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Plauderei

Guete Tag mitenand

Januar 23, 2026 by pstype Kommentar verfassen

Der Schnee hat sich verabschiedet, aber der Winter hält unser Gemüsefeld noch immer fest umarmt. Ein paar zarte Asiasalätli konnte ich im Folientunnel trotzdem ernten und kommen diese Woche als kleines Versucherli in den Korb.

In eurer Gemüselieferung findet ihr diese Woche entweder Rotkohl oder Weisskabis. Und während ich den Kohl in der angenehmen Wintersonne rüstete, wurde ich plötzlich ganz nostalgisch: Ich sah uns wieder an diesem Sommertag, als wir die zarten Kohlpflänzchen setzten. 34 Grad zeigte das Thermometer. Wir haben so geschwitzt!

Und nun? Derselbe Kohl, fein säuberlich im Kühler gelagert, rüste ich nun bei winterlicher Sonne. Diese Kreisläufe der Natur faszinieren mich jedes Mal aufs Neue. Die Setzlinge pflanzten wir damals in eine dicke Mulchschicht aus Grassilage. Dieser Teppich schützte nicht nur die Pflänzchen, sondern auch den Boden und seine vielen fleissigen Bodenlebewesen vor den Wetterkapriolen.

Einige Kohlköpfe sind übrigens richtig stattlich geraten. Ihr könnt sie problemlos im Kühlschrank aufbewahren oder ihr probiert gleich das untenstehende Rezept aus.

Die Boskopäpfel im Korb stammen vom Hof und wurden im Naturkeller gelagert. Ihre Haut ist nicht mehr geschniegelt und glatt, dafür ist ihr Aroma umso ehrlicher und intensiver. Perfekt für Wähe, Apfelmus. Eingelegter Rotkabis oder Weisskabis.

Rezept

Zutaten:

  • ¼ – ½ Rotkabis oder Weisskabis
  • 1 grosse Zwiebel
  • 1 TL Nelken
  • 1 TL Salz und Pfefferkörner
  • 1 TL Honig
  • 3 Lorbeerblätter
  • 200 ml Apfelessig
  • Wasser

Zubereitung:
Kabis und Zwiebel fein schneiden. Alle Zutaten ausser Lorbeerblätter, Apfelessig und Wasser in einer Schüssel mit den Händen gut durchmischen (ja, das darf man!).

Die Masse nach und nach in ein sauberes Einmachglas füllen und die Lorbeerblätter dazwischen verteilen. Apfelessig darübergiessen und mit Wasser auffüllen, bis alles gut bedeckt ist. Glas schliessen und für etwa drei Tage in den Kühlschrank stellen. Danach immer wieder davon kosten – es schmeckt wunderbar!


In eurem Korb findet ihr ausserdem einen Zettel mit der Einladung zur Zukunftswerkstatt.

Bitte reserviert euch dieses Datum.

Die Welt spielt zurzeit ja ein bisschen verrückt, umso wichtiger ist es, dass wir hier gemeinsam etwas Kleines, aber Wertvolles bewirken und unser Projekt Solimatt weiterentwickeln.

Wir freuen uns sehr auf den Austausch mit dir.
Ich wünsche euch eine gute Zeit und viel Freude mit dem Korb.

Herzlichen Gruss
Marianne

Kategorie: Plauderei

Sali Zäme

Januar 9, 2026 by Marianne Lerch Kommentar verfassen

An diesem Mittwochmorgen besuchte ich zum ersten Mal im neuen Jahr unser Gemüsefeld. Welch ein Anblick: Überall lag eine zarte Schneedecke. Eine wunderbare Ruhe empfing mich, still und verlassen, nur eine Fuchsspur deutete auf einen Besuch hin.

Ich setzte mich auf unserem Gartenbänkli und genoss diese Winterruhe. Der Rückzug der Natur hat für mich etwas Magisches und Faszinierendes. All das viele Leben auf dem Feld und im Boden ist nun eingepackt, ruhend und Kräfte sammelnd für die wärmeren Tage, wenn das Leben wieder erwacht.

Was wird uns das neue Jahr bringen? Wird das Wetter auf unserer Seite sein? Ich freue mich auf die kommende Saison mit allem Schönen und Herausfordernden.
Neu im Team unterstützt uns Kristin Metzner als neue Gemüsefachkraft. Herzlich willkommen in der Solimatt. Sie wird sich gerne noch selbst vorstellen.


Die schöne Winterlandschaft erlaubte keine Freilandernte, und auch im Tunnel herrschten Minustemperaturen. Zum Glück haben wir ein Gemüselager!

Am 1. November haben wir fleissig Spitzkabis gehobelt. Nun dürfen wir das leckere Sauerkraut probieren.

Das Solimatt-Sauerkraut geniesst ihr am besten roh als Salat, damit das wertvolle Vitamin C nicht verloren geht.

Sauerkrautsalat:

  • Eine Portion Sauerkraut, abtropfen
  • 1Rüebli, 1Apfel und 1Zwiebel hacken, alles vermischen, etwas Pfeffer und Oel beigeben
  • Ca 20 Min. ziehen lassen und geniessen

Die verschiedenen Zichoriensalate liefern wichtige Bitterstoffe für unsere Verdauung. Wenn ihr etwas Apfel oder Rosinen in den Salat beimischt, schmeckt er vielleicht auch den Kindern.
Und als Besonderheit gibt es nochmals eine Vitamin-C-Ladung: den beliebten Most aus Baselmatt-Äpfeln. Wusstet ihr, dass Most mehr Vitamin C enthält als Orangensaft? Und erst noch regional ist!

«Winterzeit ist auch Schnupfen- und Grippezeit. Daher ist der Korbinhalt dieser Woche besonders gut eure Gesundheit.»

Ich wünsche euch und euren Familien viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr. Auf viele gemeinsame Begegnungen rund um die Solimatt.

Herzliche Grüsse
Marianne

Kategorie: Plauderei

Hallo zämme

Dezember 18, 2025 by Seraina Kommentar verfassen

Einsam und verlassen und etwas kahl liegt unser (oder nun nur noch euer) Acker da. Aber so einsam ist er gar nicht, denn unten drin ist mächtig was los. Und kahl ist es auch nur oben, was fruchtfolgetechnisch einfach so rauskam letzte Saison. Auf dem „neuen“ unteren Acker wächst /steht nämlich noch einiges. Und dort wo mehr als nur eine zarte Gründüngung oder zarte Winterkefen gedeihen, der Boden bedeckter ist, tummeln sich die Mäuse. Und dann sieht es zum Beispiel so aus:

Wurzeln abgefressen, umgelegt.

Sind sie unsere geheimen Erntehelferlein? Mag sein… Wäre nicht nötig gewesen, Ernten geht nämlich besser mit aufrecht stehenden Pflanzen.

Wunderschön, so eine Rosenkohlpflanze, nicht?

Der reiche Weihnachtskorb präsentiert sich ausgebreitet in etwa so:

Kartoffeln, Federkohl violett & grün, Rüebli, Kürbis, Rotkohl, Rosenkohl, Zichoriensalate (im Bild Zuckerhut und Cico rosso), Nüsslisalat und Rucola.

Menu 1 könnte ungefähr so aussehen:

In dieser himmlischen Gemüsewähe wurde Palmkohl verwendet. Anstelle von Palmkohl bietet sich bei euch der Federkohl an. Sofern ihr für einmal auf den rohen, gekneteten Federkohlsalat oder die Federkohlchips verzichten mögt…

Ich empfehle euch den Nüsslisalat und den Rucola bald zu essen anstatt ihn aufbewahren zu wollen. Jetzt ist er ganz frisch und am schönsten. Schöner wird er nicht mehr!

Anders die Rüebli, die Kartoffeln, der Rotkabis, sie lassen sich problemlos im Kühlschrank einige Tage oder eher Wochen lagern. Am besten in einem Plastiksäggli, vor dem Austrocknen geschützt. Vermutlich haben die einen oder anderen noch ein Stück Sellerie, Pastinake oder eine Rande im Kühlschrank und das ist gut so, denn der nächste Korb kommt erst am 8. Januar. Zur Not gibt’s dann eben mal ein Fondue oder Spaghetti mit einer im Sommer eingemachten Tomatensauce, okay?

Meine Lieben, ich verabschiede mich nun auch im Blog von euch. Lasst es euch gut gehen, lasst euch das Gemüse der Solimatt schmecken, belebt die Solimatt und lauft mir doch mal über den Weg, irgendwann, irgendwo.

Bis dann, von Herzen

Seraina

Kategorie: Plauderei

Sali mitenander

Dezember 11, 2025 by Seraina Kommentar verfassen

Euer Korbinhalt (der kleine Ernteanteil) ausgebreitet:

Boskoop-Äpfel, Castelfranco-Salate, Portulak, Rüebli, Cico rosso, Pastinake und Palmkohl

Dienstag morgen um 8 Uhr: Nebelsuppe in Niederdorf.

Mittwoch morgen um 8 Uhr:

Che bello!

Verlassen und abgeerntet liegt es da, das obere Gemüsefeld. Das untere Gemüsefeld ist noch reich mit Lauch und Kohlen bestückt, knapp sichtbar links im unteren Bilddrittel die dunkelgrüne Reihe. Es ist auch wirklich sehr ruhig geworden. Fast nur noch die Mäuse sind täglich aktiv…

Nun haben wir die letzten Zuckerhüte an Lager genommen und Cico rossos und Castelfrancos für die Körbe geerntet. Es bleiben nur noch ein paar Salatköpfe für nächste Woche und dann hat es oben wirklich kaum mehr was als kleine, zarte Frühlingszwiebeln und frisch gekeimte Winterkefen (die dann im Frühling erntereif werden).

Kurz vor meinem Abgang ist noch eine neue Hilfskraft auf den Hof gekommen:

ein oranger Fiat

Bisher ist er noch ohne Namen. Das wird sich sicher noch ändern… Ich wünsche ihm einen guten Start und auf seinem Lebensweg viele schöne Transporte oder Transporte mit viel schönem, schmackhaftem Gemüse. Schade für mich ist er so spät gekommen…

Alles Liebe für die kommende Woche und bis zum nächsten und letzten Mal!

Seraina

Kategorie: Plauderei

Guetenobe alli

Dezember 4, 2025 by Seraina Kommentar verfassen

Und wieder ist eine Woche rum. Dicker Nebel begrüsste uns am Mittwoch morgen in der Solimatt. Doch noch am Vormittag drückte die Sonne zaghaft durch den Nebel und bescherte uns irgendwann noch einige wärmende Sonnenstrahlen.

Gartenausblick im noch dichten Nebel
Winterlich schön, still und verlassen.

Inzwischen kommt vieles aus dem Lagerraum und nur ein kleiner Teil noch frisch vom Feld. Genau das ist auch mit ein Grund, warum wir von Januar bis und mit März nur alle 2 Wochen abpacken. Danach ist das Wachstum wieder rasanter und eine wöchentliche Ernte angebracht. Der letzte Korb dieses Jahres erhält ihr am Donnerstag 18. Dezember, der erste im neuen Jahr am Donnerstag 8. Januar 2026 und ab dann zweiwöchentlich. Anhand der Abpack- und Ausfahrdaten könnt ihr auf juntagrico.solimatt.ch jederzeit nachschauen, wann es wieder eine Gemüselieferung (zu machen) gibt.

Nüsslisalat schneiden im Folientunnel

Nebst dem wunderschönen Nüsslisalat hattet ihr (mit kleinem Ernteanteil) heute folgendes im Korb: Weisskabis, Lollo rosso-Salat, Knoblauch, Schwarzer runder Winterrettich, Äpfel (Boskoop), Chioggia-Randen (vielleicht auch eine gelbe Rande) und eine Umfrage.

Die Chioggia-Rande ist eine interessante, alte italienische Sorte. Aussen ist sie leuchtend hellrot, innen hat sie abwechselnd weisse und rote Ringe. Sie eignet sich vor allem für eine rohe Verzehrung, da die Ringe beim Kochen leider verlaufen.

Die Äpfel eignen sich sehr zum Verkocht werden, sei es zu Apfelmus oder auch eine Apfelwähe. Ich aber reibe sie auch gerne mit der Röstiraffel in mein Müesli…

Der Schwarze Winterrettich sieht super aus, wenn ihr die Schale dran lässt und dünne Scheiben schneidet. Zum Beispiel auf ein Butterbrot oder auf einen Flammenkuchen. Der feine schwarze Rand sieht sehr apart aus!

E guete mit allem und bis zum nächsten Mal!

Mit liebem Gruss, Seraina

Kategorie: Plauderei

Guggugg

November 27, 2025 by Seraina Kommentar verfassen

Zum Start in den Erntetag erhielten wir gestern garstiges Winterwetter. Mir konnte es nichts anhaben, ich war gut eingekleidet, inklusive warmen Stiefeln. Nebst Bächen über das eben erst abgeerntete Pastinakenbeet begleitete uns heiteres Schneetreiben in den Morgenstunden. Wenig oberhalb des Ackers wurde der Wald schön weiss, bei uns unten blieb alles Braun und Grün und vor allem nass.

Schneefall zum Erntetag
Überschwemmung auf dem kürzlich geräumten Pastinakenbeet

Ertrunkene Mäuse habe ich nicht entdeckt, aber wieder sind mir ein paar Mäuse in die Fallen. Nebst ganzen Rosenkohlpflanzen legen sie gerade Chinakohle und Rosso di Verona- & Grumolo-Salate um. Letztere würden Ende Winter schöne Rosetten bilden, die wir ernten und geniessen könnten.

Zuckerhut, Kürbis, Süsskartoffeln, Chinakohl und violetter & grüner Federkohl.

Die grossen Ernteanteile erhielten noch etwas Broccoli, einen Weisskabis und 2 Castelfranco-Salätli.

Süsskartoffeln haben wir dieses Jahr zum 1. Mal angebaut und die Ernte der süssen Knollen war eine grosse Freude. Was auch immer ihr damit anstellt, ich liebe sie als Ofengemüse. Kürbis kann auch grad mit rein und dazu wahlweise einen Federkohl-, Chinakohl- oder Zuckerhutsalat. Für alle die es vergessen haben oder die neu dabei sind, schreibe ich gerne nochmals mein Federkohlrezept auf:

Federkohlsalat Das Blatt ab der Blattspreite reissen und ohne die Blattspreite (die kannst du für deine nächste Gemüsepfanne aufbewahren) in ganz feine Streifen schneiden. Diese Streifen ausgiebig von Hand kneten, sie werden dabei ganz knallig leuchtig und es entströmt ein feiner Duft. Kerne oder Nüsse rösten, leicht abkühlen lassen, und Datteln oder Ähnliches fein schneiden und beides zugeben. Mit einer feinen Sauce anrichten und geniessen!

PS. Zuckerhut-Salat ist auch für fast alle schmackhaft, wenn geröstete Kerne/Nüsse und Apfel- oder Orangenstücke zugefügt werden!

Herzliche Grüsse, Seraina

Kategorie: Plauderei

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