Am Samstag haben sich ca. 20 Solimattmitglieder zur Zukunftswerkstatt in Langenbruck getroffen. Bei grossem Schneegestöber haben wir in der gemütlichen Stube viele spannende und konstruktive Ideen ausgetauscht. Die Betriebsgruppe sammelt die Ideen und wertet sie aus. Wir freuen uns sehr auf eine lebendige und wachsende Entwicklung, die dank euch möglich wird!
Zwar hat Marianne vor einer Woche erst die Grünflächen gemäht, aber davon sehe ich fast schon nichts mehr… alles wächst und gedeiht mit der Kraft des Frühlings!

Dafür fallen mir immer wieder die schönen Löwenzahnrosetten auf, wenn ich übers Gelände laufe.
Kräftig stehen sie schon da und lassen bald wieder viele Flächen in sattem Gelb erstrahlen. In der Landwirtschaft zählen sie als Lückenfüller und wachsen gerne dort, wo zu viel gegüllt wird. Von den Nutztieren wird der Löwenzahn gerne gefressen und er zählt auch als wichtiger Pollenspender für Bienen und verschiedene Wildbienenarten. Ist also ökologisch wertvoll! Ausserdem lassen sich aus seinen Stielen wunderbare Minitröten bauen und eingelegt in Wasser bilden die Stiele die schönsten Spiralen.
Und was gibt es noch über den Löwenzahn zu entdecken?
Jedes Flugschirmchen mit Samen enthält immer zwischen 90 und 110 Haare mit einem bestimmten Abstand zueinander und nur wenn dies der Fall ist, können die Samen über weite Strecken transportiert werden dank eines Luftstrudels der den Sinkflug abbremst! Faszinierend, oder?
In Russland gibt es eine verwandte Art, aus der früher erfolgreich Pflanzenkautschuk produziert wurde und von der auch heute mancher Autoreifen durch die Gegend als Alternative zu Naturkautschuk rollt.
In Südeuropa locken manchen Arten Insekten durch ultraviolette Muster auf ihren Blüten an und andere Arten verzichten auf den ganzen Aufwand und klonen sich einfach.
Als Salatgemüse werden die jungen Blätter gegessen und helfen dank ihrer Bitterstoffe gegen Blähungen und Völlegefühl, aus seinen Wurzel lässt sich ‚Kaffee‘ zubereiten und manch einer von uns hat sicher schon mit den Blüten Löwenzahnhonig hergestellt.
Das Beste aber zum Schluss: ich sammle jedes Jahr immer einige abgeblühte Blütenköpfe kurz bevor sich der Fruchtstand öffnet. Nun auf einen Faden auffädeln oder an die Wand pinnen. Wenn sich die Fruchtstände dann in der Wohnung öffnen fliegen die Schirmchen nicht davon und es sieht einfach wunderschön aus.
Beeindruckend was so ein ‚Unkraut‘ alles zu bieten hat…

Diese Woche findet ihr im Korb zwar keinen Löwenzahn, aber mit A Grumolo verde und Rosso di Verona tardiva zwei leicht bittere Zichoriensorten, die von der Wegwarte abstammen. Beide sind ProSpecieRara-Sorten, wurden im Herbst ausgesät und sind im zeitigen Frühjahr erntereif. Mit einer süssen Orange und erntefrischem Schnittlauch kombiniert, ergibt dies einen wunderbaren Frühlingssalat mit Gesundheitskick!

Für euch durften wir zwischen Sonnenschein, frostigem Wind, Amselgesängen, spannenden Gesprächen und kalten Händen diese Woche folgende Gemüsevielfalt zusammenstellen:
- Pak Choi
- Federkohl grün und rot
- Lauch
- Rüebli
- Sellerie
- Winterrettich
- Schnittsalat
- Rucola
- Asiasalat
- Portulak
- A Grumolo verde und Rossa di Verona tardiva
- Koriander
- Schnittlauch
Ganz viel Freude beim Zubereiten und kreativ damit sein!
Herzlichst
Marianne und Kristin


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