwas Senf, Honig, Salz und Pfeffer vermischen und über das in eine Schüssel geschüttete Gemüse geben. Gut mischen und lauwarm geniessen!

–> Statt Äpfel Birnen verwenden. Statt Pastinake Räbe, Sellerie oder Kohlrabi Superschmelz nehmen!

Diese Pastinake kam mitsamt der langen dünnen Wurzel aus dem Boden. Von Kopf bis Fuss war sie über 60 cm lang!!!
Rotkabis inmitten von noch blühender Phacelia

Was im Oktober gefehlt hat, holt nun der November nach: warme, sonnige Tage am Laufmeter. Wunderbar. So macht Gärtnern nochmals richtig Spass, sogar wenn ab 14 Uhr die Sonne von unserem Acker verschwunden ist… Wir haben diese Woche alle Kabisköpfe, die Pastinaken und die letzten Rüebli ins Lager bringen können. Damit fällt definitiv eine Last von unseren Schultern.

Herzlicher Gruss, Seraina

Kategorie: Plauderei

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