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Hallo zusammen!

Oktober 30, 2026 by Kristin Metzner Kommentar verfassen

Anzuchtplattenturm

Da steht er die Tage nun vor mir dieser Turm aus QuickPots (Anzuchtplatten für Setzlinge) und mein Hirn fängt an zu rechnen… 90 Platten aufwärts, denn irgendwo stehen ja sicher noch diverse vergessen gebliebene rum… mit je 54 Vertiefungen… und irgendwann Ende August waren ja tatsächlich mal alle gleichzeitig belegt, so dass wir mit Kisten und Saatschalen improvisieren mussten und dann waren sie teilweise auch mehrfach belegt… minus der Zahl an Samen, die nicht gekeimt sind, obwohl wir diese Saison eine sehr gute Keimrate hatten… und teilweise liegen ja auch mehrere Samen in einer Vertiefung… nun ja, jetzt nicht zu kompliziert werden… jedenfalls komme ich grob und schnell gerechnet auf die Zahl 6500! Und ich finde diese Zahl also sehr eindrücklich – 6500 Setzlinge, die seit Ende Juni bei uns auf der solimatt gewachsen sind. Samen, die alle in unseren Händen lagen, Keimlinge und Setzlinge die wir mit grosser Sorgfalt gepflegt und gehegt haben, Pflänzchen die von vielen fleissigen Händen in die Erde gesetzt wurden, Pflänzchen, denen gute Worte zugeflüstert wurden in Anbetracht ihres Daseins unter der Hitze und Gemüse, dass schlussendlich in den Körben gelandet ist oder noch landen wird. Da huscht ein sehr zufriedenes Lächeln über meine Lippen, ich bin stolz auf uns und dann kann es auch schon wieder weiter gehen mit den letzten Setzlingen, die im grossen Tunnel darauf warten, von uns gesetzt zu werden!

Marianne setzt Krautstiel, ich Portulak
Einfach nur wunderschön!

Während wir im Tunnel am Setzen waren, wurden auch fleissig Baumnüsse aufgelesen. Diese dürfen nun noch im Heizraum nachtrocknen und lassen sich im Winter dann in den Körben finden.

Ein Teil der grünen Tomaten, der am letzten Mitmachmorgen geerntet wurde, ist an der Wärme wunderbar nachgereift, so dass wir die Gelegenheit genutzt haben, eine Ladung davon in den Dörrofen zu geben. Nun hat es feine getrocknete Tomaten für den Wintervorrat.

Ebenfalls habe wir beim Ernten vom Knollensellerie die schönen Herzblätter gesammelt, um diese zu trocknen und sie so haltbar zu machen.


Neben dem Setzen, Sammeln und Konservieren liegt unser Fokus weiterhin beim Ernten des Lagervorrats. Neben einer beeindruckend guten Ausbeute Süsskartoffeln, sind nun auch kleine Knollensellerie und riesige Superschmelz abgeerntet.

Als nächstes sind dann die Randen an der Reihe, da diese einen Frostschaden bekommen können, welcher zu einer Schwarzfärbung der Randen im Inneren der Frucht führen kann.

Stechgabel im Dauereinsatz

Gemüsekorb in der KW 44

  • Endivien
  • Castelfranco
  • Petersilie glatt/kraus
  • Majoran
  • Peperoni oder Aubergine
  • Rettich
  • Schnittmangold
  • Rüebli

Rezept

Geschmorte Endivie

  • Endivie glatt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 40g Pinienkerne
  • 40g Kapern gesalzen oder eingelegt
  • 100g Rosinen, in Wasser eingeweicht
  • 10 schwarze Oliven
  • 2EL Olivenöl
  • 1 Prise Salz
  • Saft einer Zitrone
  • Chili nach Belieben

Falls die Kapern gesalzen sind, dann diese zuerst entsalzen (in kaltes Wasser einlegen und mehrmals das Wasser wechseln.).

Vom Endivien Strunk und nicht schöne Blätter entfernen. Die schönen Blätter je nach Grösse halbieren oder in Streifen schneiden und dann waschen. Die geschnittenen Blätter drei Minuten in Salzwasser blanchieren, abseihen und gut abtropfen lassen.

Währenddessen den Knoblauch (ganz), Rosinen, Kapern, Pinienkerne und Oliven in Olivenöl in einer Pfanne anbraten. Wenn das Ganze duftet und etwas knusprig ist, den Knoblauch entfernen.

Endivienblätter gut vom restlichen Wasser ausdrücken. Danach die Blätter mit in die Pfanne geben, mitbraten und mehrmals wenden. Mit Salz, Zitronensaft und wer mag mit Chili abschmecken. Die Endivie sollte weich sein und schön vom Olivenöl glänzen.

Eine neapolitanische Beilage, die zu vielem gegessen werden kann und auch kalt oder lauwarm fein mit Brot schmeckt. In manchen Rezepten werden zur Endivie noch Sardellenfilets hinzugefügt, um das Aroma zu verstärken.

Jedenfalls… buon appetito!


Der Wind letztes Wochenende hat an der Folie vom Tunnel seine Spuren hinterlassen – ein grosses Dankeschön an Philipp fürs Flicken!

Herbstliche Grüsse an alle, Kristin

Kategorie: Plauderei

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