Nun haben wir Menschen und der Pflanzplatz einen Kälte- und einen Hitzeeinbruch mit einem rasanten Übergang überstanden und am Sonntag stand ich daheim dann absolut fassungslos am Fenster… Hagel und zwar was für einer! Noch nie habe ich solch grosse Hagelkörner (walnussgross) gesehen und das Ganze wollte gar nicht mehr aufhören. Und schon bald die erlösende Nachricht: kein Hagel in der Baselmatt!!! Ich war und bin immer noch so dankbar, dass wir verschont geblieben sind und fühle mit denjenigen mit, die es erwischt hat! Eine Horrorvorstellung…

Diese Woche war das Wetter äusserst wüchsig und alle Setzlinge, die in letzter Zeit in den Boden gekommen sind, sind gut angewachsen und wortwörtlich explodiert. Auch das Gesäte ist am Keimen und Gedeihen und so mancher Stress meinerseits bei gesäten und nicht keimen wollenden Rüebli und Peterliwurzeln ist vergessen.
Die Pastinaken haben leider wirklich nicht gut gekeimt, so haben wir nochmals gesät und jetzt heisst es wieder sich in Geduld üben und abwarten – Pastinaken sind Dunkelkeimer, haben eine schlechte Keimrate und brauchen zwei bis vier Wochen, bis sie sich zeigen.
Wir haben uns in dieser Woche vor allem zwei Dingen gewidmet: Kulturpflege und professionelle Kefenernterei (24.9kg!). Grossen Dank an alle, die beim Kefen ernten geholfen haben – eine Kefe lässt sich dann doch immer wieder finden! 😉
Rüebli, Peterliwurzeln, Buschbohnen, Blumenkohl, Lauch, Schnittmangold freuen sich nun über aufgelockerten Boden und weniger Konkurrenzdruck seitens der Beikräuter. Die Tomaten konnten wir auch schon ausgeizen und nach oben ziehen.


Ein Überbleibsel vom Winter sind die Lauchpflanzen im Anzuchtbeet, die nun kurz vor der Blüte sind. Wir haben diese mit Absicht stehen lassen, da wir einerseits die Blüten so schön finden, aber vor allem weil wir damit den vielen Insekten eine Nahrungsquelle bieten möchten, die im und ums Feld unterwegs sind.



Korbinhalt in der KW 23

- Radieschen
- Salat
- Fenchel
- Kohlrabi
- Kefen
- Gurken in den grossen Körben
Rezept
Kohlrabisuppe mit Kefen (für 2 Personen) nach Annemarie Wildeisen
- 1 Kohlrabi
- 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
- 1 EL Butter
- 1 dL Weisswein
- 3 dL Gemüsebouillon
- 2 dL Milch
- 100g Kefen knackig gegart
- 2-3 EL Olivenöl
- 1 1/2 EL geriebener Sbrinz
- Salz und Peffer
- 1 dL Rahm
- 1 Prise Muskat
- 4 Scheiben Baguette oder anderes Brot
Das (zarte) Grün der Kohlrabi abschneiden, hacken und auf die Seite legen. Die Kohlrabi schälen (vielleicht geht es auch ohne schälen!?), danach in Scheiben und dann in Stäbchen schneiden.
In einer Pfanne Butter erhitzen, Zwiebel darin glasig dünsten, Kohlrabi und evtl. auch etwas Kohlrabigrün beifügen und mitdünsten. Weisswein dazu giessen und fast vollständig einkochen lassen. Dann Bouillon und Milch dazu und Suppe zugedeckt bei kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Kohlrabi gut weich sind.
Gegarte Kefen quer in feine Streifen schneiden und die Hälfte davon beiseite stellen. Den Rest der Kefen mit dem Olivenöl in einen hohen Becher geben und mit dem Pürierstab mixen. Sbrinz unter die Paste mischen und dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Suppe sehr fein pürieren. Rahm beifügen, Suppe erneut aufkochen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Baguettescheiben in Toaster rösten. Mit Kefenpaste bestreichen. Suppe anrichten und mit Kefenstreifen und Kohlrabigrün garnieren. Suppe zusammen mit den Kefen-Brötchen servieren.
Die ersten Zucchini gibt es diese Woche an der GV zum Abendessen und nächste Woche reicht es vielleicht dann schon für alle im Korb. Wie schön, dass der Korb nun Schritt für Schritt etwas reichhaltiger wird.


Euch allen ein schönes Wochenende und vielleicht bis bald an der GV oder am Mitmachtag, Kristin
Tolle Infos! Herzlichen Dank für die zusätzliche Arbeit beim Blog schreiben. Spannend!
LG