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Plauderei

Guete Tag Mitenander

Februar 20, 2026 by Marianne Lerch Kommentar verfassen

Wenn ihr mich schon auf einem Bild seht, dann möchte ich mich auch kurz vorstellen. Ich bin Kristin und werde die Solimatt ab jetzt voller Motivation als neue Gemüsegärtnerin unterstützen. Am Liebsten habe ich meine Hände in der Erde und an Gemüse und Obst! Ausserdem lese ich gerne, lass mich von meinen Füssen durch die Natur tragen und fülle unseren Keller mit feinen Vorräten.
Ich freue mich sehr auf spannende Begegnungen, interessanten Austausch, viele Erfahrungen und das Zusammenarbeiten mit euch.

Zur Zeit zeigt sich das Wetter von seiner unfreundlichen Seite. Es ist nass, windig und auf dem Gemüsefeld unglaublich sumpfig. Doch im Folientunnel geht schon richtig die Post ab. Am Mittwoch konnten wir so einiges ernten. Drinnen war es richtig angenehm, während draussen der Wind pfiff und der Regen und Schnee auf das Folientunnel prasselte. Solche Tage machen uns einmal mehr bewusst, wie wertvoll unser geschützter Anbau ist.

Nun sind wir froh, dass wieder etwas Platz im Folientunnel entstanden ist. Diese Woche setzen wir bereits die ersten Setzlinge: Kohlrabi, Fenchel und verschiedene Salate dürfen einziehen. Im Korb dieser Woche durften wir euch eine wunderschöne Zusammenstellung bieten. Eine richtige Freude.

Der Portulak begeistert mit seinen saftigen, leicht säuerlichen Blättern und einer feinen nussigen Note. Gerne könnt ihr ihn unter den Asiasalat oder Kopfsalat mischen oder unter einen Kabissalat beigeben. Ein Genuss!

Besonders freute uns auch die Ernte des Pak Choi, auch Senfkohl genannt. Er eignet sich hervorragend für Wokgerichte oder Suppen, schmeckt aber auch roh als Salat sehr gut. Aus dem Lager kommen diese Woche ein schöner Weisskohl und Rüebli.

Die Peterliwurzel passt wunderbar zu den Rüebli und ergibt zusammen eine angenehm würzige Beilage. Fein geschnitten macht sie sich aber auch hervorragend im Salat.


Hier ein Rezept, bei welchem ihr die Gemüse im Korb findet:
Gemüsepfanne mit Pak Choi und Kichererbsen auf Buchweizen mit Koriander

  • Pak Choi
  • eine Dose Kichererbsen
  • eine Tasse Buchweizen
  • zwei Rüebli
  • eine kleine Peterliwurzel
  • eine Zwiebel
  • eine Knoblauchzehe
  • ein wenig Ingwer
  • ein Esslöffel Sojasauce
  • ein Esslöffel Raps- oder Sesamöl
  • ein Teelöffel mildes Currypulver, Salz und Pfeffer
  • Koriander
  • etwas Zitronensaft

Zubereitung:
Den Buchweizen in einem Sieb heiss abspülen. Mit der doppelten Menge Wasser und etwas Salz aufkochen und etwa 15 Minuten sanft köcheln lassen. Danach vom Herd ziehen und noch kurz quellen lassen.

Den Pak Choi waschen, den Strunk entfernen und in Streifen schneiden. Rüebli und Peterliwurzel in feine Scheiben schneiden. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein hacken.

Das Öl in einer grossen Pfanne oder im Wok erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer kurz andünsten. Danach Rüebli und Peterliwurzel beigeben und einige Minuten anbraten. Die abgetropften Kichererbsen und den Pak Choi hinzufügen, mit Sojasauce und Currypulver würzen und nur kurz weiterbraten, sodass der Pak Choi noch leicht knackig bleibt.

Den Buchweizen auf dem Teller verteilen, das Gemüse darüber geben und mit dem grob gehacktem Koriander und Zitrone garnieren.

Viel Spass beim Ausprobieren.

Herzlichen Gruss
Kristin und Marianne


EINLADUNG ZUR…

Solimatt – Zukunftswerkstatt
Samstag, 14.03.2026

Ort: Casa 12, Schwengiweg 12
4438 Langenbruck
Zeit: 10:00 – 13:00

Kategorie: Plauderei

Sali zäme

Februar 7, 2026 by Marianne Lerch Kommentar verfassen

Diesen Montag der 2. Februar war Lichtmesse. Der Brauch geht weit zurück. Schon lange markierte dieser Tag einen Wendepunkt im Jahr. Die Tage werden länger, das Licht kehrt langsam zurück. In der christlichen Tradition wurde daraus ein Fest des Lichts, an dem Kerzen gesegnet wurden, als Zeichen von Schutz, Hoffnung und Orientierung. In der Natur beginnt zu dieser Zeit, tief im Boden und kaum sichtbar, neues Leben.

Auch auf dem Feld ist das spürbar. Der Winter hält noch fest, aber etwas hat sich verschoben. Pflanzen reagieren früher als wir auf das Licht. Wachstum ist vorsichtig, aber vorhanden.

Diesen Mittwoch erntete ich auf dem Feld Federkohl, als plötzlich die Sirenen heulten. Für einen kurzen Augenblick wurde mir bewusst, wie selbstverständlich Sicherheit hier ist und wie wenig selbstverständlich sie eigentlich sein sollte.

Was für ein Privileg, hier in der sicheren Schweiz zu leben . Auf einem Gemüsefeld zu stehen. Und einfach weiterzuarbeiten. Während andernorts Sirenen reale Gefahr bedeuten, bleiben sie hier ein Warnsignal ohne unmittelbare Bedrohung.

Ich dachte daran, wie schön es ist, hier Gemüse für euch zu produzieren. Nahrung, die aus diesem Boden kommt und Teil eines solidarischen Projekts ist. Aber was heisst Solidarität in einer Krisensituation? Vielleicht heisst es, genau das weiter zu tun, was wir hier üben: lokal produzieren, Beziehungen pflegen, Verantwortung teilen. Nicht alles dem Markt oder anonymen Strukturen überlassen. Sondern gemeinsam tragfähig bleiben.

Lichtmesse erinnert daran, dass Wandel leise beginnt. Nicht mit einem grossen Schritt, sondern mit etwas mehr Helligkeit. Tag für Tag.

Im Folientunnel beginnt es zu wachsen. Im Korb findet ihr Kopfsalat – trotz den Frostnächten – aus dem Tunnel !

Der Winterkorb dieser Woche:
Schlicht, saisonal, getragen vom Licht, das langsam zurückkehrt.

  • Federkohl
  • Winterkopfsalat aus dem Tunnel
  • Kartoffeln
  • Pastinaken
  • Rüebli
  • Randen
  • Die letzten Äpfel aus dem Naturkeller

Rezept:
Frischer Winterrettich-Salat (für kalte Tage)
Zutaten

  • 1 Winterrettich
  • 1–2 EL Apfelessig oder Zitronensaft
  • 2–3 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
  • Salz
  • optional: etwas Honig oder Apfel, fein gerieben
  • optional: Petersilie oder Schnittlauch

Zubereitung:
Den Winterrettich schälen und grob oder fein raffeln.
Mit etwas Salz mischen und kurz ziehen lassen (5–10 Minuten), dann leicht ausdrücken – so wird er milder.

Essig oder Zitronensaft und Öl unterheben, nach Bedarf mit etwas Honig oder geriebenem Apfel abrunden.
Frische Kräuter drüberstreuen.

Liebe Alle, ich wünsche euch eine lichtvolle Zeit.
Herzlichen Gruss aus dem Garten, Marianne

Kategorie: Plauderei

Guete Tag mitenand

Januar 23, 2026 by Marianne Lerch Kommentar verfassen

Der Schnee hat sich verabschiedet, aber der Winter hält unser Gemüsefeld noch immer fest umarmt. Ein paar zarte Asiasalätli konnte ich im Folientunnel trotzdem ernten und kommen diese Woche als kleines Versucherli in den Korb.

In eurer Gemüselieferung findet ihr diese Woche entweder Rotkohl oder Weisskabis. Und während ich den Kohl in der angenehmen Wintersonne rüstete, wurde ich plötzlich ganz nostalgisch: Ich sah uns wieder an diesem Sommertag, als wir die zarten Kohlpflänzchen setzten. 34 Grad zeigte das Thermometer. Wir haben so geschwitzt!

Und nun? Derselbe Kohl, fein säuberlich im Kühler gelagert, rüste ich nun bei winterlicher Sonne. Diese Kreisläufe der Natur faszinieren mich jedes Mal aufs Neue. Die Setzlinge pflanzten wir damals in eine dicke Mulchschicht aus Grassilage. Dieser Teppich schützte nicht nur die Pflänzchen, sondern auch den Boden und seine vielen fleissigen Bodenlebewesen vor den Wetterkapriolen.

Einige Kohlköpfe sind übrigens richtig stattlich geraten. Ihr könnt sie problemlos im Kühlschrank aufbewahren oder ihr probiert gleich das untenstehende Rezept aus.

Die Boskopäpfel im Korb stammen vom Hof und wurden im Naturkeller gelagert. Ihre Haut ist nicht mehr geschniegelt und glatt, dafür ist ihr Aroma umso ehrlicher und intensiver. Perfekt für Wähe, Apfelmus. Eingelegter Rotkabis oder Weisskabis.

Rezept

Zutaten:

  • ¼ – ½ Rotkabis oder Weisskabis
  • 1 grosse Zwiebel
  • 1 TL Nelken
  • 1 TL Salz und Pfefferkörner
  • 1 TL Honig
  • 3 Lorbeerblätter
  • 200 ml Apfelessig
  • Wasser

Zubereitung:
Kabis und Zwiebel fein schneiden. Alle Zutaten ausser Lorbeerblätter, Apfelessig und Wasser in einer Schüssel mit den Händen gut durchmischen (ja, das darf man!).

Die Masse nach und nach in ein sauberes Einmachglas füllen und die Lorbeerblätter dazwischen verteilen. Apfelessig darübergiessen und mit Wasser auffüllen, bis alles gut bedeckt ist. Glas schliessen und für etwa drei Tage in den Kühlschrank stellen. Danach immer wieder davon kosten – es schmeckt wunderbar!


In eurem Korb findet ihr ausserdem einen Zettel mit der Einladung zur Zukunftswerkstatt.

Bitte reserviert euch dieses Datum.

Die Welt spielt zurzeit ja ein bisschen verrückt, umso wichtiger ist es, dass wir hier gemeinsam etwas Kleines, aber Wertvolles bewirken und unser Projekt Solimatt weiterentwickeln.

Wir freuen uns sehr auf den Austausch mit dir.
Ich wünsche euch eine gute Zeit und viel Freude mit dem Korb.

Herzlichen Gruss
Marianne

Kategorie: Plauderei

Sali Zäme

Januar 9, 2026 by Marianne Lerch Kommentar verfassen

An diesem Mittwochmorgen besuchte ich zum ersten Mal im neuen Jahr unser Gemüsefeld. Welch ein Anblick: Überall lag eine zarte Schneedecke. Eine wunderbare Ruhe empfing mich, still und verlassen, nur eine Fuchsspur deutete auf einen Besuch hin.

Ich setzte mich auf unserem Gartenbänkli und genoss diese Winterruhe. Der Rückzug der Natur hat für mich etwas Magisches und Faszinierendes. All das viele Leben auf dem Feld und im Boden ist nun eingepackt, ruhend und Kräfte sammelnd für die wärmeren Tage, wenn das Leben wieder erwacht.

Was wird uns das neue Jahr bringen? Wird das Wetter auf unserer Seite sein? Ich freue mich auf die kommende Saison mit allem Schönen und Herausfordernden.
Neu im Team unterstützt uns Kristin Metzner als neue Gemüsefachkraft. Herzlich willkommen in der Solimatt. Sie wird sich gerne noch selbst vorstellen.


Die schöne Winterlandschaft erlaubte keine Freilandernte, und auch im Tunnel herrschten Minustemperaturen. Zum Glück haben wir ein Gemüselager!

Am 1. November haben wir fleissig Spitzkabis gehobelt. Nun dürfen wir das leckere Sauerkraut probieren.

Das Solimatt-Sauerkraut geniesst ihr am besten roh als Salat, damit das wertvolle Vitamin C nicht verloren geht.

Sauerkrautsalat:

  • Eine Portion Sauerkraut, abtropfen
  • 1Rüebli, 1Apfel und 1Zwiebel hacken, alles vermischen, etwas Pfeffer und Oel beigeben
  • Ca 20 Min. ziehen lassen und geniessen

Die verschiedenen Zichoriensalate liefern wichtige Bitterstoffe für unsere Verdauung. Wenn ihr etwas Apfel oder Rosinen in den Salat beimischt, schmeckt er vielleicht auch den Kindern.
Und als Besonderheit gibt es nochmals eine Vitamin-C-Ladung: den beliebten Most aus Baselmatt-Äpfeln. Wusstet ihr, dass Most mehr Vitamin C enthält als Orangensaft? Und erst noch regional ist!

«Winterzeit ist auch Schnupfen- und Grippezeit. Daher ist der Korbinhalt dieser Woche besonders gut eure Gesundheit.»

Ich wünsche euch und euren Familien viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr. Auf viele gemeinsame Begegnungen rund um die Solimatt.

Herzliche Grüsse
Marianne

Kategorie: Plauderei

Hallo zämme

Dezember 18, 2025 by Seraina Kommentar verfassen

Einsam und verlassen und etwas kahl liegt unser (oder nun nur noch euer) Acker da. Aber so einsam ist er gar nicht, denn unten drin ist mächtig was los. Und kahl ist es auch nur oben, was fruchtfolgetechnisch einfach so rauskam letzte Saison. Auf dem „neuen“ unteren Acker wächst /steht nämlich noch einiges. Und dort wo mehr als nur eine zarte Gründüngung oder zarte Winterkefen gedeihen, der Boden bedeckter ist, tummeln sich die Mäuse. Und dann sieht es zum Beispiel so aus:

Wurzeln abgefressen, umgelegt.

Sind sie unsere geheimen Erntehelferlein? Mag sein… Wäre nicht nötig gewesen, Ernten geht nämlich besser mit aufrecht stehenden Pflanzen.

Wunderschön, so eine Rosenkohlpflanze, nicht?

Der reiche Weihnachtskorb präsentiert sich ausgebreitet in etwa so:

Kartoffeln, Federkohl violett & grün, Rüebli, Kürbis, Rotkohl, Rosenkohl, Zichoriensalate (im Bild Zuckerhut und Cico rosso), Nüsslisalat und Rucola.

Menu 1 könnte ungefähr so aussehen:

In dieser himmlischen Gemüsewähe wurde Palmkohl verwendet. Anstelle von Palmkohl bietet sich bei euch der Federkohl an. Sofern ihr für einmal auf den rohen, gekneteten Federkohlsalat oder die Federkohlchips verzichten mögt…

Ich empfehle euch den Nüsslisalat und den Rucola bald zu essen anstatt ihn aufbewahren zu wollen. Jetzt ist er ganz frisch und am schönsten. Schöner wird er nicht mehr!

Anders die Rüebli, die Kartoffeln, der Rotkabis, sie lassen sich problemlos im Kühlschrank einige Tage oder eher Wochen lagern. Am besten in einem Plastiksäggli, vor dem Austrocknen geschützt. Vermutlich haben die einen oder anderen noch ein Stück Sellerie, Pastinake oder eine Rande im Kühlschrank und das ist gut so, denn der nächste Korb kommt erst am 8. Januar. Zur Not gibt’s dann eben mal ein Fondue oder Spaghetti mit einer im Sommer eingemachten Tomatensauce, okay?

Meine Lieben, ich verabschiede mich nun auch im Blog von euch. Lasst es euch gut gehen, lasst euch das Gemüse der Solimatt schmecken, belebt die Solimatt und lauft mir doch mal über den Weg, irgendwann, irgendwo.

Bis dann, von Herzen

Seraina

Kategorie: Plauderei

Sali mitenander

Dezember 11, 2025 by Seraina Kommentar verfassen

Euer Korbinhalt (der kleine Ernteanteil) ausgebreitet:

Boskoop-Äpfel, Castelfranco-Salate, Portulak, Rüebli, Cico rosso, Pastinake und Palmkohl

Dienstag morgen um 8 Uhr: Nebelsuppe in Niederdorf.

Mittwoch morgen um 8 Uhr:

Che bello!

Verlassen und abgeerntet liegt es da, das obere Gemüsefeld. Das untere Gemüsefeld ist noch reich mit Lauch und Kohlen bestückt, knapp sichtbar links im unteren Bilddrittel die dunkelgrüne Reihe. Es ist auch wirklich sehr ruhig geworden. Fast nur noch die Mäuse sind täglich aktiv…

Nun haben wir die letzten Zuckerhüte an Lager genommen und Cico rossos und Castelfrancos für die Körbe geerntet. Es bleiben nur noch ein paar Salatköpfe für nächste Woche und dann hat es oben wirklich kaum mehr was als kleine, zarte Frühlingszwiebeln und frisch gekeimte Winterkefen (die dann im Frühling erntereif werden).

Kurz vor meinem Abgang ist noch eine neue Hilfskraft auf den Hof gekommen:

ein oranger Fiat

Bisher ist er noch ohne Namen. Das wird sich sicher noch ändern… Ich wünsche ihm einen guten Start und auf seinem Lebensweg viele schöne Transporte oder Transporte mit viel schönem, schmackhaftem Gemüse. Schade für mich ist er so spät gekommen…

Alles Liebe für die kommende Woche und bis zum nächsten und letzten Mal!

Seraina

Kategorie: Plauderei

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